“Sollen wir nicht doch einen zweiten Hund aufnehmen?”
Immer wieder bespreche ich mit Steve, dass ich gerne einen zweiten Vierbeiner hätte. Dies ist schließlich eine Entscheidung, deren Folgen wir beide tragen. Doch für Steve kommt das aktuell nicht infrage. Aber dann entdecke ich Anfang Januar bei Facebook Fotos von diesem Hund.
Bela wurde von einer Touristin sehr abgemagert gefunden und sie hat sich seiner angenommen. Er wurde von anderen Hunden gebissen und hatte keine Chance, ans Futter zu gelangen.
Behalten kann sie ihn jedoch nicht und wendet sich an eine Bekannte von mir, die sich auf der Peloponnes um Streuner in Not kümmert. Anja macht dort Tierschutz mit Herz und Verstand, vor allem in enger Kooperation mit den Einheimischen.
Tja, und als ich Fotos von Bela sehe, steht für mich fest: Ich möchte ihn gerne kennenlernen!
Also begebe ich mich zum ersten Mal, seit wir im Bus leben, alleine auf einen Roadtrip. Na gut, nicht ganz alleine, sondern begleitet von Merle. Sie muss schließlich ein Wörtchen mitreden, ob sie Bela sympathisch findet oder nicht.
Drei Tage und 500 km später komme ich bei Anja an.
Der erste Kontakt zu Bela verläuft suboptimal. Merle ist zu aufgeregt, er zu eingeschüchtert. Doch ich bin nicht in Eile. Daher parke ich den Bus in einer Ausbuchtung, sodass ich niemanden störe, und bleibe ein paar Tage dort.
Beide haben nun die Möglichkeit, sich zu beschnuppern. Und auch ich bekomme ein Gefühl dafür, ob Bela zu uns passen könnte oder nicht. Du kannst es dir vermutlich denken, wie ich mich entschieden habe.
Tschüss Angst, hallo Selbstbewusstsein
Inzwischen sind bald drei Monate vergangen und Bela heißt jetzt Miro. Merle und er bilden nun die M&Ms 😉
Miro war zu Beginn sehr ängstlich in Bezug auf andere Hunde. Hier in Pades hat er sich allerdings sofort mit Nimo angefreundet und die beiden sind schier unzertrennlich.
Auch mit Merle klappt es immer besser.
Die Prinzessin war zuerst nicht begeistert, ihre Menschen ab sofort teilen zu müssen. Steve und ich haben daher ein gutes Auge auf beide, um mögliche Stresspunkte rechtzeitig zu erkennen und beide zu unterstützen.
Miro bringt ein paar Baustellen mit, an denen wir in Ruhe mit ihm trainieren. Auf fremde Menschen und vor allem Kinder sowie fremde Hunde reagiert er sehr gestresst. Auch das Alleinebleiben üben wir in winzigen Schritten. Das Kerlchen steckt gerade ja auch mitten in der Pubertät und braucht sowohl viel Verständnis als auch liebevolle Unterstützung. Die bekommt er – auf schöne gemeinsame Jahre, lieber Miro!
Fantastisch! Alles Gute für Euch 4 🤩
Dankeschön 🙂