Aufhören, pausieren oder weitermachen?

Ich habe das Gefühl, die bisherige Reise wie durch einen Filter wahrzunehmen. Immer auf der Suche nach Infos, die die Leser interessieren könnten.
Dabei geht mir gerade der Bezug zu Spanien total verloren. Es fühlt sich irgendwie nicht authentisch an

Diese und andere Gedanken habe ich gestern Abend mit Steve besprochen.

Auslöser für das Gespräch war, dass ich frustriert war.

  • Frustriert, weil ich mir gestern beim Bouldern den Fuß verstaucht habe.
  • Frustriert, weil ich beim Klettern und Bouldern aktuell sehr mit meiner Angst kämpfe.

Warum gibt es den Blog?

Ich habe Abenteuer Spanien ins Leben gerufen, weil ich mich in das Land und seine vielen Outdoormöglichkeiten verliebt habe.
Und weil ich diese Begeisterung teilen wollte. Andere dafür interessieren, sich das Land auch mal abseits der Küste anzusehen.

Kletterern wollte ich es ermöglichen, unbekannte Gebiete kennenzulernen und sie hierzu mit hilfreichen Informationen versorgen.

Ein unbekannteres, kleines Klettergebiet.
Ein unbekannteres, kleines Klettergebiet.

Wie sieht es aktuell aus?

Zurzeit kämpfe ich – mal wieder – extrem mit meiner eigenen Angst beim Klettern und Bouldern.

Aber darf ich das überhaupt, wenn ich über diese Themen blogge?
Oder bin ich dazu verpflichtet, selber eine super Kletterin zu sein?
Darf ich sagen, dass mich meine Angst an manchen Tagen regelrecht ankotzt und mir den Spaß an diesem Sport raubt?

Dann gibt es aber auch die anderen Tage, an denen es gut läuft und ich mit einem zufriedenen Lächeln ins Bett gehe.

Zarzalejo

Ich stehe vor einem Haufen Fragen und fühle mich ein wenig hilflos.
Irgendwas ist im Moment nicht stimmig, aber ich kann es noch nicht greifen.

  • Wieviel von dem, was beim Klettern in mir vorgeht, soll ich von mir zeigen?
  • Und wieviel Zeit soll ich zukünftig in den Blog investieren?
  • Stoßen die Informationen rund ums Klettern wirklich auf Interesse?
  • Das meiste Feedback bekomme ich zu den Artikeln rund um Horst.
    Aber der war doch nicht der Auslöser für den Blog?

Vielleicht ist es Frust über den verstauchten Fuß, der sich auf anderen Bereiche ausweitet?

Andererseits brodelt es in den letzten zwei Wochen immer häufiger in mir.
Ich fühle mich genötigt, die Social Media Kanäle mit Infos zu füttern und bin enttäuscht, wenn Kletterbeiträge auf wenig Feedback stoßen.

Auch wenn ich vor Ort in Spanien bin, kostet mich das Recherchieren und Schreiben dennoch eine Menge Zeit …

Kletteridylle

Fragen über Fragen

Im Gespräch mit Steve habe ich mich entschieden, mit dem Klettern und Bouldern erst einmal weiterzumachen.

Die Tage und Momente, wo es mir Spaß macht, überwiegen. Sollte das nicht mehr der Fall sein, dann lasse ich es sein.

Dann möchte ich mich dem Sport aber nicht durch den Blog verpflichtet und mich in meiner Entscheidung eingeschränkt fühlen.

Entscheidung

Stimmt die Blogausrichtung noch?

Durch Horst und unser ortsunabhängiges Leben hat der Blog teilweise eine andere Ausrichtung bekommen.

Mein aktuelles Leben in Spanien sieht anders aus als vor drei Jahren. Es fühlt sich auch anders an.
Es dreht sich nicht alles nur ums Klettern und Bouldern, sondern auch um den Aufbau von beruflichen Projekten.

Trotzdem ist meine Begeisterung für Spanien geblieben und ich möchte auch zukünftig anderen das Land näherbringen.

Orangenbäume

Aber was interessiert euch?

  • Von welchen Themen wünscht ihr euch mehr, von welchen weniger?
  • Welche Infos findet ihr nützlich?

Ich will mehr Leidenschaft!

Eines ist klar: Ich brauche ein wenig Abstand.

Ich möchte nicht schreiben, um Social Media Kanäle zu füllen, sondern weil es mich dazu drängt und in den Fingern kribbelt.

Dazu möchte ich Spanien wieder fühlen, mehr eintauchen und vor Allem meinen Kopf freibekommen. Frei von Erwartungen und eigenem Leistungensdruck.

Es wird vielleicht ruhiger, aber ich mache weiter.
Und mit eurem Feedback würdet ihr mir sehr helfen, eine Antwort auf die Frage nach dem „Wie“ zu finden – ich danke euch!

Ähnliche Artikel

So schützen wir unsere Hunde vor Giftködern

Erinnerst du dich an meinen Beitrag über Feli? Das ist die Hündin, die vor 2 …

Griechenland hat uns wieder!

Anfang September ist es soweit. Wir fahren mit Horst in Ancona auf die Fähre und …

45 comments

  1. Hallo Nima,
    zu der Frage, ob Klettern ein vielversprechendes Blog Thema ist, kann ich nicht viel sagen.
    Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass die Themen „Leben im Wohnmobil“, „Ausbau eines Wohnmobils“, „Technik eines Wohnmobils“, „Tipps und Tricks zum Leben im Wohnmobil“, „Reiseberichte“, „Arbeiten von unterwegs“ etc. für viele Menschen spannend sind und sicher auch Erfolg versprechen. Dies lässt sich mit den Themen „Spanien“ und „Projekte zum Geld verdienen auf der Straße“ sehr gut verbinden.
    Von daher könnte dies eine Richtung sein, in die sich das Blog entwickelt.
    Voraussetzung ist natürlich, dass Du Spaß daran hast, über diese Themen zu schreiben.
    Ist natürlich nur eine persönliche Einschätzung.
    Viel Spaß und gute Reise weiterhin!
    Thorsten | Dr. Camp

    • Hey Thorsten,
      lieben Dank, dass du dir die Zeit für einen Kommentar genommen hast!
      Wichtig für mich ist es tatsächlich, dass meine Themen Menschen interessieren und ich nicht in ein virtuelles Loch schreibe. Gleichzeitig müssen wir diese Themen auch Spaß machen – ganz klar!
      Deine Tipps helfen mir auch jeden Fall, in diese Richtung weiter zu denken. Sowas ging mir nämlich auch schon durch den Kopf 🙂
      Liebe Grüße
      Nima

  2. Hi Nima,

    sehr schön und offen geschrieben!

    Also, generell würde ich sagen: Weitermachen! Es ist so, dass die Ausdauer zählt bei allem was du machst. Ob das Bouldern ist, eien Beziehung, ein Business etc. Erfolgreiche Leute sind deshalb erfolgreich, weil sie da weitermachen, wo andere aufhören!

    Lass es dir gut gehen,
    Matt

    • Hey Matt,
      das mit dem Erfolg und dem Weitermachen stimmt absolut. Die Frage ist nur: Was ist mein Ziel? Woran messe ich den Erfolg?
      Es ist so viel Zeit, die ich mir für den Blog, dass andere (berufliche) Bereiche zu kurz kommen. Bereiche, bei denen ich Geld verdienen könnte. Hier muss ich natürlich schon schauen, dass sich die Waage hält oder ich über den Blog Einnahmen erziele, um mir das Bloggen auch in Zukunft „leisten“ zu können.

      Aber bestimmt findet sich eine Lösung – wie beim Bouldern eben auch 😉
      Liebe Grüße und Danke für deine Rückmeldung
      Nima

  3. Hallo Nima,

    kennen wir nur zu gut. Wir kämpfen auch mit unserer Blogausrichtung. Aber…

    Dein Blog heißt doch Abenteuer Spanien, nun steht zwar in der 2. Überschrift etwas von Klettern, aber dies lässt sich anpassen. Ich lese deinen Blog, obwohl ich mich Klettern eigentlich gar nicht interessiert, es ist das Abenteuer Spanien, das mich interessiert. Und Outdoor.
    Also mehr von Spanien, mehr von dem Abenteuer in Spanien zu leben und klettern, wenn du Lust dazu hast.

    Und untersteh dich den Blog einzustellen 😉

    Liebe Grüße
    Andreas

    • Hey Andreas,
      ihr kämpft auch mit eurer Blogausrichtung? Das hätte ich nicht gedacht.
      Das mit der Tagline „Klettern.Bouldern.Outdoor“ stimmt: Die lässt sich leicht anpassen. Die Kombination aus Outdoor und ortsunabhängigem Leben im Bus, das ist zurzeit der (neue) Schwerpunkt. Das Klettern mache ich wahrscheinlich weiterhin, möchte aber den Fokus einfach runternehmen.

      Tja, und am Ende sollte sich die viele Arbeit halt auch irgendwie lohnen 😉
      Ich gebe mir alle Mühe, eine gute Lösung zu finden und den Blog laufen zu lassen!
      Liebe Grüße
      Nima

  4. Hi Nima,

    ich denke, Klettern und Bouldern ist ein super Nischenthema, mit dem du vielleicht nicht die breite Masse, aber doch sicher eine interessierte Stammleserschaft erreichst. Ich würde es daher nicht komplett aufgeben.
    Andererseits ist es auch dein gutes Recht, dich – und damit deinen Blog – weiterzuentwickeln. Das haben auch andere, sehr erfolgreiche Blogs hinter sich und aus meiner Sicht ist es ein normaler Prozesse, den deine Fans verstehen und für den sich vielleicht neue Leser begeistern lassen werden.

    Vielleicht würde dir eine kleine Denkpause schon ein Stück weiterhelfen? Einfach mal nicht nach dem nächsten Beitrag schielen, die nächste Recherche angehen oder das nächste Thema durchplanen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer das ist und wie hoch der Anspruch, den man sich selbst auferlegt, sein kann. Vor allem, wenn man sich mit seinem Projekt langfristig auch eine solide finanzielle Basis schaffen möchte. Aber denk immer dran: Wir sind nicht zuletzt aus unseren festen Arbeitsverhältnissen raus, weil wir weniger Druck und mehr Freiheit wollten. Gib dir einfach ein wenig Zeit, dich neu zu justieren. Kann sein, dass du nach ein paar Tagen bewusster „Blogabstinenz“ plötzlich einen Geistesblitz bekommst und wieder richtig Lust aufs Schreiben hast.

    Man ist einfach nicht immer gleich drauf, und gerade der kreative Prozess der Themenfindung und des Schreibens muss mit viel Muße vonstatten gehen.

    Ich drücke dir die Daumen und hoffe natürlich, dass es mit Abenteuer Spanien – ganz gleich in welcher thematischen Ausrichtung – noch sehr, sehr lange weitergeht!

    Liebe Grüße!

    • Hey, hallo liebe Nele,
      „weil wir weniger Druck und mehr Freiheit“ – genau das ist es!
      Und hier brauche ich zukünftig eine bessere Balance zwischen dem, was ich reingebe und dem, was rauskommt. Denn auch wenn ich mich riesig über positives Feedback freue, kann ich mir davon keine Lebensmittel kaufen.
      Es läuft wirklich darrauf hinaus, mir Zeit zu gönnen, um Klarheit zu gewinnen. Geduld zählt nicht unbedingt zu meinen Stärken … 😉
      Sonnige Grüße an euch und vielen Dank!
      Nima

  5. Liebe Nima,
    Ich kann dich gut verstehen, und den Druck merkt wohl jeder zwischendurch mal mehr, und mal weniger. Mir geht’s genauso. Zur Zeit habe ich keine Zeit für Blogbeiträge, da ich zu stark mit meiner BA Arbeit eingespannt bin. Aber Motivation kommt und geht, und so wird dein kleines Tief bestimmt auch bald vorüber sein.
    Halte durch, ich bewundere dich viel zu sehr dafür, dass du trotz Höhenangst kletterst. Und habe mir vorgenommen das klettern auch mal auszuprobieren und zu versuchen, ob ich dadurch meine Höhenangst in den Griff kriege. Und du hast mich dazu inspiriert! Also, bitte bleib dran! 🙂
    Liebe Grüße aus Berlin ins schöne Spanien

    • Hallo Anne,
      ja, mit dem Bloggen hängt wirklich viel zusammen, was einiges an Zeit beansprucht. Mal eben so einen Artikel zu schreiben und zu bewerben, das ist nicht.
      Ich freue mich, wenn ich dich dazu inspirieren konnte, das Klettern auch mal zu probieren. Bitte sag mir Bescheid, wenn es soweit ist. Ich bin natürlich sehr interessiert, wie es dir gefällt 🙂
      Sonnige Grüße an dich
      Nima

  6. Liebe Nima,
    ich würde dir eine Pause empfehlen um erst mal in deinem neuen Leben anzukommen. Wenn du derzeit das Gefühl hast, dein/euer Abenteuer nur durch die Blogbrille zu erleben, dann wäre das zu schade, denn du machst dein Ding in erster Linie ja nicht für die Leser.
    Je nach eigenem Anspruch, hatten bestimmt schon die meisten Blogger das Gefühl, ihrem Publikum nicht gerecht zu werden. Und ist es nicht so, dass die meisten Leute, die sich nicht so sehr mit der Materie Blog beschäftigen (also in dem Fall wohl die reinen Kletterer und Outdoor-Freaks) nicht wissen, was das Liken, Teilen und Kommentieren für dich bedeutet? Deshalb lesen die das bestimmt trotzdem gerne.
    Mach weiter – so wie es für dich stimmig ist (bouldern wie bloggen 🙂 )

    • Hola liebe Hanna,
      ein guter Einwand mit dem Verhalten von Outdoorlern, das stimmt schon.
      Das mit der Pause und dem Ankommen habe ich mir fest vorgenommen! Aber durch den angeknacksten Fuß lasse ich mich jetzt nicht an den Horst und ans Internet binden 😉
      Morgen werde ich einfach mal die Sonne genießen und schauen, was der Tag bringt …

      Liebe Grüße auch von Steve
      Nima

  7. Hallo, nun gut. Du fragst:
    Von welchen Themen wünscht ihr euch mehr, von welchen weniger?
    Welche Infos findet ihr nützlich?
    Mich interessiert das Leben im Auto. Wie fühlt ihr Euch? Wie ist es mal krank zu sein wenn man unterwegs ist. Wie gehts den Hunden. wie sieht euer Tagesablauf aus? Wieviel Geld benötigt ihr. Wie siehts mit den Ängsten diesbezüglich aus. Wie läufts in der Beziehung unterwegs. Viel privates Zeug, ich weiß. Klettern interssiert mich wenig, aber es ist halt ein Teil deines Lebens und deswegen auch wieder interessant. LG, Euch iene schöne Zeit

    • Hallo Martin,
      du wünschst dir also auch mehr Infos von unserem Leben im Bus. Da scheint auch bei anderen so zu sein.
      Die Fragen, die dich interessieren, sind zwar privat, aber noch immer im Rahmen 🙂
      Ich notiere sie mir und behalte das im Hinterkopf!
      Dank dir und liebe Grüße
      Nima

  8. Hallo Nima!

    Ich kenne das gut. Beim Reisen ist man mit Reisen beschäftigt. Das ist so eine Erkenntnis, die ich in den letzten Jahren gemacht habe. Ständige Ortswechsel, sich immer wieder neu irgendwo einzugewöhnen, Eindrücke verarbeiten und seinen Alltag Tag für Tag neu zu erschaffen – ist anstrengend.

    Und da musste ich lernen Abstriche zu machen und mich nicht zu überfordern. Es ist viel einfacher 8 Stunden ins Büro zu gehen und einfach zu arbeiten, als Reisen und Arbeiten und Hobbys unter einen Hut zu bringen. Das sind die Herausforderungen beim Leben und Arbeiten unterwegs.

    Ich mache das mit „Keine Eile“ so: Wenn ich nicht weiß, was ich schreiben soll – schreibe ich nichts. Nur durch die Gegend zu laufen mit dem Blick auf einen möglichen Artikel gerichtet und nicht auf das Erlebnis selbst bewirkt, dass du beides nicht richtig machst. Du bist dann nur zur Hälfte dabei. Beim Schreiben und beim Erleben.

    Ich schreibe Tagebuch. Da verarbeite ich am Abend meine Erlebnisse des Tages und meistens kommen mir dabei viele Ideen für Artikel, oder ich verwende meine Aufzeichnungen als Reisebericht für den Blog. Aber nicht immer kommt etwas brauchbares dabei heraus. Aber das macht nichts. Dann gibt es eben keinen Artikel. Lieber keinen Artikel, als einen Artikel, der dir keinen Spaß macht.

    Wenn dich gerade das Thema Klettern mit Höhenangst beschäftigt, dann schreibe doch darüber. Schreiben hilft die eigenen Gefühle zu verarbeiten und deinen Lesern, die vor einem ähnlichen Problem stehen, kannst du damit helfen.

    bunteGrüße
    deineSteffi

    • Hey Steffi,
      wahrscheinlich habe ich in den letzten Wochen gar nicht richtig bemerkt, dass die Umstellung durchaus anstregend war. Die Vorfeude auf Spanien, auf das Leben im Bus, die Organisation unseres neuen Alltags.
      Ich habe mir einfach nicht die Zeit genommen, alles mal sacken zu lassen. Immerhin ist mir Spanien nicht fremd, so dass ich keine Eingewöhnungsprobleme habe.

      Vieles empfinde ich jetzt auch leichter, zum Beispiel das Zusammenleben mit den Hunden. Gassigehen fällt weg, weil sie immer dabei sind.
      An Ideen für Artikel mangelt es im Grunde gar nicht, eher am nötigen Abstand zu dem Thema. Einfach mal nicht an den Blog denken bei allem, was ich tue. Einfach mal ohne Hintergedanken im Hier und Jetzt sein.

      Das mit dem Tagebuch ist eine schöne Idee, die greife ich bestimmt auf!
      Und auf meine Höhenangst werde ich bestimmt nochmal zurückkommen. So leicht lasse ich mich davon nicht unterkriegen 😉
      Liebe Grüße und Danke 🙂
      Nima

  9. Hi Nima,

    obwohl ich ja selbst Outdoor-Sportler bin und mich gerne in die Themen klettern und bouldern einarbeiten möchte, muss ich gestehen, dass ich diesen Blog hauptsächlich wegen eurem Leben im Wohnmobil und dem digitalen Nomadentum lese. Ich finde aber auch, dass diese Themen sich sehr gut zusammen unter der URL abenteuer-unterwegs.de vereinen lassen und du frei entscheiden kannst, wie du die Gewichtungen verschieben möchtest. Vermutlich steigen Leserzahl und Interaktion, wenn du mehr in die Richtung ortsunabhängiges Arbeiten und Leben im Horst schreibst, weil das für viel mehr Menschen interessant und faszinierend ist. Den Hinweis von Hanna finde ich auch relevant. Sportler sind nicht so internetaffin wie Blogger oder digitale Nomaden und liken, sharen, kommentieren einfach weniger. Kann das auf meinem Blog auch sehr gut nachvollziehen.

    Wenn du herausgefunden hast, wie man die Blog Brille ablegt, sag mir bitte Bescheid oder schreibe einen Artikel darüber. Das ist auch etwas worüber ich mich hin und wieder ärgere. Man kann einfach nicht mehr nur der Sportler sein, der die Natur genießt, sondern ist ständig auf der Suche nach der neusten Story, dem besten Bild oder GoPro Clip.

    Eins darfst du aber auf keinen Fall machen: Diesen Blog einfach schließen! 😉

    • Hallo Udo,
      dein Geständnis überrascht mich nicht, das geht anderen ja auch so 😉
      Hanna hat mit ihrer Anmerkung zu den Outdoor-Sportlern auf jeden Fall recht. Steve findet bei Facebook noch nicht einmal meinen Blog …

      Das mit der Blog-Brille ist aktuell – neben der Kletterangst – echt das kniffligste Thema. Wenn ich eine Lösung gefunden habe, vermarkte ich sie hier 😉
      Liebe Grüße an euch Waldhelden
      Nima

  10. Liebe Nima,
    zuallererst einmal: Kopf hoch! Das wird wieder. Ich finde, du machst da gerade einen völlig normalen Prozeß durch. Ich oute mich jetzt mal und erzähle hier ganz offen und ehrlich, daß es bei mir auch nicht anders war. Ich habe meinen Blog zu meinem (wirklich sehr kleinen) Nischenthema aus dem vollen Enthusiasmus heraus gestartet. Aber auch bei mir kam die Phase, wo ich nicht so recht weiter wußte, es gibt halt nicht unendlich viele Leute, die das Thema Outdoor mit Kids interessiert. So habe ich ganz behutsam den Blog erweitert, bin aber meinen Grundprinzipien immer treu geblieben. Heute bin ich froh, weitergemacht zu haben! Das Feedback ist durchweg positiv und ich habe den Spaß am Schreiben wieder gefunden. Noch mehr eigentlich, ich sprudele über vor Ideen und möchte am liebsten nur noch schreiben. Und für Abenteuer Spanien sehe ich das ganz genauso. Die Nische, die du da hast, ist eben auch extrem klein. Klettern und bouldern, ja gut, aber wer geht dazu nach Spanien? Das dürfte eine absolut geringe Minderheit sein!
    Ich finde, daß auch du deinen Blog problemlos ausweiten kannst. Mit den Themen Outdoor, Camping, Wohnmobil bist du doch ganz nah dran an der Grundthematik! Bau die Campinggeschichte aus, das hat bei mir persönlich Wunder gewirkt. Deine Mountainbikebeiträge finde ich auch immer gut. Ich finde, „Abenteuer Spanien“ gibt soviel her, da mußt du dir gar keinen Kopf machen. Und es ist ja auch nicht so, daß du nicht mehr du selbst bist, nur weil du nicht mehr „nur“ über klettern und bouldern schreibst. Im Gegenteil, die anderen Sachen gehören ja auch zu dir und machen dich aus! Ich persönlich würde eine Erweiterung deines Blogs um die Themen Camping/Wohnmobil und Outdoor NUR ALS BEREICHERUNG sehen und ich denke, vielen anderen geht es auch so. LEG LOS!!!
    LG, Steffi

    • Guten Morgen liebe Steffi,
      ich gebe zu: das viele ehrliche Feedback berührt mich total, auch deins! Es tut gut zu wissen, dass ich mich dem Gefühls-Chaos und dem Gedankenkarussel nicht alleine bin.
      Das Bloggen ist für mich seit einem Jahr ein Bestandteil meines lebens geworden und gleichzeitig ist es weiterhin neu. Ein ständiger Prozess des Hinterfragens, Entwickelns und Verwerfens.
      Das Camper – und Wohnmobilthema bzw. das ortsunabhängige Leben sind in der Tat die Dinge, die unseren Alltag jetzt viel mehr beeinflussen. Sie werden zukünftig sicher einen größeren Anteil bekommen.
      Jetzt atme ich erst einmal ein paar Tage durch und dann lege ich (wieder) los 🙂
      Ganz liebe Grüße
      Nima

  11. Hola Guapa!

    Kaum bin ich mal ein paar Tage nicht bei euch, schon geht alles drunter und drüber 😉

    Ich denke (meine zu wissen), dass du diesen Blog brauchst, genauso wie wir alle, die wir hier kommentieren und liken diesen Blog brauchen. Warum? Weil das ein Kanal ist, in dem du ganz Persönliches öffentlich machen kannst und dir das gut tut. So wie wir mit Sicherheit gutgetan hat, dir mit dem Text den Frust von der Seele zu schreiben. Bloggen ist eine Form der Selbsttherapie und super Reflexion. Und der Blog ist natürlich auch eine super Verbindung zu uns „Zurückgelassenen“.

    Mit welchen Themen und in welcher Form du das künftig aufziehst, das musst du einfach nach deinem Bauchgefühl entscheiden. Schreib doch einfach mal die nächsten Wochen nur über das, was du wirklich loswerden willst und nur dann, wenn du wirklich Lust drauf hast. Und vergiss nie: Du MUSST überhaupt nichts veröffentlichen. Wenn du anfängst, den Blog wieder als Lust statt als Last zu sehen, kommt auch dein Schwung zurück.

    Ich selbst liebe alle persönlichen Artikel, alles über Horst, alles über Stellplätze und nehme auch sehr gerne Tipps für Outdoor-Aktivitäten jenseits von Klettern und Mountainbiken an. Und warum sollte dein Schwerpunkt nicht nomadisches Leben/DN-Business/Horst sein und zugleich Platz bieten für klassische Tipps für Spanien? Du allein machst dir den Druck, dass du hauptsächlich Kletterfutter bieten musst. Sonst erwartet das gar niemand. Also alles schön tranquilo 🙂

    Ich wünsche deinem gestauchten Haxn alles Gute, dir viele positive Energie aus deinem heutigen Befreiungsschlag und Steve gute pflegerische Fähigkeiten.

    Ganz liebe Grüße

    Mischa

    P.S.: Wegen Social Media musst du dich wirklich nicht verrückt machen. Wir glauben alle immer nur, das sei unverzichtbar …

    • Hach Mischa, du hast so recht: Das Schreiben des gestrigen Artikels war befreiend!
      Ich habe mich danach gefühlt, als hätte man mir eine Last von den Schultern genommen. Eine, die ich mir selber auferlegt habe …

      Das Bloggen macht mir wirklich Spaß! Seit ich damit begonnen habe, habe ich viele neue Facetten an mir kennengelernt, auch was das Texten angeht. Aufgeben möchte ich das auf keinen Fall!
      Das nomadische Leben hat für mich unheimlich viele Vorteile, aber in vielen Lebensbereichen ist es auch noch ungewohnt. Anscheinend habe ich mir nicht die Zeit gegönnt, das alles man sacken zu lassen. Stattdessen ging es direkt weiter mit dem Bekämpfen der Angst beim Klettern, Kontakte knüpfen, etc.

      Der verstauchte Fuß kam nicht ohne Grund und zur richtigen Zeit.
      Das Wochenende verbringe ich – leicht hinkend – draußen an der frischen Luft und genieße die Sonne! Ich bin mir sicher, dass mir mein Bauchgefühl die richtige Richtung vorgibt, wenn ich endlich mal zur Ruhe komme.

      Einen dicken Drücker an dich 🙂 und Grüße vom Pfleger Steve!
      Nima

  12. Liebe Nima,

    oh, ich weiß genau, wie Du Dich fühlst. Genau diesen Durchhänger hatte ich nach ein paar Wochen auf der Reise auch. Wegen des Blogs, war für mich sehr hilfreich, mir immer wieder in den Kopf zu rufen: Niemand zwingt Dich, diesen Blog zu führen. Er soll Spaß machen. Wenn er das nicht mehr tut, hat es keinen Wert. Er ist es übrigens auch nicht Wert, sich Stress auszusetzen. Wenn das Internet spinnt, dann gibt es eben jetzt keinen Blogartikel. Niemand stirbt daran. So konnte ich lockerer damit umgehen und hatte plötzlich wieder deutlich weniger Stress.
    Und zum Klettern: Ich glaube, je verkrampfter man so angstlos klettern will, wie „alle anderen“ auch, desto mehr Druck baut sich auf. Ich habe immer alle anderen sehnsüchtig beobachtet, die einfach in schwere Routen eingestiegen sind und offensichtlich null Angst hatten – besonders die Frauen haben mich tief beeindruckt (tun es immer noch!).
    Eines meiner größten „Angst“-Erlebnisse auf der Reise war übrigens auch in Siurana, ein paar Wochen nach unserem Start. Es war eine (für mich) sehr schwere Route mit echt weiten Hakenabständen. Ich habe mir den zweiten Haken vorhängen lassen und habe mich dann Zug um Zug herangetastet. Immer einen mehr und dann wieder losgelassen. Das war furchtbares Training, aber gegen Ende machten die Sprünge richtig Spaß. Es ist bei uns Angsthasen meistens der Kopf, der trainiert werden muss – nicht die Muskeln. Das ist bitter, weil Sturztraining unangenehm und gruselig ist – aber es ist so wirkungsvoll! Ich bin mit riesiger Vorstiegsangst auf die Reise gegangen, 6a im Vorstieg – ohne es vorher im Toprope ausgecheckt zu haben – war völlig utopisch. Zurückgekommen bin ich deutlich mutiger: Das lag vor allem daran, dass ich mir fest vorgenommen habe, an jedem Klettertag mindestens eine Route im Vorstieg zu klettern.
    Was mir aber eigentlich mindestens genauso geholfen hat, ist mal mit anderen Leuten zu klettern. Wenn man mit dem Freund klettert, beißt man meiner Erfahrung nach häufig nicht so sehr. Man kennt sich so gut und reißt sich nicht so sehr zusammen. Den größten Fortschritt bei der Angstbewältigung habe ich dadurch gemacht, dass ich angefangen habe, mit anderen Leuten klettern zu gehen – auch auf der Reise! Plötzlich gingen ganz andere Sachen, ich habe mich viel mehr getraut und habe dadurch gemerkt, dass ich es kann. Das wiederum hat mir Selbstvertrauen gegeben und heute projektiere ich eine 7c+, bei der es mich alle paar Züge ständig einfach rauszieht. Sturzangst ist immer noch etwas da, aber bei weitem nicht mehr so schlimm wie noch vor einem Jahr.

    Ich wünsch Dir alles Gute! VENGA!

    Erika

    • Hallo liebe Erika,
      „niemand zwingt dich, diesen Blog zu führen“ – das stimmt absolut!
      Es sind die eigenen Stimmen im Kopf, die mich unter Druck setzen, genau wie beim Klettern.

      Ich finde es beeindruckend, was du beim Klettern erreicht hast! Und das, was du bezüglich anderer Kletterpartner schreibst, kann ich bestätigen. Das habe ich auch so erlebt und mir deshalb überlegt, einfach auch mal einen Trainer zu buchen. Ich brauche nämlich schon eine Person, der ich zu 100% beim Sichern vertraue.

      Mein Ziel ist es, in der nächsten Zeit einfach nochmal ganz leicht anzufangen, um wieder Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten zu bekommen. Ein Sturztraining steht auch auf dem Plan, das ist wirklich wichtig!
      Als ich vor drei Jahren mit dem Klettern begonnen habe, habe ich keine acht Wochen später einen 6a vorgestiegen (die ich aber schon kannte).

      Ich weiß also, dass ich es kann, wenn ich am Ball bleibe.
      Gerade war wohl einfach alles zu viel: Von der Lebensumstellung bis zu meiner Erwartungshaltung.

      Und wenn ich Geschichten wie deine höre, motiviert mich das natürlich auch 🙂
      Ganz lieben Dank, dass du dir die Zeit für das Feedback genommen hast und sonnige Grüße
      Nima

  13. Liebe Nima,

    ich lese deinen Blog schon längere Zeit und mir gefallen mehrere Aspekte an der thematischen Ausrichtung.
    Mal abgesehen davon, dass du nett und sympathisch schreibst, interessiert mich das Thema „Leben Spanien mit einem Wohnmobil“ und gleichzeitiger Aufbau einer tollen „Leidenschaft als Business“.

    Um ehrlich zu sein interessiert mich speziell das Klettern und Bouldern eher weniger. Bin leider nicht vom Fach. Vielmehr finde ich alles rund um „Outdoor in Spanien“ sehr spannend.

    Ich denke wenn du via Blog aus dem Nieschenthema Klettern und Bouldern kapital schlagen möchtest bietet es sich an mit einschlägigen Anbietern zu kooperieren. Ansonsten hat das Thema Klettern vermutlich nicht die Resonanzfähigkeit, wobei ich das natürlich nicht beurteilen kann.

    Egal, wie du dich entscheidest wünsche ich jedenfalls alles Gute und ein glückliches Händchen.
    Ich fände es sehr schade wenn du aufhörst.
    Grüße, Oli

    • Hey Oli,
      ich bin über von all den Rückmeldungen total überwältigt und freue mich über jede einzelne!
      Auch deine hilft mir sehr weiter.
      Ich denke, dass das Klettern und Bouldern weiterhin einen Platz im Blog behalten wird, aber nicht mehr so zentral. Dafür haben sich meine Schwerpunkte einfach zu sehr verschoben.
      Jetzt sind es viel stärker Outdooraktivitäten, das Leben im Wohnmobil, das Arbeiten von unterwegs und natürlich Spanien.

      Genau wie Spanien fasziniert mit das Bloggen bzw. Schreiben und ich denke, dass ich weitermache – nach einer kurzen Verschnaufspause! 🙂
      Liebe Grüße
      Nima

  14. Liebe Nima,

    Ich war noch nie in Spanien und ich klettere nicht. Trotzdem habe ich bisher jeden Eintrag in Deinem Blog gelesen. Weil er mir ein Land auf eine sehr persönliche Weise näher bringt. Wann unser Urlaub in Spanien klappt? Keine Ahnung. Wird wohl noch eine Weile dauern, da aktuell die Umstände noch etwas ungünstige sind. Aber er ist fest geplant.
    Wir haben dabei zwei Kletterer und zwei Wanderer. Ich würde mich deshalb freuen, wenn es auch Infos gäbe, für welche Aktivitäten tolle Klettergebiete ansonsten noch besonders gut geeignet sind. Vielleicht mit Info wie schwierig ein Gelände ist.
    Ansonsten wünsche ich mir, dass Du weiter machst. Ich lese Deine Berichte gerne und fühle mich immer ein wenig „dabei“.
    Liebe Grüße aus der alten Heimat
    Frau T.

    • Hola Frau T. 🙂
      bei so viel tollem Feedback kann ich eigentlich gar nicht anders als weiterzumachen 🙂
      Inzwischen weiß ich ja, dass jede Krise viel Potenzial bietet. Mal sehen, was ich aus dieser hier lerne … 🙂
      Liebe Grüße auch an Heide und die Fellnasen!
      Nima, Luna und Jule

  15. Hallo Nima,

    ich kann Deine Gedanken gut nachvollziehen und mache wie Du in der letzten Zeit die Beobachtung, dass überall „Social-Media- und Blog-Kurse“ aus dem Boden sprießen und gerade auf die Einsteiger einen immensen Druck aufbauen, was man wie und wann zu tun hat! Ich persönlich bin der Meinung, dass man auch den Mut haben darf zu sagen: „ich habe das mit dem Bloggen versucht, eine Zeitlang alles gegeben aber es passt irgendwie nicht zu mir“, bzw. „was könnte ich verändern, damit das Bloggen wieder zu mir passt?“. Ich wünsche Dir jedenfalls gute Entscheidungen und eine neue Gelassenheit, wenn man mal nicht nach Schema-F verfährt ;). Grüße, Hendrik

    P.S.: Patrick hat dazu ja auch einen passenden Artikel verfasst: http://www.101places.de/beruf-blogger

    • Hey Hendrik,
      im Grunde war Schema F noch nie mein Ding 😉
      Wahrscheinlich bin ich wirklich gerade an dem Punkt den Blog und mich nochmal neu zu definieren.
      Als ich mit dem Bloggen vor 1,5 Jahren angefangen habe, waren manche Infos zum Bloggen durchaus hilfreich. Jetzt heißt es aber, mich davon zu lösen und meinen eigenen Weg weiterzugehen.
      Das Schreiben macht mir Spaß, der Austausch mit den Lesern auch – da werde ich bestimmt eine gute Entscheidung finden 🙂
      Ganz liebe Grüße und Danke für den Link-Tipp – ein super Artikel!
      Nima

  16. Hola Nima,

    hier von mir ein paar Gedanken an dich:
    1. Wenn du mit dem Blog aufhören würdest, was käme dann?
    2. Ich finde es eine sehr gute Idee, das Feedback abzufragen. Du siehst, dass du viele Leser hast, die nicht auf deine Artikel verzichten wollen.
    3. Ich glaube nicht, dass es darum geht, die Kanäle und den Blog mit Themen zu füllen, um sie zu füllen. Die Frage ist, welche die interessantesten Themen sind und die auch dich inspirieren, so dass du in die Tasten hauen willst. Und wenn ich von mir selbst ausgehe: Das ist wohl doch eher eine persönliche Geschichte, Erfahrung, statt ein Bericht über ein Klettergebiet. Klettergebiete sind interessant, schaue ich aber lieber nach, wenn ich gerade Bedarf habe. Und da dein Blog nicht „7a klettern“ heißt, ist es doch wurscht, wenn du gerade eine Angstphase hast, oder?
    4. Du könntest auch in Zukunft auf deinem Blog eine Umfrage als Widget oder unterhalb des Blogs einrichten. Oder in seltenen Abständen eine Umfrage verschicken. Solch ein Feedback ist meistens hilfreicher, als das, was man nur als Reaktion bekommt.
    5. Vielleicht kannst du diesen Moment nutzen, um über die Häufigkeit nachzudenken und die Intervalle deiner Artikel anpassen (oder dabei belassen).
    Sonnige Grüße!
    Stefanie

    • Hola Stefanie,
      Danke, dass du dir die Zeit für eine Rückmeldung genommen hast.
      1. Mir mangelt es nicht an Projekten oder Ideen, aber der Blog ist in der Tat ein Teil von mir geworden, der mir fehlen würde.
      2. Das viele Feedback hat mich umgehauen und sehr berührt.
      3. Genau an dem Punkt habe ich mich selber in eine Sackgasse gebracht. Jetzt lichtet sich das Dickicht aber gerade und ich fühle mich deutlich gelöster.
      4. Das ist eine gute Idee, die ich auf jeden Fall umsetzen werde.
      5. Wahrscheinlich läuft es auf anpassen heraus.

      Ganz liebe Grüße
      Nima

  17. Hallo liebe Nima. Kosta hier. Erstmal vorweg. Ich finde deinen Blog unglaublich lesenswert. Du hast einen netten Stil und bei einer Tasse Kaffee am morgen macht es richtig Spaß, deine Geschichten zu lesen. Wir selber leben mit unserem Hund „Teddy“ auf einem Boot und sind im Moment in Portugal. Dies, und vor allen Dingen „der Horst“ hat mich zu deinem Blog geführt. Bouldern, Klettern etc. interessiert mich auch nicht so wirklich… aber ich lese die Beiträge trotzdem gerne.

    Bezüglich der Ausrichtung des Blogs, deiner Inhalte, Frustration und alles was du so ehrlich geschrieben hast:

    Social Media und Co. sind für gewöhnlich gute Indikatoren über das Interesse deiner jetzigen als auch künftigen Leserschaft. Mit „dem Horst“ hast du wirklich ein Ding in den Markt geworfen. Das hat tatsächlich Markenwert und kommt super sympatisch rüber. Wie einige hier geschrieben haben, ist das Interesse „am Horst“, eurem Leben „im Horst“ und die Abenteuer drum herum genau dass, was offensichtlich ankommt und den Träumen/Wünschen der Leser glückselige Befriedigung verschafft, oder eben der Auslöser ist, dass eigene Leben in ähnliche Bahnen zu lenken.

    Ich würde „den Horst“ inklusive eures Lebensstiles und wie ihr das erfolgreich umsetzt weiter ausbauen. Letztendlich lebst du genau Das und es macht dir Spaß. Also warum nicht mehr darüber schreiben.

    Vielleicht wäre es sinnvoll darüber nachzudenken, ob du zwei (oder mehr) Bereiche separiert aufbaust? Der Horst und euer ortsunabhängiges Leben inklusive dem „Geldverdienen“-Aspekt und deine Leidenschaft über das Bouldern. Das letztere dann eher als Magazin über die tollsten Spots, wie man hin kommt, wo man schläft usw. Dann kannst du auch gezielter vermarkten.

    Zum Schluß: Wir haben eine ähnliche Herausforderung mit unserer Seite. Beiträge über das Segeln, am besten im Sturm mit tollen Bildern und wie der Hund am Steuer steht (übertrieben) kommen immer am besten an. Geschichten über unser Leben außerhalb des Bootes kommen nicht so gut an, obwohl das ca. 90% unseres Lebens ausmacht. Wir haben allerdings seit einiger Zeit komplett den Antrieb verloren, den Blog erfolgreich zu machen. Mittlerweile ist es für uns ein Tagebuch für Freunde und Familie. Geld verdienen wir mit anderen Projekten.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn du weiter machen würdest. Und wenn ihr mal in Richtung Algarve kommt, seit ihr jederzeit herzlich willkommen auf einen Kaffee oder Wein vorbeizuschauen. ;-). Ehrlich.

    Kosta

    • Hey Kosta,
      ganz ehrlich? Wir kommen gerne auf euer Angebot zurück, bei euch vorbeizuschauen!
      Eure Einladung und dein Feedback haben mich sehr gefreut. Natürlich habe ich sofort auf eurer Seite vorbeigeschaut und gebe zu, dass Teddy Star-Charakter hat!
      Das ist ja ein ganz zuckersüßer Vierbeiner 🙂

      Was du bezüglich des Blogs schreibst, sehe ich inzwischen auch so. Horst hat sich klammheimlich einen Namen gemacht und Sympathiepunkte gesammelt. Also soll der Gute mehr Raum bekommen.
      Das Bouldern und Klettern werde ich auf andere Art als Themen beibehalten, aber mit deutlich weniger Gewichtung. Schließlich gibt es in Spanien noch gefühlte 10.000 andere Outdooraktivitäten, die man machen kann …

      Sonnige Grüße auch an Teddy von Luna & Jule
      Nima

  18. Hi Nima,

    Das Feedback hat es dir ohnehin schon gezeigt: der Horst und das Leben darin und darum ist es, was die Leute bewegt. 😉
    Aussteigertum und Nomadendasein scheinen ja abartig „begehrt“ zu sein bei den Lesern und obwohl ich mich so gar nicht da hineinfinden kann, lese ich deine Berichte gerne. Mir wird dann wieder auf eindrückliche Weise wieder bewusst, wie wenig das für mich geeignet wäre, aber wie toll es ist, mit euch „mitfiebern“ zu können. Andere Blogs über das Aussteigertum kann ich ja gar nicht lesen, da sie mir zu „überkandidelt“ vorkommen, bei dir ist das anders. Du wirkst einfach authentisch und hast es gar nicht nötig krampfhaft in jedem Artikel zu betonen, wie toll es ist ein digitaler Nomade zu sein.

    Ich lese auch übers Klettern weniger gerne, obwohl ich viel mehr damit am Hut habe als mit „Leben im Bus“.
    Aber seit unserer letzten Klettertour (und die ist mehr als 1 Jahr her) ist meine Angst auch immer schlimmer geworden. Generell ist bei mir auch die Anspannung bei „schweren“ Touren ins unermeßliche angewachsen. Witzigerweise, war das zu Beginn bei mir auch nie so. Das hat sich irgendwie aufgeschaukelt.
    Kann Erika nur beipflichten, ich bin besser und angstfreier geklettert, als Philip noch nicht mein Partner, sondern damals nur mein Kletterpartner war. So eine Beziehung ändert offenbar einiges im Kopf. Es hilft offenbar wirklich, mal mit anderen zu klettern oder einfach auch als Paar mit einem anderen Paar zu klettern. Keine Ahnung warum… 😉

    Summa summarum: Menschen lesen gerne über Emotionen und wenn es um Emotionen gepaart mit Outdoor und einem sympathischen Schreibstil geht, dann sollte das Konzept funktionieren. 😉
    Ich würde mir da gar nicht so viel Gedanken machen, sondern einfach schreiben!

    Ob Kletterangst, Nomadenleben, Berichte von einer Reise: alles war menschlich rüberkommt, Empfindungen vermittelt und mitfiebern lässt, macht einen Blog lesenswert. Sonst könnten wir ja alle einen Reiseführer und einen Kletterführer dazu kaufen und gut wär’s. Aber das wollen wir ja nicht! 😉

    Uns persönlich (oder eher mir) kommt auch immer wieder der Gedanke, warum wir eigentlich Blogberichte schreiben und ob die jemals jemand liest? Wobei es in unserem Fall ja fast ausschließlich Tourenberichte sind. Ich mach mir keinen Kopf mehr. Ich hätte so viele Ideen zu Artikeln, aber zu wenig Zeit. Warum drin sitzen und schreiben, wenn die Sonne draußen lacht?

    Genieße deine Zeit und wenn dich die Finger kribbeln und mal ein paar Wolken draußen vorbeiziehen, dann kannst du uns ja mit deinen Gedanken unterhalten. A vivir que son dos días.

    PS: Du hast uns schon ein bisserl zu Spanien motiviert, bis dato war ich als Winterfanatikerin von Nov-Mai nicht wegzukriegen aus Österreich, aber dieses Jahr hab ich mich ertappt für Silvester einen Urlaub in Südspanien auszuspinnen… 😛

    Lg
    Dani

    • Hey liebe Dani,
      dein Kommentar geht ruter wie Öl – Danke 🙂
      Seit ich mir mit dem Artikel den Druck von der Seele geschrieben und mich als kletterfrustriert geoutet habe, geht es mir viel besser! Die Ideen sprudeln wieder und die Lust am Schreiben ist im vollen Umfang zurück. Da es hier aber so selten Wolken hat, schreibe ich aktuell bei strahlendem Sonnenschein 😉

      „aber dieses Jahr hab ich mich ertappt für Silvester einen Urlaub in Südspanien auszuspinnen“
      Dazu kann ich nur sagen: Yeah! 🙂
      Ganz liebe Grüße, weiterhin aus Albarracín
      Nima

  19. Hehe! Sehr gut! Schreiben bei Sonnenschein ist ja auch toll (solange das Display nicht spiegelt *G*).

    Ja mal sehen, da Philip einen neuen Job hat, wirds wohl nix mit Silvester on the Road. Aber macht nix! Vielleicht nächstes Jahr. 😉

    Kennst du brauchbare Spots in der Nähe von Vigo? Wandern, Klettern, Biken, wir nehmen alles. Freunde von uns wohnen nämlich da… 😉

    Lg
    Dani

    • Was denkst du denn: Wir haben natürlich Laptops mit mattem Bildschirm 😉
      In Vigo war ich selber leider noch nicht, höre mich aber gerne mal für euch um!
      Hasta luego
      Nima

  20. Hallo und Danke für die Zeit, die Ihr euch nehmt, um uns an Eurer Reise teilhaben zu lassen. Gerne würde ich das Gleiche tun, – schließlich bin ich seit 25 Jahren ein begeisterter Camper, aber meine Frau ist leider noch nicht in Pension. Eure Berichte helfen mir zwischenzeitlich, in diese wunderbare freie Welt abzutauchen.
    Mit den besten Wünschen für viele schöne Erlebnise, Alfred Abele

  21. Hallo Nima
    ich lese deine Berichte immer mit Spannung, obwohl ich weder klettere noch boldere noch vorerst die Möglichkeit habe/jetzt will aus dem Heimischen auszubrechen.

    Ich finde, du kommst autentisch rüber, wenn du über deine zeitweiligen Ängste beim Kletteren/Boldern schreibst. Dies kann durchaus andere motivieren.

    Betreffend bloggen, denke ich, du solllstest es so lange machen, wie du Gefallen findest daran. Wenn es für dich Sinn macht, eine Pause einzulegen, dann tue. Folge einfach deinem Herz.

    Es würd mich natürlich freuen, weiterhin von dir zu lesen.

    Beste Grüsse Dänu

    • Hallo Dänu,
      herzlichen Dank für deine lieben Worte.
      „Folge einfach deinem Herzen“

      Das ist bestimmt – nicht nur beim Bloggen – der beste Weg. Manchmal brüllt halt der Kopf dazwischen, aber diese Stimme habe ich jetzt leiser gestellt!

      Sonnige Grüße aus Andalusien
      Nima

  22. Hallo Nima,
    ich bin durch Zufall auf deinen Blog gestossen und habe gerade (fast) alle Artikel verschlungen. Denn klettern interssiert mich ganz und gar nicht. Aber mit großer Begeisterung habe ich die Themen zu ortunsabhängingem Arbeiten und Spanien gelesen. Würde mich freuen wenn noch viele weitere Artikel zu dem Thema erscheinen würden.

    Viele Grüße
    Sascha

    • Hey Sascha,
      lieben Dank für deinen Kommentar 🙂
      Und ich kann dir versichern: Es kommen weitere Artikel zu deinen genannten Themen. Obwohl ich zwar aktuell mitten in einem riesigen Klettergebiet stehe und auch klettern gehe, liegt der Fokus zukünftig tatsächlich mehr auf dem ortsunabhängigem Leben. Vielleicht gibt’s ja mal was zu „Arbeiten am Fels – man muss ich auch mal hängenlassen“ 😉
      Liebe Grüße
      Nima

  23. Sicher darf man darüber sprechen, dass man beim Klettern auch Angst hat. Darum geht es doch beim Bouldern. Ein Freund hat Sportmedizin studiert, nur um sich zu beweisen, dass er gut mit Menschen umgehen kann. Eine andere Freundin geht zum Klettern, um ihre Höhenangst zu überwinden. Ich selbst kann nicht schwimmen, gehe aber zum Unterricht, um es zu lernen. Wir machen alle Dinge, die einander entgegengesetzt sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.