Wir wollen helfen: Streunerhunde in Griechenland

Wir wollen helfen: Streunerhunde in Griechenland

Wenn man sich längere Zeit in einem anderen Land aufhält, erlebt man nicht nur die Sonnen-, sondern auch die Schattenseiten.

Ein Thema, mit dem wir hier konfrontiert werden, sind die streunernden Hunde.
Merle war bis vor Kurzem einer von ihnen, bis sie sich dazu entschlossen hat, unseren Bus zu besetzen.

Merle war abgemagert, als sie zu uns kam

Nicht jedem Hund, der auf der Straße lebt, geht es zwangsläufig schlecht.
Es gibt genügend, die gut zurechtkommen. Und es gibt die anderen, die krank oder schwach sind und Hilfe benötigen.

Fest steht, dass nicht jeder Streunerhund von der Straße geholt werden muss. Viel wichtiger ist es dafür zu sorgen, dass sie sich nicht vermehren und möglichst ohne Bedrohung ihrer Gesundheit leben können.

Stellvertretend für viele andere Straßenhunde in Griechenland stelle ich euch Feli vor, die vermutlich Merles Mutter ist. Sie wurde wahrscheinlich ausgesetzt und läuft hier nun seit fast zwei Monaten durch die Gegend.

Feli

Feli – die Glückliche

Die Zahl der Streuner nimmt wieder zu

Die harten Auswirkungen der Krise bedeuten für zahlreiche Menschen, dass sie selber kaum noch Geld haben, um sich mit dem Nötigsten zu versorgen. Futter oder sogar Tierarztkosten können sich einige einfach nicht mehr leisten und setzen ihren Hund deshalb aus.

Jetzt ist es leicht zu sagen „das würde ich niemals machen“, aber das hilft niemandem weiter.
Menschen zu verurteilen, trägt nicht dazu bei, Lösungen zu finden. Genau das macht guten Tierschutz auch so schwierig. Es ist wichtig, besonnen zu handeln und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. Nur so kann langfristig ein Umdenken erreicht werden.

Wer einen Hass auf Menschen hegt, kann keinen guten Tierschutz leisten.

Einer der vielen Straßenhunde

Einer der vielen Straßenhunde

Wie schwer es ist, nicht wütend zu werden, weiß ich allerdings nur zu gut.
Erst vor wenigen Tagen haben wir abends bei einem Spaziergang in den Ort ein Fiepsen aus einem Müllcontainer gehört. Und was finden wir da? Einen zwei Tage alten Welpen, der in einem zugeknoteten Beutel inklusive Restmüll entsorgt wurde.

Wir haben ihn sofort rausgeholt und zum Tierarzt gebracht.
Dort musste er eingeschläfert werden, weil es keine Chance gab, ihn durchzubringen.

Die Tierheime platzen in Griechenland aus allen Nähten

Die Tierheime platzen in Griechenland aus allen Nähten

Solche Situationen machen mich tieftraurig!
Gleichzeitig habe ich mich gefragt, wie sich sowas vermeiden lässt. Eine der wichtigsten Schritte ist die Kastration der freilaufenden Hunde.

Das Bewusstsein ändern

Ich treffe mich mit Veta Tsoukatou, die ich über zig Ecken ausfindig machen konnte.
Veta ist eine junge Frau aus Leonidio, die sich hier auf eigene Faust um die Streuner kümmert. Genau wie ich will sie dazu beitragen, dass das Töten und Vergiften der Hunde aufhört. Gerade im Frühjahr werden noch immer von einzelnen Personen Giftköder ausgelegt, um die Zahl der Streuner zu reduzieren.

Veta berichtet mir, dass es genügend Menschen gibt, denen es an Wissen über ihre eigenen Hunde mangelt. Dass ihre Hündinnen läufig werden, ist ihnen gar nicht bekannt und so wundert es nicht, dass immer wieder Welpen geboren werden.

Deshalb bemüht sich Veta um Aufklärung und beginnt damit schon bei den Kleinesten in der Schule. Aber auch mit den Bauern und Jägern führt sie Gespräche, was manchmal mühsam und frustrierend ist. Nicht jeder ist bereit, von seiner gefestigen Meinung abzuweichen.

Kettenhunde gehören hier noch zum Alltag

Kettenhunde gehören hier noch zum Alltag

Gelebter Tierschutz

Tierschutz kann den Menschen nicht übergestülpt werden, sondern muss von den eigenen Landsleuten vorgelebt werden. Deshalb ist das Engagement von Veta so wichtig und wir möchten sie gerne unterstützen.

Dazu haben Veta und ich vor, ein Gespräch mit dem Bürgermeister von Leonidio zu führen. Gemeinsam wollen wir überlegen, ob zum Beispiel eine größer angelegte Kastrations-Aktion durchführbar wäre. Hierfür brauchen wir die Hilfe der Gemeinde.

Und auch Feli soll zeitnah kastriert werden.
Bis vor Kurzem war sie nämlich trächtig, aber von ihren Welpen fehlt jede Spur. Dafür wurden kürzlich fünf Welpen lebend in einer Mülltonne gefunden, die durchaus ihre sein können.

Feli fühlt sich bei uns wohl

Feli fühlt sich bei uns wohl

Felis Kastration wird 150€ kosten und hierfür sammele ich Spenden.

Ja, ich möchte gerne etwas spenden:

Alternativ kannst du es bei Paypal auch an diese E-Mail Adresse spenden: nima@abenteuer-unterwegs.de

Jeder Cent, der über die 150€ reinkommen sollte, fließt in die Kastration anderer Streuner in Leonidio.

Ich würde mich freuen, wenn wir es zusammen schaffen, Feli zu einem glücklichen Leben zu verhelfen.
Bist du dabei?

Feli soll es gutgehen!

Feli soll es gutgehen!

14 Kommentare

  1. Schöne und sinnvolle Aktion – ein kleiner Beitrag ist soeben rausgegangen. Vielleicht kommt ja sogar genug zusammen, um auch anderen Hunden das Entsorgen in Mülltonnen oder anderes Leid zu ersparen. Alles Liebe für euch, Feli und die übrigen Streuner <3

    • Allerbesten Dank, auch im Namen von Feli! 🙂
      Liebe Grüße
      Nima, Steve, Luna, Jule und Merle (die Liste wird immer länger …)

  2. hallo,grüss dich..
    hmm,leonidio,ist ja fast um die ecke,kann ich von unserem balkon sehen 😉

    wir sin

  3. hallo grüss dich..

    hmm,leonidio,kann ich von unserem balkon aus sehen 😉

    sollte es dich auch mal hierher-nach porto cheli -verschlagen,
    würden wir dich gern kennen lernen..
    wer und was wir sind kannst du auf facebook nachlesen..

    ansonsten alles gute und danke für deinen einsatz,
    liebe grüsse,
    stefan

    • Hey, hallo Stefan,
      da waren wir neulich in Nafplio ja schon recht nah bei euch um die Ecke 🙂 Mal sehen, ob wir nochmal dorthin kommen, aber falls ja, sage ich dir Bescheid.
      Wo finde ich euch denn bei Facebook?

      Liebe Grüße 🙂
      Nima

  4. Habe zwar nur einen kleinen Beitrag überweisen können, aber ich sage mir, besser eine kleine Summe als gar nichts. Wenn jeder so handelt, dann tut es keinem weh und es kommt genügend Geld zusammen.

    Feli sieht genauso aus wie die spanische Hündin, die meine Tochter aus einer spanischen Tötungsstation aufgenommen hatte. Sie hieß Estella und war ihr so ergeben, wie ich es noch nie zuvor erlebt habe.

  5. Huhu Nima,

    eine kleine Unterstützung ist raus…
    Viel Erfolg!

    Ich werd ganz traurig, wenn ich soviel Leid sehen :-((

    Liebe Grüße

    nadja

    • Liebe Nadja,
      durch die ganze Aufregung um Feli komme ich erst jetzt dazu, mich hier bei dir zu bedanken!
      Liebe Grüße von uns Zwei- und Vierbeinern 🙂
      Nima

  6. Hi Nima
    Mir kullern gerade die Tränen runter. Vielen Dank, dass du dich vor Ort für diese Hunde einsetzt. Wünsche dir viel Kraft und Erfolg dabei.
    LG Olivia

  7. Hallo Nima,
    eine kleine Unterstützung ging auch von uns raus. Magst du berichten wie viel an Geld zusammen gekommen ist?

    Danke dir.

    • Hey Chris,
      für die Kastrationsaktion sind 300€ zusammengekommen, das ist super.
      Parallel dazu ist ja leider Felis Vergiftung passiert, dafür haben viele auch Geld gespendet. Somit konnten wir für die Behandlung aufkommen, um ihr Leben zu retten und sie noch kastrieren lassen.
      Jetzt sind noch immer 300€ übrig, mit denen wir weitere Kastrations-Projekte oder Notfälle unterstützen werden.
      Liebe Grüße
      Nima

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