Kochen im Wohnmobil - meine vegetarischen Rezepte

Vegane Campingküche – einfach und lecker!

“Was kannst du denn dann noch essen, da bleibt ja nix mehr übrig?”

Diese Vorstellung geistert vielen durch den Kopf, wenn es um vegane Ernährung geht. Doch weder Steve noch ich sitzen vor leeren Tellern. Seit wir uns vegan ernähren, haben wir viel Neues probiert, um Abwechslung auf den Tisch zu bringen.

So mache ich beispielsweise Aufstriche aus Sonnenblumenkernen oder Mayonnaise selber – beides extrem einfach und extrem lecker! Die Rezepte dazu findest du in diesem Beitrag und natürlich noch einige mehr.

In Griechenland gibt es übrigens viele Gerichte, die von sich aus vegan sind wie Gemista – gefüllte Tomaten und Paprika. Wenn wir also zu faul zum Kochen sind, finden wir in den Tavernen garantiert was Leckeres!

Vegane Campingküche - einfach und lecker!

Vegane Campinggerichte

Möhrensuppe mit Kokosmilch

  • 400 Gramm Möhren
  • 2 dicke Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • frischer Ingwer nach Geschmack
  • scharfe Chilischote
  • 200 ml Kokosmilch
  • 3/4 Liter Gemüsebrühe
  • Salz, Pfeffer und Öl zum Anbraten

Die Zwiebeln hacken, Möhren und Kartoffeln schälen und in gleichgroße Stücke schneiden. Die Zwiebel im Öl andünsten, dann den gehackten Knoblauch und Ingwer sowie das Gemüse dazugeben. Alles noch einmal kräftig andünsten, dann mit der Gemüsebrühe und der Kokosmilch ablöschen und ca. 20 Minuten köcheln lassen.

Wenn das Gemüse gar ist, kommt der Pürierstab zum Einsatz. Wenn dir die Suppe zu cremig ist, kannst du noch ein wenig Gemüsebrühe dazugeben.

Dazu schmeckt uns am besten noch ein kleines Schuss Soja-Sauce und frisches Weißbrot.

Vegane Campingküche - einfach und lecker!

Rote Linsen mit Süßkartoffeln

Als uns neulich die frischen Zutaten ausgegangen sind, bin ich auf diese Kreation gekommen. Wie fast alle meine Gerichte ist es leicht zuzubereiten und recht schnell gekocht.

Zutaten für 2 Personen:

  • eine Tasse rote Linsen
  • eine große Süßkartoffel
  • eine Zwiebel
  • ein bis zwei Knoblauchzehen
  • ein bis zwei Chilischoten
  • ca. 1/2 bis 3/4 Liter Gemüsebrühe
  • eine kleine Dose Tomatenmark
  • zwei Esslöffel Erdnussmus
  • Pfeffer, Salz, Curry, Garam Masala
  • etwas Erdnussöl zum Anbraten

Zuerst die Süßkartoffeln in fingerdicke kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel klein schneiden und im Erdnussöl glasig anschwitzen. Dann den Knoblauch Süßkartoffeln dazugeben und kurz anbraten. Das Tomatenmark und die Gewürze runterrühren, ein wenig mitbraten lassen und nun die roten Linsen dazugeben. Mit der Brühe ablöschen und alles ca. 30 Minuten köcheln lassen.
Kurz vor Ende der Garzeit noch das Erdnussmus sowie die Chilis unterrühren und alles noch einmal abschmecken.

Dazu passt Fladenbrot, aber es war natürlich auch mit Nudeln lecker.

Vegane Campingküche - einfach und lecker!
Am nächsten Tag ist es noch besser!

Vegane Brownies

Schokolade ist ein fester Bestandteil meines Lebens! Umso mehr haue ich bei diesen Veganen Brownies rein, auch wenn sie einiges an Kalorien mit sich bringen.

Die Portion reicht übrigens locker für ein paar Tage!

Zutaten: 

  • 120 g Zucker
  • 18 EL Apfelmus
  • 300 g Mehl
  • 300 g Margarine oder pflanzliches Öl (da weiß ich aber die genaue Menge nicht)
  • 400 g Zartbitterschokolade
  • 3 EL Backkakao
  • 1 Prise Salz
  • eine handvoll Walnüsse

Zuerst schmilzt du die Margarine zusammen mit der Schokolade im Wasserbad. In einer zweiten Schüssel verrührst du die anderen Zutaten, also den Zucker mit dem Apfelmus, der Prise Salz und dem Kakaopulver. Nun gibst du die geschmolzene Margarinen-Schokoladenmischung dazu. Anschließend rührst du langsam das Mehl unter, ganz zum Schluss noch die zerkleinerten Nüsse.

Fette die Omnia-Form gut aus und bestreue sie dann mit Mehl. Lass den Teig ca. drei Minuten auf höchster, danach ca. 60 Minuten auf kleinster Flamme backen.

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Pfannkuchen mit Hafermilch

Leckere Pfannkuchen brauchen weder Eier noch Milch. Beides kannst du ganz einfach ersetzen oder weglassen. Für diese Pfannkuchen haben wir die Hafermilch selber gemacht, du kannst aber natürlich auch fertige nehmen.

Zutaten für die Hafermilch: 

  • 5 EL Haferflocken
  • etwas Zucker oder Agavensirup
  • 500 ml Wasser

Zuerst röste ich die Haferflocken mit dem Süßungsmittel in einem Topf an, bis sie lecker riechen. Dann koche ich sie einmal kurz mit dem Wasser auf und lasse sie danach für mehrere Stunden ziehen. Anschließend brauchst du alles nur noch pürieren und ggf. durch ein Tuch pressen, wenn du es sehr flüssig haben möchtest.

Für die Pfannkuchen habe ich die Haferflockenmasse lediglich püriert.

Zutaten Pfannkuchen: 

  • 400 ml Hafermilch (oder eine andere Pflanzenmilch)
  • ca. 250 g Mehl
  • 1 EL Agavensirup (wenn du es süßer magst, dann natürlich etwas mehr)
  • 1/2 TL Stärke
  • eine Prise Salz
  • Ein Schuss Sprudelwasser

Gib das Mehl nach und nach in die Hafermilch und verrühre es immer so lange, bis es eine glatte Masse ergibt. Zum Schluss kommt noch ein guter Schuss Sprudelwasser rein, dadurch wird der Teig fluffiger.

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Brotaufstrich aus Sonnenblumenkernen

“Was kommt denn bei euch so aufs Brot, wenn ihr weder Käse noch Wurst esst?”
Unser Favorit ist dieser Aufstrich aus Sonnenblumenkernen, der sich auf viele Arten abwandeln lässt.

Zutaten: 

  • 200 g Sonnenblumenkerne
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Apfelessig
  • Pfeffer und Salz
  • frische Petersilie
  • 2 EL grüne Oliven
  • 2 EL Sonnenblumenöl

Du kannst die Sonnenblumenkerne entweder über Nacht in Wasser einweichen oder sie – wenn es schnell gehen soll – ca. 12 Minuten kochen. Dazu gibst du sie in einen Topf und füllst so viel Wasser rein, dass sie gut bedeckt sind. Anschließend gießt du das Wasser ab und pürierst die Kerne, bis sich eine cremige Masse ergibt. Dazu kannst du das Sonnenblumenöl dazugeben.

Nun kommen die restlichen Zutaten dazu. Mixe das Ganze noch einmal so lange, bis die Konsistenz stimmt und fülle den Aufstrich dann in ein Glas oder eine Tupperdose um. Der Aufstrich schmeckt am besten, wenn du ihn einen Nacht ziehen lässt.

Tipp:
Anstatt Oliven kannst du auch eingelegte Paprika verwenden und den Aufstrich dann mit etwas Oregano abschmecken. Ebenfalls sehr lecker ist es, wenn du eine halbe rohe Zucchini mit pürierst und als Kräuter frischen Dill und Petersilie dazu gibst.

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Vegane Mayonnaise

Diese habe ich zum ersten Mal bei unserem griechischen Freund probiert und war sofort begeistert!

  • 1/3 Tasse Sojamilch
  • 2/3 Tassen Sonnenblumenöl
  • 1-2 TL Zitronensaft
  • 1 TL Senf
  • etwas Salz

Optional: eine kleine Prise Kala Namak (Schwefelsalz)*. Dadurch bekommt die Mayonnaise eine leicht Ei-Note, aber sie schmeckt auch ohne super.

Zubereitung: 

Zuerst verrührst du die Sojamilch mit der Zitrone, dem Senf und dem Salz. Dann gibst du ganz langsam unter ständigem Rühren das Öl dazu, bis das Ganze so fest ist, wie du es haben möchtest.
Halte dazu den Mixer am besten an einer Stelle im Behälter – nicht ständig hoch und runter bewegen.

Pfannenpizza

Die Zutaten sind die gleichen wie für Zubereitung im Omnia-Backofen.* 

Während aus dem Omnia aber eher eine Calzone rauskommt, wird diese Pizza super knusprig. Wir nutzen zum Backen in der Pfanne eine Schmorpfanne*, die wir mit einem Deckel zumachen.

Zutaten für 2 Personen

  • 300 g Mehl
  • 1/2 Päckchen Trockenhefe
  • eine Prise Zucker und Salz
  • ca. 150 ml lauwarmes Wasser

Aus den Zutaten knetest du einen Teig und lässt ihn dann mindestens 30 Minuten gehen.

In Griechenland gibt es in fast jedem Supermarkt veganen Käse zu kaufen, am Stück oder in Scheiben. In manchen Geschäften gibt es sogar geraspelten Käse für Pizza, das ist natürlich praktisch.

Mehr Tipps zum veganen Reisen in Griechenland und anderen Ländern findest du bei Vegan auf Reisen.
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Eine leckere Käse-Alternative ist Hefeschmelz: 

  • 200 – 250 ml Wasser
  • 4 EL Margarine
  • 3 EL Mehl
  • 1-2 TL Senf
  • Salz
  • 5 EL Hefeflocken*

Du schmilzt die Margarine in einem Topf, rührst das Mehl hinein und löschst dann mit dem Wasser unter ständigem Rühren ab. Anschließend gibst du das Salz, den Senf und die Hefeflocken dazu und lässt es noch einmal unter Rühren kurz aufkochen.

Für die Pfannenpizza rollst du den Teig dünn aus, gibst ihn in die nicht geölte Pfanne und lässt ihn dann bei geschlossenem Deckel ca. 2 Minuten garen. Dann wendest und belegst du ihn, deckst die Pfanne mit dem Deckel zu und lässt alles ungefähr weitere drei Minuten garen.

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Blumenkohl-Bolognese

Ob man diese Soße nun Bolognese nennt oder ihr einen anderen Namen gibt, ist mir ziemlich egal. Wichtig ist, dass sie schmeckt!

Zutaten: 

  • ein kleiner Blumenkohl
  • eine Zwiebel
  • eine Knoblauchzehe
  • eine Packung passierte Tomaten
  • Pfeffer, Salz, eine Prise Zucker
  • Oregano
  • etwas Öl zum Anbraten

Rasple den Blumenkohl auf einer Reibe in wirklich kleine, feine Stückchen. Brate in einer Pfanne oder einem Topf die kleingehackten Zwiebeln an, bis sie glasig werden. Dann gibst du den Knoblauch dazu, gepresst oder gehackt.

Nun fügst du den Blumenkohl hinzu und schmorst ihn ca. 2-3 Minuten gut an, bevor du mit den passierten Tomaten ablöschst. Jetzt würzt du nur noch nach deinem Geschmack ab, lässt es kurz köcheln – fertig.

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Zitronenkuchen

Zitronenkuchen ist etwas, das ich nie besonders möchte. Wenn es den irgendwo gab, habe ich lieber verzichtet. Doch in Griechenland sind die Zitronen so unglaublich aromatisch, dass ich diesem Kuchen eine neue Chance gegeben habe – mit Erfolg!

Zutaten:

  • 200 g Zucker
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 300 g Mehl
  • 1 Pkg. Backpulver
  • 250 ml Pflanzenmilch (ich habe Sojamilch genommen)
  • 125 ml Öl, zum Beispiel Sonnenblumen- oder Rapsöl
  • Saft von 2 Zitronen und die fein geriebene Schale

Für den Zuckerguss: 

  • 150 g Puderzucker (fein gesiebt)
  • 2-3 EL Zitronensaft
  • evtl. noch ein EL Wasser

Mische erst alle trocknen Zutaten und füge dann die flüssigen hinzu. Mit dem Schneebesen verrührst du alles zu einem cremigen Teig und gibst diesen in die gefettete und gemehlte Backform (Omnia). Lass den Kuchen zuerst zwei bis drei Minuten auf höchster Flamme backen, dann ca. 35-40 Minuten auf kleiner.

Den Kuchen ein wenig abkühlen lassen und nun den Zuckerguss darauf verteilen (einfach die Zutaten zu einer dickflüssigen Masse vermischen).

Vegane Campingküche - einfach und lecker!

Vegane Campingküche: einfach gut!

Du siehst, dass ich bei den meisten Rezepten keine extravaganten Zutaten oder Ersatzprodukte nutze. Zu meiner Standardausrüstung gehören jedoch Pflanzenmilch und Hefeflocken.

Vegane Gerichte zu kochen, ist wirklich nicht schwer. Und weil ich immer wieder neue Sachen ausprobiere, wird diese Seite nach und nach um weitere Rezepte wachsen. Schau am besten immer mal wieder vorbei!

Wenn du dich auch für meine vegetarischen Rezepte interessierst, geht’s hier entlang.

Welches leckere vegane Gericht magst du mit mir teilen? 

*werbliche Links

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4 comments

  1. Hallo,
    schön, nochmal von Euch zu hören, und morgen, 30.1.2020, 21 Uhr, oder in den nächsten Folgen von “Mein Zuhause hat vier Räder”, kann man Euch ja angeblich sogar im SWR TV sehen. Bin gespannt !
    Grüße
    Heinz

    • Hallo Heinz,
      ja, die Folgen sind alle schon in der ARD Mediathek verfügbar und wir haben sie schon gesehen 🙂
      Liebe Grüße aus Leonidio
      Nima

  2. Gerade fertig gegessen und das müsste vegan sein:

    – Currypaste/Currypulver
    – 1 Kürbis (bei mir Hokkaido, den muss man nicht schälen)
    – 1 Zwiebel
    – Paprikas nach Geschmack (geht auch ohne, die waren halt da 🙂 )
    – Saft und Schale von 2 Orangen
    – Schale von einer halben Zitrone
    – Limettensaft (man kann bestimmt auch den Saft der Zitrone nehmen, aber der war schon im Tee)
    – 1 Packung Kokosmilch
    – 2 Bananen
    – Gemüsebrühe (Pulver)
    – Öl
    – Granatapfel

    Gemüse kleinschneiden bzw. würfeln. Curry erst trocken anrösten, dann Öl dazugeben, das Gemüse anbraten. Mit Orangen-/Zitronensaft ablöschen. Deckel drauf und ca. 10 -15 Minuten köcheln lassen, das halt der Kürbis weich ist. Derweil anfangen, den Reis zu kochen (ca. 10 min bei Jasminreis). Hat man Naturreis, mit diesem anfangen 🙂

    Kokosmilch, in Scheiben geschnittene Bananen und geriebene Citrusschalen zum Curry geben und mit Gemüsebrühe abschmecken. Mit dem Reis servieren. Couscous geht bestimmt auch dazu, oder Bulgur, oder …

    Guten Appetit 🙂

    • Hmmm, das klingt aber verdammt lecker! Auf die Idee mit Banane und Granatapfel bin ich noch nie gekommen, das hört sich nach einer tollen Kombination an – besten Dank 🙂

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