Griechenland mit dem Wohnmobil: der Pilion

„Da müsst ihr unbedingt hin!“

Diese Aussage haben wir zum Pilion unzählige Male gehört, von Einheimischen und anderen Reisenden. Sie alle schwärmten von der Vielseitigkeit, der Mischung zwischen Bergen und Meer, der tollen Natur.

Und so sind Steve und ich neugierig geworden und haben uns die Gegend Ende März nach vier Monaten Leonidio nun selber angesehen.

Unsere Eindrücke vom Pilion

Auch in Griechenland steht und fällt vieles mit dem Wetter. Genau das will bei unserem Abstecher in die Region nur bedingt mitspielen. An manchen Tagen saufen wir vor lauter Regen schier ab. Doch kaum lässt sich die Sonne sehen, sind wir unterwegs.

Unser erster Halt ist ein kleiner Strand beim Örtchen Lefokastro an der Westküste des Pilion. Jetzt, außerhalb der Saison, ist hier tote Hose. Ganz selten fährt mal ein Auto vorbei, sonst können wir in Ruhe dem Rauschen des Meeres zuhören.

Von Lefokastro aus unternehem wir eine Wanderung. Zuerst geht es hoch nach Argalasti. Dort legen wir eine gemütliche Pause in einer der Tavernen ein und machen uns dann auf den zweiten Teil des Rundweges.

Dieser führt die letzten Kilometer an der Küste entlang. In der Nachmittagssonne sah die Landschaft umwerfend aus!

Länge der Route: 12 km
Schwierigkeitsgrad: einfach
Die genaue Wegbeschreibung findest du hier bei Wikiloc. 
Hinweis: Wenn du aus Richtung Volos zum Strand nach Lefokastro fahren möchtest, dann fahre bis zu dieser Abzweigung 39°15’10.4″N 23°12’42.8″E, nicht über Afissos.
Dort gibt es eine sehr steile Stelle mit einer engen Kurve, die für größere Wohnmobile nicht machbar ist. Wir mussten selber umdrehen und den anderen Weg wählen.

Rund um den Pilion

Nach ein paar ruhigen Tagen am Strand möchten wir mehr vom Pilion sehen. Es geht einmal ganz runter in den Süden und weiter an die Ostküste.

Als nächstes Ziel steht Volos auf dem Plan. Nicht, weil ich die Stadt ansehen möchte, sondern weil es dort einen Wochenmarkt gibt. Hier decken wir uns mit reichlich Leckereien für die nächste Woche ein.

Leckereien ist ein gutes Stichwort, denn in Volos lernen wir eine Facebook-Bekanntschaft kennen. Nicki ist Deutsch-Griechin und lebt dort mit ihrem Mann und ihren Kindern. Wir wollten uns schon vor zwei Jahren treffen, damals hat es aber nicht geklappt.

Umso mehr freuen wir uns, dass wir nun live zusammensitzen und quatschen können. Zur Feier des Tages verwöhnt uns Nicki unter anderem mit einer roh-veganen Zitronentorte. Das Rezept findest du hier.

Vollgefuttert fahren Steve und ich von Volos abends weiter in Richtung Zagora. Dort erwartet uns in den nächsten drei Tagen vor allem eines: Regen! Doch der Ort hat auch bei schlechtem bzw. nassem Wetter seinen Charme.

Dennoch freuen wir uns, als am dritten Tag endlich eine Regenpause einsetzt und nutzen die Gelegenheit für eine weitere Wanderung. Von Zagora aus geht es runter nach Horefto und anschließend wieder hoch.

Die Route hat sehr schöne Abschnitte und macht durchaus Spaß. Allerdings komme ich auf dem Rückweg bergauf echt ins Schnaufen. Weitere Wandertipps in Griechenland bekommst du hier. 

Länge der Route: ca. 7-8 km
Schwierigkeitsgrad: einfach
Hier geht’s zur genauen Beschreibung bei Wikiloc.

Mit einem erneuten Abstecher nach Volos verlassen wir den Pilion nach zwei Wochen wieder und fahren weiter in Richtung Epirus.

Infos und Buchtippszum Pilion

Mein Fazit

Der Pilion hat auf jeden Fall seinen Reiz! Vor allem die Ostküste hat mir gut gefallen, wenn ich sie leider auch nur bei Regen gesehen habe. Außer den beiden Wanderungen, die wir unternommen haben, gibt es hier noch einiges mehr zu entdecken. Dennoch hat mich die Region nicht so umgehauen, wie ich es erwartet hätte. Sie ist wirklich superschön, aber der entscheidende Funke wollte bei mir nicht überspringen.

Das soll dich natürlich nicht davon abhalten, sie selber zu erkunden. Wenn du es gerne ruhig und beschaulich magst, sind das Frühjahr und der Herbst die ideale Jahreszeit. Im Sommer wird es hier bestimmt trubelig, denn der Pilion ist nicht nur bei ausländischen Besuchern ein beliebtes Ziel.

 

*werbliche Links

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2 comments

  1. Liebe Nima,
    ich bin gerade sehr berührt, denn ich kenne nicht viele Orte auf der Welt, aber als ich das Titelbild dieses Beitrags sah, erkannte ich den Strand und dachte gleich: Hm? Wie sind die bitte mit dem Wohnmobil die steile glatte Ecke in Afissos hoch gekommen? 🙂
    Wenige Schritte von besagter fiesen Ecke hatten meine Eltern ihr Ferienhaus. Das ist lange her.
    Ich kenne nicht viele Orte auf der Welt, aber ich kenne diesen Strand. Und ich kenne diese kleine steile Ecke.
    Und ich freue mich gerade, hier im Internet völlig aus dem Zusammenhang jemanden gesehen zu haben, der sie nun auch kennt.
    Alles Liebe und Gute Euch beiden.
    Καλό ταξίδι
    Antje

    • Hallo liebe Antje,
      das ist aber wirklich ein schöner Zufallstreffer 🙂 Diese steile Stelle hat es echt in sich und wird uns bestimmt in Erinnerung bleiben. Wir sind auf jeden Fall froh, dass wir einen Weg gefunden habe, sie zu umfahren 🙂
      Ganz liebe Grüße, inzwischen aus dem Epirus
      Nima

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