So schützen wir unsere Hunde vor Giftködern

Erinnerst du dich an meinen Beitrag über Feli? Das ist die Hündin, die vor 2 Jahren in Griechenland einen Giftköder gefressen hat und drei Tage um ihr Leben gekämpft hat. Ihre ganze Geschichte, inklusive des Happy Ends, kannst du hier nachlesen.

Dieses Erlebnis steckt mir bis heute in den Knochen und ich möchte sowas auf keinen Fall noch einmal erleben. Was ich auch nicht will, ist, deswegen pauschal ein ganzes Land zu verurteilen – in dieserem Fall Griechenland. Giftköder werden auch in anderen Ländern ausgelegt.

Dennoch ist das Risiko in Griechenland sehr hoch, das lässt sich nicht von der Hand weisen. Deshalb war es für mich absolut klar, dass wir uns dieses Mal besser vorbereiten, um unsere drei Mädels zu schützen.

Schutz vor Giftködern

Giftköder werden in Griechenland nicht nur gezielt gegen Streuner ausgelegt, sondern auch gegen Wildtiere, zum Beispiel gegen Füchse oder Marder. Somit besteht auch in der Pampa eine reelle Gefahr, dass etwas Vergiftetes herumliegt.

Luna, Jule und Merle machen vor keinem gefundenen Fressen halt und sei es aus meiner Sicht noch so eklig. Um sie davon abzuhalten, muss ich sie theoretisch ständig an der Leine führen und zwar möglichst eng bei mir. Das macht aber weder ihnen noch mir Spaß.

Außerdem bin ich mit meiner Aufmerksamkeit auch mal eine Sekunde woanders und genau in dieser könnten sie theoretisch schon was fressen.

Ein Maulkorb zum Schutz vor Giftködern

Um die Mädels zu schützen, habe ich mich dazu entschieden, ihnen einen Maulkorb zu besorgen.

Für Luna habe ich das einfache Modell von Trixie* genommen. Sie ist inzwischen fast blind ist und daher eh immer in meiner Nähe, somit kann ich gut auf sie achten. Für Oma Luna reicht dieser Schutz daher absolut aus.

Anders sieht es bei Merle und Jule aus.
Die beiden Mädels wollen – und sollen – möglichst frei rumtoben können. Sie laufen beim Wandern oder auf dem Weg zum Klettergebiet meistens ohne Leine.

Merle und Jule im Spielmodus

Für sie habe ich einen Schutz ausgesucht, der sie möglichst wenig einschränkt und mit dem sie natürlich gut hecheln können.
Eine Option sind diese Baskerville-Maulkörbe*, aber ich habe noch etwas anderes gefunden.

Iris Tröster von Fashin-Dogs bietet einen speziellen Giftköderschutz an, der aus einem stabilen Netz gefertigt ist. Dieser Maulkorb ist einerseits sehr leicht, bietet gleichzeitig aber einen hervorragenden Schutz.

Zuerst habe ich befürchtet, dass Jule und Merle ein Drama veranstalten werden, wenn ich sie an das Ding gewöhne. Deshalb war ich sehr erstaunt, dass sie es recht schnell akzeptiert haben.

Nach nur zwei Tagen konnten wir Merle damit bereits frei laufen lassen. Inzwischen klappt das auch bei Jule klasse. Beide tragen ihn ohne Probleme, spielen und schnüffeln damit.

Tipps rund um Giftköder

  • Auf der Karte des Giftköder-Radars kannst du nach aktuellen Warnungen bzw. Fundorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz suchen.
  • Eine weitere gute Möglichkeit, deinen Hund zu schützen, ist ein spezielles Anti-Giftködertraining.*
    Dies funktioniert allerdings nicht von Jetzt auf Gleich und setzt regelmäßiges Üben voraus.
  • Bei einer Reise mit deinem Hund nach Griechenland solltest du zur Sicherheit Gegenmittel besorgen.
    Diese bekommst du vor Ort in den Apotheken. Welche es genau sind und wie du diese anwendest, steht in diesem Beitrag der Tierhilfe Finikounda.

Fazit – Sicherheit geht vor

Beim Thema Giftköder gehe ich kein Risiko à la „wird schon hoffentlich gutgehen“ ein. Ich habe mir zwar die Gegenmittel besorgt und trage diese immer bei mir, aber so weit will ich es gar nicht kommen lassen.

Auch wenn der Giftköderschutz zuerst etwas seltsam aussehen mag, leistet er sehr gute Dienste. Jule und Merle laufen inzwischen vollkommen entspannt damit herum – und ich bin dadurch auch entspannt!

*werblicher Link

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2 comments

  1. Servus Nima
    Ja, das ist echt bitter dass die lieben Griechen immer noch so viele Giftköder ausstreuen Uns hatte es mal vor 20 Jahren in Leonidio erwischt, zum Glück hatte die Apotheke Atropinampullen und Spritzen.Das mit dem sehr leichtem Maulkorb , ist echt ein genialer Schutz .
    Es ist so traurig , lviele Tiere sterben so qualvoll an den Giftködern.
    Noch ein schönes überwintern im schönem Griechenland.
    Lg. aus Gomera
    Noe

    • Hey Noe,
      ja, es ist in der Tat traurig, dass sich in dieser Hinsicht noch nicht viel getan hat. Durch meinen engen Kontakt zu einheimischen Tierschützern bekomme ich aber mit, wie sehr sie sich für ein Umdenken engagieren. Es braucht einfach noch viel Zeit und bis dahin einen umso besseren Schutz.

      Liebe Grüße aus Leonidio
      Nima

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