Warum du unbedingt einen Roadtrip machen solltest, Teil 1

Einen Roadtrip machen – das klingt nach Abenteuer pur!

Aber was ist dran an dieser Form des Reisens? Ist es wirklich so toll, wie viele behaupten oder sieht die Wirklichkeit ganz anders aus?

Um das herauszufinden, habe ich mich unter anderen Bloggern umgehört. Dabei sind spannende Antworten herausgekommen, nach denen man sich am liebsten sofort auf den Weg machen würde.

Aber lest selbst …

Warum du unbedingt einen Roadtrip machen solltest

Stefan von Wheels should travel

“ Ich bin Stefan, 33 Jahre alt, Maschinenbaustudent. Unterwegs bin ich mit einem VW T3 Syncro. Momentan blogge ich über den Ausbau meines Busses, aber noch relativ spärlich. Wenn das dann abgeschlossen ist, werde ich über die Reisen mit dem Gerät schreiben.

Was macht das Reisen im Bus/Auto/Wohnmobil zu etwas so Besonderem?

„Das Besondere an Reisen im Bus ist einfach die unbeschreibliche Freiheit, die man genießt.
Gefällt es einem nicht, ist das Wetter schlecht oder sonst irgendwas, dann fährt man einfach weiter, umgekehrt genauso. Ist es super schön, dann bleibt man einfach noch einen Moment.
Man ist einfach ungebunden. Wenn man dazu noch auf Campingplätze verzichten kann, das Auto vielleicht noch etwas geländefähig ist, kann man die tollsten Stellplätze entdecken.“

Welches Land ist dein Lieblingsland für einen Roadtrip?

„Das kann ich Dir sagen wenn ich alle gesehen habe“ 😉

Welches ist die tollste Strecke, die du selber kennst?

„Mit dem Auto fand ich die Strecke an der Normandie sehr schön. Mit dem Motorrad ist die Strecke von Ripoll (Spanien) nach Andorra hoch einfach sensationell.“

Welchen Tipp hast du für jemanden, der noch nie einen Roadtrip gemacht hat und es gerne einmal versuchen möchte?

„Einfach losfahren“ 😉

Geschossen in Frankreich mit Blick auf Le Mont-Saint-Michel
Geschossen in Frankreich mit Blick auf Le Mont-Saint-Michel

Tanja von taklyontour.de 

„Mein Name ist Tanja und auf meinem Blog www.taklyontour.de stehen die Themen Reise, Camping und Fotografie im Fokus. Hier kann ich meine Liebe zum Reisen und zum Schreiben verwirklichen. Mir macht es großen Spaß ausführlich zu berichten und meine Erfahrungen weiterzugeben.“

Was macht das Reisen im Bus/Auto/Wohnmobil zu etwas so Besonderem?

„Ein Roadtrip mit dem Wohnmobil ist wohl die praktischte Art, um Urlaub zu machen.

Auf der einen Seite hat man alles dabei und lebt nicht aus dem Koffer, wie bei einer Tour mit dem Auto. Man schläft immer im selben Bett und hat sozusagen sein eigenes Zuhause immer dabei.

Auf der anderen Seite hat man die Abwechslung durch unterschiedliche Übernachtungsplätze. Einfach anhalten, wo es einem gefällt. Kaffeetrinken, kleinen Snack oder ein Eis zwischendurch. Immer etwas anderes sehen, bleiben wo es einem beliebt und weiterfahren, wenn es nicht gefällt.“

Welches Land ist dein Lieblingsland für einen Roadtrip?

„Für mich ist das schönste Land für einen Roadtrip Nordamerika. Ganz besonders Kanada hat es mir angetan. Überall findet man Natur pur und Abwechslung in Städten, von übersichtlicher Größe. Gerade die Campingplätze sind oftmals traumhaft inmitten der Natur gelegen. Ich liebe Naturnahes Camping. Außerdem bietet Kanada sehr viel Abwechslung. Seen, Berge und Wasserfälle sind drei Dinge, um einen Roadtrip in Nordamerika in Worte zu fassen.“

Welchen Tipp hast du für jemanden, der noch nie einen Roadtrip gemacht hat und es gerne einmal versuchen möchte?

„Mein Tipp für alle, die noch nie einen Roadtrip gemacht haben. Nicht lange drüber nachdenken, einfach mal losfahren. Es ist die schönste Art zu reisen. Ihr bestimmt euer Tempo selbst.

Legt eine grobe Route fest und plant etwa zwei Puffertage ein, dann kann überhaupt nichts schiefgehen. Ich bin mir sicher, ihr werdet es lieben.“

Unterwegs mit dem Wohnmobil in Kanada
Unterwegs mit dem Wohnmobil in Kanada

Silke von Minimalisch

„Ich bin Silke, Naturjunkie, Sparfuchs und Weltenbummlerin. Auf meinem Blog Minimalisch schreibe ich über Minimalismus, meine Reisen und gebe Tipps zum Sparen.“

Was macht das Reisen im Bus/Auto/Wohnmobil zu etwas so Besonderem?

Mein erster richtiger Roadtrip ging über Luxemburg, Frankreich und Andorra nach Spanien, wo wir dann zwei Monate unterwegs waren. Mit einem 20 Jahre alten Wohnmobil.

Jeden Tag woanders aufwachen oder einfach dort bleiben, wo es dir gefällt, das war es, was diesen Trip zu etwas Besonderem gemacht hat. Diese Freiheit tun und lassen zu können was ich will. Wäsche mit der Hand waschen. Duschen am Strand. Frühstücken mit Blick auf Meer oder Berge.

Und wenn sich die Gelegenheit ergibt, einzutauchen in das Leben vor Ort, Menschen kennenzulernen und Freunde zu finden. So ging es mir, als wir von einem Leser meines Blogs eingeladen wurden. In dem ehemaligen Bauernhaus von El Camino Verde fühlte ich mich nicht nur sofort wohl, ich fand auch Freude. Insgesamt dreimal fanden wir den Weg nach Algodonales, einem kleinen Örtchen, fernab von Stress und Lärm, und besuchten unsere neuen Freunde.

Der Kontakt blieb auch nach unserer Tour bestehen und jetzt sitze ich schon wieder auf der gemütlichen Veranda mit Blick auf die Berge. Ein Stück meines Herzens ist seit unserem ersten Besuch hier geblieben. Wenn ich nicht auf die Einladung eingegangen wäre und weiter unseren eigentlichen Reiseplan verfolgt hätte, hätte ich eine Menge verpasst.

Also ergreife unterwegs solche Gelegenheiten beim Schopf statt lange nachzudenken und sie vorüberziehen zu lassen. Auf einem Roadtrip ergeben sich viele Möglichkeiten das wahre Leben kennenzulernen. Sei nicht schüchtern. Sei mutig und öffne dich gegenüber neuen Dingen und du wirst die Zeit deines Lebens haben und vielleicht sogar neue Freunde finden.“

Welchen Tipp hast du für jemanden, der noch nie einen Roadtrip gemacht hat und es gerne einmal versuchen möchte?

„Die wirklichen Abenteuer erlebst du nicht in einer hübschen Hotelanlage, sondern draußen auf der Straße, in der Natur. Dort lernst du nicht nur das Leben kennen, sondern auch dich selbst und zwangsläufig auch deine Mitreisenden. Das führt entweder zu enormen Spannungen oder schweißt euch für immer zusammen, weil ihr gemeinsam Dinge erleben werdet, die über das alltägliche Leben hinausgehen und euch herausfordern. Genieße es und plane so wenig wie möglich.“

Camperleben in Spanien
Camperleben in Spanien

Steffi von Keine Eile

„Ich bin Steffi. Auf meinem Blog Keine Eile schreibe ich über das Leben im Wohnmobil und Reisen mit dem eigenen Fahrzeug.“

Wieso sollte man unbedingt mal einen Roadtrip machen?

„Roadtrips sind Freiheit pur!“

Was macht das Reisen im Bus/Auto/Wohnmobil zu etwas so Besonderem?

„Der große Vorteil mit dem eigenen Fahrzeug zu reisen: Individualität!

Du bist völlig frei in der Routenplanung, brauchst dir keine Gedanken über Zug- oder Busfahrpläne zu machen. Du kannst halten und bleiben, wo es dir gefällt. Und an schönen Orten kannst du so lange verweilen, wie du es willst!

Niemand außer dir gibt den Takt vor. Das Reisetempo bestimmst du alleine. Wenn du dann auch noch mit dem Wohnmobil unterwegs bist, brauchst du dir nicht einmal mehr ein Hotel zu suchen.“

Welches Land ist dein Lieblingsland für einen Roadtrip?

„Mein Roadtrip-Highlight ist Portugal, weil es sich dort so entspannt fährt.

Es gibt viele kleine Straßen mit wenig Verkehr. Und es gibt unterwegs so viel zu entdecken: Freundliche Menschen und eine hinreißende Landschaft. Dort kannst du aus einer Vielzahl toller Routen wählen: Von Strand zu Strand, von See zu See, durch die Berge, oder immer entlang der Küste.“

Welches war die beeindruckendste Erfahrung/der beeindruckendste Moment für dich bei einem Roadtrip?

„Besonders beeindruckt hat mich ein Roadtrip mit dem VW-Bus durch Marokko. Nachts in der Wüste – mit einem fantastischen Sternenhimmel über mir – diese absolute Stille aufsaugen!“

Welches ist die tollste Strecke, die du selber kennst?

„Ich kenne einige tolle Roadtrip-Strecken. Die Rhone in Frankreich entlang bis zum Mittelmeer, oder von Hamburg aus der Elbe bis nach Dresden und weiter folgen.

Meine Lieblingsstrecke befindet sich in Portugal: Immer entlang der Westküste von Sagres nach Lissabon.“

Welchen Tipp hast du für jemanden, der noch nie einen Roadtrip gemacht hat und es gerne einmal versuchen möchte?

„Zögere nicht lange. Steig einfach in dein Auto und fahre los!“

Halten, wo es einem gefällt
Halten, wo es einem gefällt

Kein passendes Gefährt für einen Roadtrip?
Kein Problem!
In Galizien und Valencia gibt es zwei sympathische und mit Leidenschaft geführte Camperverleihe.
Über Abenteuer Spanien bekommt ihr bei einer Buchung kostenfrei eine Sonderausstattung dazu.

Hast du schon mal einen Roadtrip gemacht?

 

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Ich würde mich sehr freuen.

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4 comments

  1. Hola Nima, da kamen beim Lesen Erinnerungen an November-Dezember auf 🙂 Wir waren da 1 Monat mit dem Jeep unterwegs, von Zentralchile bis an die Grenze zu Peru und über die Anden wieder zurück. Wie Steffi schreibt, Freiheit pur. Ich glaube, dass Wohnmobile oder VW-Busse noch mal gemütlicher sind als mit Zelt & Campingkocher, andererseits hat es so fürs Klettern super gepasst. Ich war erstaunt, wie anders die Qualität war, wie wir Leute kennengelernt haben. Einfach klasse. Bin gespannt, was du nächstes Mal zu den Roadtrips schreibst 🙂
    Sonnige Grüße
    Stefanie

    • Hey Stefanie,
      zu zelten ist auf jeden Fall nochmal intensiver. Du bist noch näher an der Natur und auch den Menschen dran. Im Wohnmobil fühlen wir uns teilweise isolierter, dafür ist es komfortabler.
      Alles hat eben zwei Seiten 🙂
      Liebe Grüße
      Nima

  2. Hallo Nima,

    oh ja. Bei den meisten Antworten habe ich Kopfnickend vor dem Laptop gesessen. So tolle Antworten und alle auf den Punkt gebracht. Ein Roadtrip ist einfach die allerbeste Reiseart, wenn man flexibel sein möchte und viel erleben will. Eine tolle Idee und danke, dass ich dabei sein darf. Ich bin gespannt, welche Antworten noch folgen werden.

    Viele Grüße,
    Tanja

    • An dich einen ganz dicken Dank fürs Mitmachen! Wäre ich nicht gerade selber unterwegs, hätte mich bei euren Antworten sofort das Reisefieber gepackt! 🙂

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