Das Beste aus Nordspanien, Teil 1

Das Beste aus Nordspanien, Teil 1

Es ist wieder soweit: wir sind zurück in Spanien! Nach fast einem Jahr Griechenland ist es spannend, hier neue Regionen kennenzulernen.

Nach einem Monat kann ich sagen, dass es zu viele Eindrücke für nur einen Artikel sind. Also mache ich zwei daraus und beginne mit den Highlights aus Navarra, Kantabrien und Asturien.

Unterwegs in Navarra

Spanien empfängt uns Anfang September ganz unüblich mit viel Regen. Dass es im Norden deutlich nasser zugeht als im Süden des Landes, wusste ich. Deshalb ist es hier ja auch so grün und erinnert mich oft an Irland.

Das Baskenland begrüßt uns mit Regen

Bardenas Reales

Da die Wettervorhersage für das Landesinnere besser aussieht, zieht es uns zuerst in die Bardenas Reales. Bevor wir uns die Wüstenlandschaft anschauen, machen wir am Abend vorher einen Spaziergang durch den Ort Arguedas. Kann man sich anschauen, muss man aber nicht. Arguedas hat zwar ein paar Bars, Cafés und kleine Läden, aber mir fehlt ein besonderer Charme.

Der Wohnmobilstellplatz in Arguedas

Den finden wir dafür am nächsten Tag in den Bardenas Reales. Wir fahren mit Horst einmal quer durch den großen Naturpark. Eine gut befahrbare Schotterpiste führt uns entlang der skurrilen Felsformationen.

Immer wieder steigen wir aus und sehen uns die Landschaft aus einer anderen Perspektive an. Auch die Hunde haben ihren Spaß. Selbst Oma Luna kämpft sich tapfer auf die für sie hohen Hügel. Ich klinke mich bei manchen davon lieber aus und betrachte sie von unten.

Die genauen Infos zum Stellplatz findet ihr in diesem Beitrag.
Koordinaten Besucherzentrum Bardenas Reales: 42°10’46.6″N 1°31’59.6″W

Der Naturpark Ubasa y Andia

Von einem Naturpark geht es weiter zum nächsten. Die Landschaften sind aber überhaupt nicht zu vergleichen.
Wir laufen vom Parkplatz auf einem Schotterweg zum Aussichtspunkt „San Adrian“. Eine Strecke ist ungefähr drei Kilometer lang.

Hier oben ist es so angenehm ruhig, dass wir glatt zu faul sind, um noch weiterzulaufen. Der Naturpark hat aber noch viel mehr zu bieten. Informationen dazu (auf Spanisch) gibt es hier.

Koordinaten unseres Parkplatzes: 42°51’34.0″N 2°00’42.5″W
Aussichtspunkt San Adrian: 42°52’06.3″N 2°03’03.5″W

Unterwegs in Kantabrien

Wenige Kilometer weiter sind wir nun wieder in Kantabrien. Nach so viel Berglandschaft wollen wir ans Meer und das endlich gute Wetter am Sandstrand genießen.
Und so landen wir in Noja, wo wir im Jahr zuvor schon einmal waren. Die Touristensaison ist Mitte September schon vorbei und wir haben diesen riesigen Strand fast für uns alleine. Auf dem Plan stehen Sport machen, mit den Hunden toben und uns die Sonne auf den Bauch brutzeln lassen.

Koordinaten Playa de Trengadin: 43°28’17.6″N 3°29’49.0″W

Wieder geht’s zurück in die Berge, nach Lebeña, durch die Hermida-Schlucht.
In Lebeña landen wir per Zufall, denn nur wenige Meter entfernt gibt es einen winzigen Kletter-Sektor: Puente de Lebeña.

Zum Übernachten stehen wir auf einem Parkplatz direkt neben der Kirche, wo sich auch andere Camper einfinden.
Wer lieber wandern statt klettern möchte, findet rund um Lebeña genügend Möglichkeiten. Auch der hübsche Ort Potes ist nur acht Kilometer entfernt und einen Besuch wert.

Wanderungen rund um Potes

Tipp:
Im 8 Kilometer entfernten Dorf La Hermida gibt es heiße Quellen, die öffentlich zugänglich sind. Die Lage ist ein wenig ungewöhnlich, denn sie befinden sich direkt unter der Brücke, die zum Hotel führt. Die Quellen werden jedoch gerne besucht, von Einheimischen sowie Touristen. Auch wir haben einige Zeit im wirklich heißen Wasser geplantscht und sind dabei ziemlich ins Schwitzen gekommen.

Koordinaten heiße Quellen: 43°15’06.7″N 4°36’25.6″W
Koordinaten Klettersektor: 43° 12′ 44″ N  4° 35′ 41″ W
(ca. 14 Routen im 6er Bereich, gut gesichert)
Koordinaten Parkplatz Lebeña: 43°12’54.4″N 4°35’21.9″W

Unterwegs in Asturien

Achtung, nun wird es Kulinarisch!
Wobei mich Asturien zuerst vor allem durch seine Natur beeindruckt.

Wieder einmal haben wir uns ein Klettergebiet als neues Ziel auserkoren. Es liegt direkt bei Arena de Cabrales in der Nähe der Picos de Europa. Schon auf der Fahrt dorthin bin ich begeistert. Der berühmte Berg Naranjo de Bulnes ist ein echter Hingucker!

Aber auch die urigen Orte wickeln mich sofort um den Finger.

Überall weisen Schilder darauf hin, dass hier ein besonderer Käse hergestellt wird: Queso de Cabrales, ein Blauschimmelkäse.
Normalerweise ist das nicht so mein Ding. Als ich aber die Patatas de Cabrales probiere, die mit einer Soße aus diesem Käse serviert werden, bin ich hin und weg!

Patatas Cabrales – köstlich!

Wenn ihr richtig gut essen wollt, empfehle ich euch das Restaurant „La Panera“ in Arena de Cabrales.
Hier kommen nur Produkte aus der direkten Nachbarschaft auf den Tisch, vom Gemüse bis hin zum Fleisch. Wir waren nach dem Essen pappsatt und rundum zufrieden!

Lokale Produkte einkaufen

Nicht nur der Käse, sondern auch der lokale Sidra – Apfelwein –  hat es uns angetan. Überall stehen Apfelbäume, deren Äste sich vor reifem Obst biegen. Sidra bekommt ihr in Arena de Cabrales wirklich überall zu kaufen und das zu günstigen Preisen. Wir haben uns für den Sidra Pamirandi entschieden, der im kleinen Dorf Asiego produziert wird. Er ist zu 100% natürlich und kommt ohne jegliche Zusatzstoffe aus.

Koordinaten Asiego: 43°19’33.2″N 4°51’49.4″W

Und dann ist da noch der Wochenmarkt in Cangas de Onis. Wer sich mit lokalen Produkten eindecken möchte, sollte sich diesen Markt nicht entgehen lassen.
Er hat wirklich alles zu bieten: Käse, Honig, Sidra, Gewürzen, Backwaren, Obst, Gemüse, Eier, und und und …
Wir sind aus dem Staunen und Kaufen nicht mehr herausgekommen. Zu den köstlichen Angeboten gibt es obendrauf noch authentisches spanisches Leben – so mag ich das!

Koordinaten Wochenmarkt (immer sonntags): 43°21’02.4″N 5°07’36.4″W

Hier geht es zu meinen weiteren Einkaufstipps für Spanien.

Ruta del Cares – eine Schluchtwanderung

Zu den Attraktionen der Gegend bei Arena de Cabrales zählt auch eine Wanderung durch die Cares-Schlucht. Eine Strecke ist insgesamt 12 Kilometer lang. Wenn du dich nicht von jemandem abholen lässt, musst du sie also auch wieder zurückgehen.
Alternativ kannst du auch bloß einen Teilstück gehen. Genau das habe ich gemacht.

Unser Ausgangspunkt war Poncebos, aber du kannst auch in Cain starten.
Die ersten beiden Kilometer geht es auf einem breiten Pfad bergauf, aber nicht besonders steil.
Dann führt der Weg immer weiter hinein in die Schlucht. Er lässt sich zwar recht einfach laufen, aber du solltest schwindelfrei sein. Ich selber habe keine Höhenangst, dafür Angst vorm Stürzen. Die Wanderung konnte ich aber super alleine machen.

Koordinaten Parkplatz Poncebos: 43°15’29.9″N 4°49’48.2″W

Buchtipps*

Im zweiten Teil der Artikelserie stelle ich euch eine weitere Region Asturiens sowie Galicien vor.

Was sind deine Sehenswürdigkeiten in Nordspanien, die du uns empfehlen kannst?

 

*werbliche Links

9 Kommentare

  1. Wowwww, das sieht alles so traumhaft aus! Ich war ja schon in einigen der genannten Orte, aber vieles habe ich noch nicht gesehen. Danke für die Tipps & Koordinaten! Ich werde mir auf dem Weg nach Portugal sicher einiges davon anschauen. Aber so lange bummeln will ich auch nicht – denn irgendwann würde ich euch auch gerne „einholen“ zum endlich mal Real-Life-Kennenlernen! 😉
    Liebe Grüße aus Vitoria-Gasteiz!

    • Auf deiner Seite haben wir uns umgekehrt auch schon Infos geholt 😉
      Wir freuen uns auf das Treffen und wünschen dir vorher noch viel Spaß in dieser klasse Gegend.
      Liebe Grüße
      Nima

  2. Hallo Nina, tolle Bildr und wertvolle Tipps! Neblige Grüße aus den verpi***en Deutsch­land…..Frank

  3. Echt cool da unten in Spanien, wir kommen Anfang Dezember für 6 Wochen nach Spanien.
    Ich habe voriges Jahr Spanien als unser Urlaubsland endeckt.
    Eure Informationen helfen uns echt weiter.
    Grüße aus dem Saarland
    Anja, Bernd und unser Hund Jack

  4. Hejsa Aus Danmark Ihr Beiden,

    es ist schön wieder von Euch Zu hören.
    Vor allem Eure Bilder einfach TOLL. Hier bei uns ist es jetzt zur Zeit sehr frisch Die letzten Tage musste ich doch wirklich schon mit Handschuhen Radfahren wir hatten morgens 2.5 Grad. Und Ihr habt es gut da wird einem warm
    wenn man Euch sieht. Bis bald sonnige Grüsse aus Danmark Martin

    • Hey Martin,
      und ich freue mich immer, von dir zu lesen 🙂

      2,5 Grad? Das ist kalt, brrr …
      Heute Nacht waren es bei uns aber auch irgendwas um die 5 Grad und ich schlottere jetzt noch. So langsam kommt die Sonne aber wieder raus!
      Liebe Grüße
      Nima

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