Unsere Erfahrungen mit der Trenntoilette

So häufig wie in den letzten drei Jahren habe ich noch nie über Toiletten gesprochen. Kaum lernt man andere Camper kennen, ist das stille Örtchen ruckzuck ein Gesprächsthema.

  • „Habt ihr eine Toilette im Bus?“
  • „Wozu braucht ihr denn eine Toilette?“
  • „Was für ’ne Toilette benutzt ihr denn?“

Als wir Horst gekauft haben, war bereits eine Toilette eingebaut, ein Vakuum-WC. Damit waren wir im Grunde auch zufrieden, bis sich das Teil im Herbst 2016 in Italien entschlossen hat, den Geist aufzugeben.

Steve haben das defekte Fußpedal notdürftig repariert
Steve hat das defekte Fußpedal notdürftig repariert

Spätestens da habe ich gemerkt, wie angenehm es ist, ein eigenes WC an Bord zu haben. Ich habe nämlich keine Lust, mich nachts bei Wind und Wetter hinter irgendeinen Busch zu hocken oder auf öffentliche Toiletten angewiesen zu sein.

Nachdem also unser Vakuum-WC hinüber war, haben wir nach einer Alternative gesucht. Da wir auch zukünftig keine Chemie verwenden wollen, haben wir uns für eine Trenntoilette entschieden.

Ganz nach dem Motto: Je weniger Technik, desto weniger kann kaputtgehen!

Vor- und Nachteile einer Trenntoilette

In einer kniffligen Umbauaktion hat das Vakuum-WC rausgerissen und die Trenntoilette eingebaut. Ursprünglich haben wir uns für das Modell Separett Villa interessiert, aber das war für unseren Raum viel zu groß.

Jetzt steht dort das Separett Weekend*.

separett weekend

Und weil wir das Bad eh in ein komplettes Chaos verwandelt haben, hat es auch noch einen neuen Anstrich bekommen – ein kräftiges Rot.

Am Anfang war es ein wenig ungewohnt die neue Toilette zu benutzen, aber das ist normal, wenn etwas neu ist.

Das Flüssige läuft nun direkt in einen Tank, das Feste landet im Sammelbehälter und wird mit etwas Streu (Kompost- oder Kleintierstreu) bedeckt – fertig.

Die größte Umstellung war, dass wir nun nicht mehr abziehen müssen. Da hat mir die Macht der Gewohnheit mehrfach einen Streich gespielt.

Und damit komme ich direkt zu den Vorteilen der Trenntoilette.

Vorteile der Trenntoilette

  • Sie verbraucht kein Wasser
  • Sie ist ruhig
  • es gibt keine Elektrik, die kaputtgehen kann
  • Hinterlassenschaften sind biologisch abbaubar
  • chemiefrei
  • einfache Entsorgung
  • langer Leerungs-Rhythmus

Im Vergleich zum Vakuum-WC ist für mich ein sehr angenehmer Nebeneffekt, dass das Trennklo keine Geräusche macht.
Das Abziehen und der anschließende Pumpvorgang bei der Vakuum-Toilette waren so laut, dass von stillem Örtchen nicht die Rede sein konnte.

Während das Vakuum-WC zwar nur wenig Wasser benötigt hat, braucht die Trenntoilette nun gar keines mehr. Auch das gefällt mir sehr gut, denn wieso sollte ich kostbares Wasser wegspülen, wenn es auch ohne geht?

Die Entsorgung der Hinterlassenschaften ist außerdem total einfach. Ungefähr alle acht Tage nehmen wir den Beutel aus dem Sammelbehälter und werfen ihn in den Müll. Den Tank mit dem Flüssigen entleeren wir alle vier Tage.

Was wir also für die Trenntoilette benötigen, sind:

Als Urin-Tank benutzen wir weiterhin den, der vorher an das Vakuum-Klo angeschlossen war. Der Umbau hat Steve zwar ein paar Nerven gekostet, aber der Einsatz hat sich gelohnt.

Was sind die Nachteile der Trenntoilette?

Nach ca. einer Woche beginnt es leicht zu müffeln, aber dann leeren wir den Behälter einfach.

Die Geruchsbildung liegt zurzeit daran, dass wir noch keinen Lüfter und Kamin eingebaut haben. Sobald das geschehen ist, ist auch dieser kleine Nachteil behoben.

„Trennst du schon oder spülst du noch?“

Die Trenntoilette ist jetzt genau zwei Jahre im Einsatz und wir sind froh, uns dafür entschieden zu haben. Obwohl wir vorher schon viel Positives darüber gelesen hatten, konnten wir uns inzwischen selbst eine Meinung bilden.

Unsere Wahl würde jederzeit wieder für die Trennklo-Variante fallen, weil sie so unkompliziert ist.

Wenn du keinen Platz für ein fertiges WC hast, kannst du es dir mit so einem Trenneinsatz ** auch ganz einfach selber bauen.

Neuer Anstrich und neues Klo
Neuer Anstrich und neues Klo

Fazit

Da ich in allen Lebensbereichen zum „keep it simple“ Prinzip tendiere, bekommt die Trenntoilette von mir ein klares Ja!

Sie zu benutzen, ist weder eklig noch unhygienisch. Aufs Klo gehen kann so einfach sein, ohne Chemie und ohne Wasser – bloß trennen und gut!

Welche Erfahrungen hast du mit einer Trenntoilette gemacht?

 

*Diese Toilette wurde uns vom Separett Vertriebspartner in Deutschland kostenfrei zur Verfügung gestellt. Wir danken Herrn Hoffmann für die unkomplizierte Abwicklung und den Versand nach Griechenland.

Der Bericht gibt ausschließlich unsere persönliche Erfahrung wieder.

 

**werblicher Link

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36 comments

  1. Hallo Ihr Zwei,

    wir haben unsere Trenntoilette seit etwa 5 Wochen drin. Wir haben nur den Sitz von Separett genommen und den Rest selbstgebaut.

    Ich mache es kurz: Wie konnten wir nur ohne leben? Welch eine phänomenale Erleichterung.

    Gruß
    Andreas

    • Huhu 🙂
      das geht uns ganz genauso: So ein Trennklo ist wirklich super!
      Die Selbstbau-Variante ist auf jeden Fall auch eine gute Lösung, die wir in Betracht gezogen haben. Aber da bei uns zu dieser Zeit ja alles gleichzeitig den Geist aufgegeben hat, war Steves Bastelleidenschaft irgendwann erschöpft 😉
      Liebe Grüße
      Nima

  2. Ernst Tollknaepper

    Hallo zusammen,
    wir hatten das Glück, dass die Villa bei uns passt. Seit 7 Monaten haben wir die im Betrieb. Und es ist einfach genial. Durch den Lüfter brauchen wir auch kein Streu. Es riecht absolut nichts.
    Ich weiß auch nicht, warum diese Form der Toiletten nicht Standard wird im Womo. Etwas Besseres gibt es nicht.

    Liebe Grüsse
    Ernst

    • Hey Ernst,
      warum das kein Standard ist oder wird, erschließt sich mir auch nicht. Aber manche Leute denken noch immer, dass so eine Trenntoilette eklig sei, vielleicht liegt es daran.

      Liebe Grüße
      Nima

  3. Hallo Nima,
    kurz am Rand erwähnt, tolle Seite werd wohl öfters mal reinschauen.
    Zum Thema: hab vor ca 15Jahren auch so ein tolles Chemieklo von einem Kollegen gekauft der es nie benutzt hatte, um es in meinem damligen Ducato in der kleinen Nasszelle zu benutzen. Das eine Toilette in den Bus muß, war mir nach einem kurzen Städtetrip in Amsterdam ganz klar. Finde mal Morgens im Wohnbereich von Amsterdam eine Möglichkeit dich zu erleichtern!
    Nachdem ich dieses Klo hatte, fragte ich mich nach 2maligem benutzen mit der Chemie was das ganze soll, da ich ja nach 2Wochen die Flüssigkeit wegwerfen sollte und manchmal nur am Wochenende unterwegs war. Bin dann über einen Campingartikelhersteller auf einen Eimer mit Plastiktüte gestoßen und fand das sehr praktisch. Bin anschließend hergegangen und hab das PortaPorti umgebaut. Hab einfach den unteren behälter mit einer Plexiplatte um den Rand geschlossen und hab eine Mülltüte in die Schüssel gelegt. Dazu kam ein Lutdichter Lebensmitteleimer in dem ich meine Mülltüten bis zum nächsten Müllcontainer aufbewahre. Einfach, praktisch und gut.
    Liebe Grüße
    Stefan

    • Hallo Stefan,
      es ist schon seltsam, dass es da von den großen Herstellern keine guten Lösungen gibt. Das, was du selber gebastelt hast, hört sich jedenfalls sehr praktisch an 🙂

      Beste Grüße
      Nima

  4. Hallo Nima,

    irgendwie ist mit meinem letzten Post etwas schief gelaufen und der Post ist verschwunden. Warum auch immer… also nochmal:

    wir haben im Februar auch umgebaut und eine Trenntoilette eingebaut. Aus Zeitmangel haben wir auch eine fertige Toilette verbaut. Und wie immer, wenn man etwas sensationelles geändert hat fragt mich sich eins: Warum nicht schon früher? Wir sind jedenfalls begeistert.

    Wenn einer deiner Leser Interesse an einem zweiten Erfahrungsbericht hat, kann er gerne bei mir auf der Seite vorbei schauen. Im Gegensatz zu euch haben wir die Toilette von Nature’s Head verbaut.

    Liebe Grüße und weiterhin gute Fahrt durch Griechenland
    Christa

    • Haha, die Frage „Wieso sind wir da nicht früher drauf gekommen“ kennen wir 😉 Wir finden das Trennklo weiterhin eine super Sache! Danke für deinen Hinweis zu eurem Erfahrungsbericht. Das ist für viele bestimmt als Entscheidungshilfe nützlich.
      Liebe Grüße
      Nima

    • Hallo,

      mir war schon beim Kauf unseres WoWa klar, dass auf Dauer nur eine Trenntoilette in Frage kommt.
      Wir hatten uns nach einem Messebesuch auch für die Nature`s Head entschieden.
      Was soll ich sagen, probehalber im WoWa schon vor dem Kompletteinbau benutzt und es riecht absolut nix. Für uns ist es absolut unbegreiflich, warum die Hersteller da nicht endlich umdenken und der Umwelt Gutes tun.
      Schade auch, dass WoWa immernoch im Stellplatzbereich so benachteiligt werden…

      Liebe Grüße
      Rahi

      • Ich verstehe es auch nicht, dass sich das Thema Trenntoiletten bei den Herstellern so langsam rumspricht. Die Nachfrage danach wächst rasant, aber der Markt scheint einfach noch sehr konservativ zu sein …

  5. Ich habe Separett Privy verbaut, aber für Weibchen klappt das Treffen der Urinabscheidung nicht, sondern fließt in den Sammelbehälter. Was soll ich ändern?
    Ist die Sitzhöhe mit 45 cm zu hoch? hilft ein Hocker? oder gibt es wo eine Sitzanleitung für Weibchen?
    Bitte um ernstgemeinte Ratschläge

    • Sorry, aber da kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Frag doch am besten beim Hersteller mal nach oder bei einem Trenntoilettenhersteller?
      Viele Grüße
      Nima

    • Setzen Sie sich bitte möglichst aufrecht hin. Dann zielt man, äh Frau etwas besser nach vorne.
      Ansonsten Position weiter vorne oder das Aufsatz-Stück verwenden

  6. Hallo,
    die Idee mit der „Trenntoilette“ hatte ich schon lange.
    Ich war schon mal vom 42. – 53. Lebensjahr in einem umgebauten MB 508 on the road.
    Runter bis Dakhla und rüber bis auf die Kanaren. Schwerpunkt waren „Themenreisen“ durch touristisch wenig erschlossene Gegenden Süd-West-Europas.
    Zu meiner Überraschung gibt es solche Gegenden ohne Ende.
    Z.B. die vielen heissen öffentlichen Quellen im weiteren Umfeld der Sierra Nevada und die Höhlenmenschen in der Gegend um Purullena / Guadix in Spanien.
    Früher gab es die hochgiftige Chemikalie Formaldehyd, die unsere „Mischtoiletten“ gewissermaßen sozialverträglich gemacht haben. Allerdings auf Kosten der Umwelt. Weil da einiges an Gift und Dreck in die freie Landschaft gekippt wurde. Viele Camper halten es bekanntlich nach dem Prinzip: Aus den Augen, aus dem Sinn. Diese „Sorglosigkeit“ hat uns viel Kredit gekostet und immer mehr schöne Buchten sind für Camper inzwischen verboten worden. Das wäre nicht nötig gewesen.
    Ich als Mann habe natürlich gut reden !!
    Ich kann leicht „trennen“ und brauche nicht einmal eine teure „Trenntoilette“.
    Ich habe lediglich zwei kostengünstige „Porta-Pottis“ aus dem Reich der Mitte angeschafft.
    Kosten knapp über 40,- € inkl. Versandkosten.
    Ich benütze die Pottis ohne Spülwasser und mit weit offener Öffnung nach oben !
    Vor dem Einsatz kommen ca. 200 gr. selbst hergestellter „Mulch“ in den Fäkalientank. Das bindet Restfeuchte und Gerüche.
    In den Tank kommen nur die festen Hinterlassenschaften ohne Klopapier und ohne „feuchte Tücher“.
    Letztere kommen separat in einen Beutel und werden kontinuierlich an geeigneter Stelle entsorgt. Oder in einem Lagerfeuer verbrannt.
    Die flüssigen Hinterlassenschaften werden grundsätzlich in einer „Flasche“ mit großer Öffnung gesammelt und kommen nicht in den Fäkalienbehälter. Das klappt auch bestens, während Mann den „Porta Potti“ benützt.
    Ohnehin sehe ich nicht ein, mühsam aus meinem Alkoven zu klettern, wenn mich nach dem einen oder anderen kühlen Bierchen des Nachts die Blase drückt.
    Bei jeder passenden Gelegenheit werden dann die flüssigen Hinterlassenschaften 1 zu 1 mit Wasser verdünnt (!!!) und einem durstigen Baum gespendet. Wenn Bäume Dankesbriefe schreiben könnten …
    Bei diesem Prinzip der konsequenten Trennung hält der Fäkalienbehälter eines „Ports-Potti“ locker 14 Tage.
    Hinzu kommt, dass man den absolut vollbiologischen Inhalt guten Gewissens auch im Wald und in der Heide vergraben kann. Unmittelbar vor dem Entleeren wird natürlich reichlich Flüssigkeit in den Tank gegeben, damit die Dinge auch auskippbar werden. Das klappt problemlos.
    Das wäre mein Beitrag zu diesem „anrüchigen“ Thema.
    Ich wünsche noch einen sonnigen Tag und viel Vergnügen unterwegs.
    Grüße vom Mainzer Lerchenberg
    Nik

    • Hey Nik,
      besten Dank für deinen ausführlichen Kommentar 🙂 Das stimmt schon, dass du es als Mann etwas einfacher hast. Deine Lösung klingt auf jeden Fall sehr pragmatisch, ist doch super!

      Das mit der Sorglosigkeit unter einigen Campern bezüglich dieses Themas finde ich auch sehr schade bzw. ärgerlich. So schwer ist es ja nun nicht, seine Hinterlassenschaften vernünftig zu entsorgen oder wegzuräumen.
      Danke für deine Anregungen,
      liebe Grüße
      Nima

      • Hallo, Nima,
        wenn man 11 Jahre am Stück on tour war, hat man viele Menschen getroffen, die ihr Leben in Autos und „unterwegs“ gelebt haben. Viele hatten sich den Anstrich von „Ökos“ gegeben. Am Ende wollten sich aber viele davon keinen Kopf darüber machen, was mit ihren Hinterlassenschaften geschieht. Der Einbau eines elektromagnetischen Ventils am Fäkalientank, bedienbar vom Fahrersitz aus, ist mir öfters begegnet, als mir lieb war. Manche Fahrer haben sich damit gebrüstet, dass sie das Ventil in voller Fahrt bedient haben. Ohne Rücksicht auf Verluste. Wie gesagt: „Aus den Augen, aus dem Sinn“.

  7. Auch wir haben voller Eifer nach diesen Berichten unser Thetford gegen eine Separett 501 ausgetauscht – und – leider wieder zurückbauen müssen: Der Feststoffbehälter hat gemüffelt ohen Ende. Vielleicht haben wir zu wenig Streu benutzt, weil im Kastenwagen (5,40) nicht viel Platz haben. Vielleicht war auch das Lüftungsrohr (ohne eigenen Ausgang) direkt neben der Dachluke montiert nicht richtig. Schwierig war auch, einen passenden Behälter zu finden: Wir haben zuletzt einen kleinen in den größeren (höheren) gestellt; den kleinen, weil es für den großen B. keine passenden, kompostierbaren Beutel gab.
    Dann diese Beutelproblematik: Angeblich sollen sie wochenlang halten, doch – auch wenn der fiese Gest…k nicht wär – die (10 l) Beutel sind nach einer knappen Woche voll. Bei einer Langzeitreise ist dies so definitiv keine Lösung, zumindest nicht für kleine Camper.
    Aber vielleicht sind wir ja auch die einzigen mit so einem kleinen Kasten auf Langzeitreise???

    • Hey Eva,
      Danke, dass du uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt.
      Wir wechseln den Beutel vom Festen auch ungefähr im Wochenrhythmus aus und haben festgestellt, dass es mit Holzspänen besser funktioniert als mit Mulch. Einen Lüfter haben wir bisher noch nicht eingebaut, das steht (irgendwann) noch an.
      Schade, dass ihr nicht zufrieden wart, aber immerhin habt ihr dem Trockenklo eine Chance gegeben 🙂
      Liebe Grüße
      Nima

  8. Hallo 🙂 das klingt echt super! Ich überlege auch eine Trenntoilette in unserem Wohnwagen zu verbauen. Ich würde mir das Set zum selberbauen holen. Ich finde den Sitz mit dem Trennteil jedoch schon sehr teuer mit 120€! Dazu noch den Lüfter.. eine ganz ehrliche Antwort bitte: Geht es auch ohne Lüfter ? Oder stinkt es dann zu sehr ?

    • Hey Anna,
      wir haben das Trennklo jetzt seit fast einem Jahr und haben noch keinen Lüfter angeschlossen. Irgendwann werden wir es zwar machen, aber ich finde, dass es auch ohne geht. Wichtig ist dann aber, dass du im WC selber (also im Raum) für eine gute Durchlüftung sorgen kannst, z.B. Fenster aufmachen und den Toilettendeckel offen stehen lassen. Je schneller der Kot austrocknen kann, umso besser und dazu braucht er halt Luft.
      Liebe Grüße 🙂
      Nima

  9. Hallo,

    ich plane auch gerade eine Separett, und werde den Einsatz in einer eigenen Toilettenkabine einbauen. Eine Frage hierzu: habt ihr, unabhängig von einem elektrischen Lüfter eine Entlüftung für die Toilette selbst oder den Urinkanister gebaut?
    Vielen Dank für eine Rückmeldung, viel Spaß, und immer einen vollen (Kraftstoff-)Tank 😉
    Chris

    • Hey Chris,
      den elektrischen Lüfter haben wir erst heute ganz aktuell eingebaut 🙂 Ansonsten haben wir ein Fenster im Toilettenbereich, das reicht vollkommen.
      Liebe Grüße
      Nima

  10. Hallo,
    kann den der Lüfter direkt über die seitenwand nach drausen geführt werden oder muss übers dach entlüftet werden?
    grüße, jerg

    • Hey Jerg,
      wir führen die Entlüftung gar nicht nach draußen, sondern entlüften nur in den Raum rein. Im Grunde geht es uns darum, dass ein Luftzug entsteht, durch den es trocknet. Da wir ein Fenster im Bad haben, kann der Geruch auf diesem Weg abziehen.
      Ansonsten kannst du sowohl über die Seitenwand als auch über das Dach entlüften. Alles hat halt Vor- und Nachteile. Wenn der Wind gerade schlecht von der Seite weht, kann eine Entlüftung durch die Seitenwand doof sein (dann zieht es in dem Augenblick rein).

      Liebe Grüße
      Nima

  11. Hallo Nima,
    darf ich fragen, was Ihr für Tüten / Beutel verwendet? Ich hab mit den Biomüllbeuteln aus dem Supermarkt die Erfahrung machen, dass sie „ausdünsten“. Weiß nicht die genaue Bezeichnung dafür, jedenfalls war es immer etwas feucht / kondensiert im Eimer.
    Grüße Dagmar

    • Hey Dagmer,
      die ultimative Lösung haben wir leider auch noch nicht gefunden. Bei den Bio-Beuteln hatten wir das Problem, dass sie durchweichen und dann kaputt gehen. Außerdem haben wir sie im Ausland schwer oder gar nicht bekommen.
      Zurzeit nutzen wir – leider – ganz normale Plastikbeutel.

      Liebe Grüße
      Nima

      • Hi Nima,
        danke dir. Das ist leider auch meine Erfahrung. Aber zusammengenommen ist der normale Plastikbeutel im Müll wahrscheinlich immer noch besser als 15 Liter Trinkwasser in der Haustoilette runterspülen oder Chemie ins Porta Potti zu haun.

        LG und gute Fahrt
        Dagmar 🙂

  12. Hallo Nina,

    2 Fragen: Ihr schreibt, das Klo muss ablüften. Wir haben einen Selbstbau ohne direktes Bad. Unsere Thetford (ohne Chemie – nur mit Wasser) steht einfach im Raum. Da wir mit 2 Kindern reisen, ist sie bei „Freistand“ doch immer etwas zu schnell voll mit ihrem 20 l Tank… Bisher müffelt es halt nur, wenn gerade jemand sein Geschäft macht und das stört uns nicht weiter. Sobald die Klappe zu ist, müffelt es ja auch nicht mehr. Wir haben keine weitere Entlüftung nach draußen außer „Tür auf…“ Wäre das nach Eurer Erfahrung mit einer TTT umsetzbar?

    Und dann noch eine Frage zu dem Trenneinsatz. Wenn ich Vorne das Flüssige habe und als Frau ja auch mal typische „Frauenprobleme“. Wie halte ich das sauber? Müffelt es Vorne in der Trenn-Schale nicht irgendwann (besonders wenn es warm ist?) Kennt man ja von den Männerklos, wenn dann doch mal was danebengeht… Oder „spült“ man da mit irgendwas immer mal durch?

    Vielen Dank für eine Antwort.

    LG

    Mareike

    • Hey Mareike,
      mal schauen, ob ich dir weiterhelfen kann.
      Also zu deiner 1.Frage: Ja, das sollte umsetzbar sein. Im Grunde ist es bei uns ähnlich, nur dass wir halt ein Fenster haben statt einer Tür.
      Zu deiner 2ten Frage:
      Wir spülen der vorderen Teil der Toilette einfach immer mal wieder gründlich durch (mit Essig), damit sich möglichst wenig ablagert. Das reicht aus meinem Empfinden aus.
      Liebe Grüße
      Nima

  13. Liebe Nima,

    nun nehme ich mir mal Zeit, um über meine Trenntoiletten-Erfahrungen zu schreiben. Dein Bericht und die Kommentare waren letztlich ausschlaggebend dafür, dass ich motiviert an die Umsetzung des Vorhabens gegangen bin. Ich habe einen kleinen Kastenwagen als Camper umgebaut, einen Renault Master L2H2, also 5,20 Meter Gesamtlänge, somit habe ich keinen separaten Toilettenraum. Ich habe die Trenntoilette selbst gebaut, also eine Holzkiste ca. H 400 x B 400 x T 450 mm und ich habe den Separett Privy Trenneinsatz mit Holzsitz verwendet. Zunächst habe ich mir die Zeit genommen, etwas zu experimentieren – ich hatte etwa 2 Monate Zeit bis zur nächsten Kretareise und wollte ausprobieren, was am praktikabelsten ist. Für die Verwendung als Humustoilette hat sich bei mir eine Mischung aus Blumenerde und zerstampfter Holzkohle als beste Variante herausgestellt. Da es mir bei meinen sehr beengten Platzverhältnissen nicht möglich ist auch noch Einstreu mitzuführen und nach dem Toilettgang damit zu hantieren, habe ich folgende für mich perfekte und geruchsfreie Lösung entwickelt: Ich benutze das Klo während der Reise nicht als Humustoilette sondern einfach nur als Trenntoilette. Dazu verwende ich Zeitungspapier, als unterste Lage ein bis zwei Doppelseiten einer großformatigen Zeitung. Nach dem Geschäft werfe ich das Klopapier auch hinein (so benötige ich keinen Extra Behälter oder Sack dafür und es hilft beim Trocknungsprozess mit). Darüber schließe ich den Eimer wieder mit einer Doppelseite der Zeitung ab – wie ein Deckel – und wenn nötig kann nach unten etwas nachgedrückt werden, so schafft man Platz und es ist ein toller Sichtschutz. Das Flüssige sammle ich in einem 10-Liter-Tank, der befindet sich außen unterhalb des Fahrzeugs. Entlüftet wird das TC mit einem fast lautlosen PC-Lüfter im Dauerbetrieb nach draußen durch den Fahrzeugboden über eine 70 mm Rohrleitung. Das TC hat eine Standzeit bei Benutzung durch 2 Personen von gut 10 Tagen, wobei der Tank mit dem Flüssigen vielleicht zwischendurch mal eine Entleerung braucht. Ich bin sehr froh über diesen Umbau und dass das Chemieklo nun endlich kein Thema mehr ist.
    Liebe Grüße, Robert

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