Rundreise durch den Epirus - meine Highlights

Rundreise durch den Epirus – meine Highlights

Letztes Jahr haben Steve und ich es tatsächlich geschafft, sieben Monaten an einem Ort zu bleiben. Wir haben Freundschaften zu den Dorfbewohnern geknüpft, waren klettern, wandern und biken.

Auch in diesem Jahr verbringen wir wieder viel Zeit in unserem Lieblingsdorf. Doch obwohl es uns dort so gut gefällt, wollen wir mehr von der Gegend sehen. Und so brechen wir Ende Juni zu einer kleinen Rundreise durch den Epirus auf, die uns zehn Tage lang in ganz verschiedene Ecken und Winkel führt.

Rundreise durch den Epirus - meine Highlights

Rundreise Epirus: Von Kleidonia nach Kipoi

Um den Fluss Voidomatis kommen wir bei keiner Tour im Epirus herum. Er ist so kalt, wie er klar ist.

Das hält mich aber nicht davon ab, wenigstens einmal kurz hineinzuspringen, auch wenn ich es im gleichen Moment fast bereue. Das Wort “kalt” bekommt hier ganz neue Dimensionen.

Rundreise durch den Epirus - meine Highlights

Vom Voidomatis führt unser Weg weiter ins kleine Dorf Kipoi, das zu den bekannten Zagori-Dörfern zählt.

Kipois Charme zeichnet sich durch traditionelle Steinhäuser, verwinkelte Gassen und uralte Bäume aus. Bei unserem Besuch scheint das Dorf wie leer gefegt und wir können in aller Ruhe über die gepflasterten Wege schlendern.

Direkt vor den Toren Kipois – an der alten Steinbrücke – befindet sich ein kleines Klettergebiet. Obwohl es nicht allzu viele Routen sind, haben die es in sich. Wer also gerne etwas schwerer klettert – so wie Steve – wird dort bestimmt auf seine Kosten kommen.

Koordinaten Klettersektor: 39°51’55.3″N 20°47’21.7″E

Rundreise durch den Epirus - meine Highlights
An dieser Wand kannst du klettern.

Von Kipoi zum Lake Aoos bei Metsovo

Nachdem sich Steve ein bisschen am Fels austoben konnte, fahren wir durch eine wundervolle Landschaft weiter zum Lake Aoos bei Metsovo. Kurz vorher legen wir einen Stopp an einem kleinen Seerosenteich ein, der idyllisch mitten im Wald liegt.

Die Koordinaten des Seerosenteichs sind: 39°49’43.3″N 21°00’42.1″E

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Für den folgenden Tag ist eine Wanderung zum Berg Flegga geplant.
Wir entscheiden uns für eine Tour bei Wikiloc, die halbwegs moderat und nicht allzu lang aussieht.

Das Ergebnis ist, dass wir querfeldein den Berg hochlatschen und ich dabei ganz schön ins Schnaufen kommen. Doch die Mühe lohnt sich, die Ausblicke sind fantastisch!

Für den Rückweg wählen wir dann jedoch die etwas längere Variante über den Hauptweg, die mindestens ebenso schön ist.

Ausgangspunkt der Wanderung war hier: 39°50’00.5″N 21°07’56.8″E
Von dort folgst du dem Hauptweg und dann den Wegmarkierungen, sobald diese auftauchen.

Um mit deinem Wohnmobil am See zu übernachten, kannst du dich auf diesen öffentlichen Stellplatz stellen: 39°50’06.5″N 21°03’56.7″E

Dort gibt es keine Ent- oder Versorgung, dafür aber einen tollen Blick auf den See und ganz viel Ruhe.

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Vovousa und Valia Calda

Unser vorerst letztes Ziel ist das Dörfchen Vovousa. Auch hier lohnt es sich, einen Spaziergang durch die Gassen zu machen und die Atmosphäre der alten Häuser und Gärten auf dich wirken zu lassen – echtes, griechisches Dorfleben!

Vovousa ist Ausgangspunkt unserer nächsten Wanderung, die uns ins Valia Calda – das warme Tal – führt. So viel Positives habe ich davon gehört, dass ich mehr als gespannt darauf bin. Noch immer gilt das Valia Calda als Geheimtipp für Liebhaber unverfälschter Natur und ich kann dies nur bestätigen.

Was wir in den folgenden fünf Stunden zu sehen bekommen, ist einfach nur schön. So schön, dass ich die Fotos für sich sprechen lassen möchte.

Auf der gesamten Strecke begegnen wir keiner einzigen Person, es ist ein Traum!

Insgesamt fünfmal überqueren wir den Fluss, wobei Steve dabei eine deutlich elegantere Figur macht als ich. Spaß haben wir beide und nur das ist es, was zählt.

Rundreise durch den Epirus - meine Highlights
Steve läuft aufrecht, ich musste krabbeln

Unser Ausgangspunkt für die Wanderung war hier: 39°54’37.0″N 21°03’24.6″E

Tipp: Wenn du eine günstige Unterkunft suchst, findest du weniger Meter entfernt eine Bergunterkunft mit Mehrbettzimmern, das Valia Calda Shelter.

Fazit

Der Epirus ist ein Fass ohne Boden, wenn es um faszinierende, ursprüngliche Landschaften geht. Hohe Berge mit über 2600 Metern, endlose Wälder, reißende Flüsse und idyllische, traditionelle Dörfer prägen das Bild.

Das hier ein anderes Griechenland, als es die meisten kennen. Es ist rauer, wilder, einsamer und ursprünglicher.

Rundreise durch den Epirus - meine Highlights

Bei unserer Rundreise durch den Epirus konnten wir uns erneut von der Vielseitigkeit dieser Region überzeugen, an die sowohl Steve als auch ich unser Herz verloren haben.

Noch mehr Informationen rund um den Epirus findest du in diesen Artikeln: 

Buch- und Kartentipps

 

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