Achtung: Planänderung!

Steve und ich planen selten etwas weit im Voraus. Wir sind lieber spontan und wissen oft nicht, was wir am übernächsten Tag vorhaben.

Ursprünglich wollten wir Mitte Februar nach Marokko fahren – so war der Plan.
Diesen haben wir heute über den Haufen geworfen.

Ein Grund von vielen weiteren ist, dass ich von Februar bis Mai an einem Intensiv-Workshop teilnehme. Es macht keinen Sinn nach Marokko zu fahren, wenn ich genau in dieser Zeit viele Stunden vor dem PC sitzen werde.

Das Reisen macht zwar einen Teil unseres Alltags aus, das Arbeiten gehört aber ebenfalls dazu.

Eine schwere Entscheidung

Uns ist die Entscheidung nicht leichtgefallen und wir haben lange überlegt, was wir machen sollen. Zwischendurch habe ich mich dabei ertappt, so etwas wie ein schlechtes Gewissen zu haben. Schließlich habe ich ja auf dem Blog davon berichtet, dass wir nach Marokko fahren wollen. Wie sieht das denn aus, wenn wir es jetzt nicht machen?

Ganz ehrlich?
So ist das Leben. Ich darf jederzeit meine Meinung ändern.

„Aber Marokko muss man einfach gesehen haben“
Das kann gut sein und ich glaube sofort, dass es ein spannendes Land ist.

Ich lebe jedoch nicht im Wohnmobil, um Orte abzuhaken und sagen zu können, dass ich da war. Ich habe zum Beispiel 1,5 Jahre in der Nähe von Barcelona gewohnt und habe es bis heute nicht gesehen. Mein Leben geht trotzdem weiter.

Dieses Jahr fällt Marokko also weg, aber vielleicht passt es ein anderes Mal besser. Wir bleiben also für die nächsten Monate erst einmal in Spanien.

Viva España

Nordspanien hat uns im Herbst aus den Schuhen gehauen, so schön war es da! Auch Andalusien und Katalonien finde ich unglaublich abwechslungsreich.

Es gibt so viele Orte, die ich fest in mein Herz geschlossen habe und unbedingt wiedersehen möchte. Albarracín hat mich mit seinem mystischen Flair verzaubert.
Nicht nur der mittelalterliche Ort mit seiner Burgmauer ist wunderschön, sondern vor allem der Naturpark. Ich liebe es, dort alleine oder mit den Hunden durch den Wald zu streifen.

Manche Regionen, zum Beispiel die Extremadura, kennen wir jedoch noch überhaupt nicht. Deshalb wollen wir dieses Mal endlich einen Abstecher dorthin machen.

Einer meiner Lieblingsorte in Spanien: Albarracín

Der nächste Winter kommt bestimmt

Der Winter ist noch in vollem Gange und doch überlegen wir schon, wo es uns als nächstes hinziehen wird. Wird es ein bekanntes oder ein neues Land sein?

Bisher haben wir in Spanien, Griechenland und Portugal überwintert.

Besonders Spanien und Portugal sind mit ihrer camperfreundlichen Infrastruktur bei vielen ein beliebtes Ziel. Das Wetter meint es auch meistens gut und die Lebenshaltungskosten sind günstig.

Ein kostenfreier Stellplatz in Asturien

Portugal hat mich – trotz vieler Annehmlichkeiten – persönlich nicht so vom Hocker gehauen. Deshalb scheidet es als erneutes Ziel aus. Ein Pluspunkt von Portugal waren jedoch die vielen persönlichen Kontakte.

  • Mit Mandy von Movin’n’Groovin haben wir lange Hunderunden gedreht und Silvester gefeiert.
  • Mit Sebastian und Steffi von Arbeiten unterwegs habe ich an einem neuen Projekt gearbeitet, bei dem es um die lieben Vierbeiner geht.
    Natürlich halte ich euch darüber auf dem Laufenden!
  • Mit Nele und Jalil von CamperStyle haben wir uns durch die Dünen gerollt.
Eine tierische Zusammenarbeit

Zu Spanien habe ich aufgrund meiner persönlichen Geschichte eine besondere Beziehung. Ich fühle mich hier sauwohl! Und obwohl meine Spanischkenntnisse noch deutlich Luft nach oben haben, quatsche ich gerne mit den Leuten.

In Griechenland habe ich eine Weile gebraucht, um mich zu akklimatisieren. Am Ende konnte ich mich nur schwer losreißen und hatte Tränen in den Augen, als die Fähre abgelegt hat.

Durch die Krise liegen die Lebensmittel- und Spritpreise in Griechenland weitaus höher als in Deutschland, Spanien oder Portugal. Auch kann das Wetter im Winter unbeständiger sein. Insgesamt erfordert das Überwintern in Griechenland mehr Flexibilität.

Griechenland – wir kommen!

Ja, wir werden wieder nach Griechenland fahren.
Die Fähre ist gebucht, das Ticket bezahlt, die Vorfreude riesig.

Warum haben wir uns schon jetzt entschieden?
Weil wir auch dieses Mal auf der Fähre Camping an Bord machen möchten. Der Andrang auf das begrenzte Kontingent ist groß und wir wollten uns rechtzeitig einen Platz sichern.

Camping an Bord ist eine tolle Sache!

2016 sind wir am 3. September mit der Fähre nach Hellas aufgebrochen. Dieses Jahr wird es der 4. September sein.

Wir kommen im Norden an und werden uns Zeit für die bisher unbekannten Regionen nehmen. Dann soll es wieder runter auf den Peloponnes gehen, wo wir uns auf das Wiedersehen mit liebgewonnenen Menschen freuen.

In sieben Monaten fahren wir also mit der Fähre von Ancona nach Igoumenitsa. Bis dahin warten noch viele weitere Orte, neue Menschen und neue Erfahrung auf uns.

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7 comments

  1. Ach, wie toll 🙂

    Ich find, man kann gar nicht lange genug in Spanien rumdüsen. Gute Entscheidung!

    Und Griechenland, ihr fahrt wieder nach Griechenland???? Orrrr 🙂

    Seit wir vor 2 Jahren auf der kleinen Insel Karpathos waren, habe ich große Griechenland-Sehnsucht. Und wenn ich erst mein Womo habe, gehört das mit zu den ersten Zielen. Zusammen mit Südtirol (große Liebe, solange kein Schnee liegt) und Spanien…

    In meinem Augen madcht Ihr alles richtig und ich wünsch Euch ne wunderbare Zeit.

    Stefka

    • Hach, über deinen lieben Kommentar habe ich mich jetzt gerade richtig gefreut – Danke 🙂
      Ich bin schon gespannt, wie es mit deinen WoMo-Plänen weitergeht!

      Eine Umarmung direkt aus Andalusien für dich 🙂
      Nima

  2. Pläne über den Haufen geschmissen – alles richtig gemacht! Ich finde es super, dass Ihr Eure Reisen auch Euren persönlichen Situationen anpasst. Genau dafür lebt Ihr doch das Leben in dieser Form.

    Ich bin gespannt, wo es Euch in nächster Zeit so hintreibt. Umso mehr, wenn Du über Spanien schreibst, denn da werden wir auch in ungefähr 2 Wochen sein.

    Viel Freude bei Deiner Weiterbildung
    Kerstin

  3. Hallo Nima,
    ja so ist das im Leben. Man kann nicht wirklich viel planen. Am Ende kommt es eben doch, wie es kommt und man muss das Beste draus machen. Das sind die Geschichten, die das Leben schreibt.
    Und obwohl Marokko wirklich ein tolles Land ist, ist es mit Sicherheit auch noch in zwei oder drei Jahren da. Und ich gebe dir Recht, wenn du den Kopf voll hast (Workshop), dann kommt das Erlebnis in einem neuen und fremden Land vielleicht zu kurz. Insbesondere, wenn es auch noch so ganz anders ist, als wir es in Europa gewohnt sind.

    Ich wünsche dir das Beste, einen tollen Workshop und viele schöne Spanien-Momente.

    Hasta luego!
    Christa

  4. Hallo Nima,
    wie immer sehr interessant zu lesen. Dankeschön :-))
    Als Fernreise Späteinsteigerin habe ich gerade eine „Trockenübung“
    Camping an Bord – Fähre buchen gestartet.
    Irgendwie erscheint immer eine Kabine oder Sitzplatz in der Rechnung.
    Ich möchte aber bei meinen Hunden im Wohnmobil bleiben.
    Ein kurzer Denkanstoß würde mir helfen.

    Herzliche Grüße von Astrid mit Kira und Jule

    • Hey Astrid,
      hast du Superfast oder Anek-Llinea ausgewählt? Nur diese beiden Gesellschaften bieten echtes Camping an Bord. Bei Minoan Lines musst du trotzdem in eine Kabine.
      Ich kann dir sonst wirklich sehr das Reisebüro aus dem Beitrag „Horst auf hoher See“ empfehlen. Es heißt Acropolis Travel und ist über diese E-Mail zu erreichen: acrospyr@otenet.gr
      Sie antworten ganz fix (Englisch) und haben für uns wirklich jedes Mal die absolut günstigsten Preise gefunden. So musste ich nicht suchen und habe genau das bekommen, was ich wollte 🙂
      Liebe Grüße
      Nima

      • Danke Nima,
        das wird helfen, obwohl ich schon Superfast bzw. Anek-Llinea im Fokus hatte.
        Im Gegensatz zu Euch konnte ich mich noch nicht fest für Griechnland 18/19
        entscheiden, das sollte wegen Camping an Bord nun fix gehen oder um eine Saison
        verschoben werde.
        Nochmals Dankeschön und alles Liebe für Euch

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