Jetzt geht’s los – wir leben auf Rädern!

Jetzt geht’s los – wir leben auf Rädern!

Mit 10 Tagen Verzögerung sind wir am 10.09. endlich gestartet.

Unsere geplanten Horst-Arbeiten haben länger gedauert als erwartet, dazu kamen ungeplante Defekte, die uns immer wieder am Laufen gehalten haben.

Als wir nun endlich die ersten Kilometer auf der Autobahn in Richtung Schweiz fahren, sind unsere Gefühle gemischt:

  • einerseits Freude, weil wir jetzt endlich unterwegs sind,
  • andererseits leichte Anspannung, ob uns gleich schon wieder eine Panne überrascht.

Das falsche Wetter

Wir wollen zuerst für ein paar Tage in die Schweiz zum Bouldern fahren.

In Chironico hat Steve noch ein offenes Projekt, das ihm keine Ruhe lässt.

Keine Ruhe lässt uns bei unserer Ankunft auch das Wetter: Regen satt!
Zwei Tage lang regnet es, mal schwächer, mal wie aus Kübeln. Dazu ist es noch unangenehm frisch.

Chironico

Kuchen mit Ausblick

Wenn das Bouldern schon ins Wasser fällt, versüßen wir uns halt die Zeit mit selbst gebackenem Kuchen.
Ist übrigens ein klasse Armtraining, so einen Teig ohne elektrischen Mixer zu rühren. Ich habe irgendwann kapituliert und Steve den Rest mit der Bohrmaschine machen lassen: Einen Bosch-Akku-Marmorkuchen!

Die Entdeckung der Langsamkeit

Nach zwei Tagen Dauerregen entscheiden wir uns, den Weg in Richtung Spanien anzutreten.
Wie sich knapp 50km später herausgestellt, war das eine gute Idee.

Während der Fahrt höre ich nämlich plötzlich ein platschendes Geräusch und sehe, dass aus einem Holzregal Wasser heraustropft.

Entsetzt stelle ich fest, dass wir ein dickes Leck im Dach haben. Nun heißt es, ganz fix das Wasser aus dem Holzregal zu schaufeln und den Schaden möglichst zu begrenzen.

Was wir jetzt dringend brauchen, sind Sonne und trockenes Wetter!

Nachdem wir das Leck notdürftig geflickt haben, schlängeln wir uns mit gemütlichen 40 km/h über den Sustenpass, vorbei an einer atemberaubenden Bergwelt.

Berge

Um Maut zu sparen, und weil es Spaß macht, tuckern wir die nächsten drei Tage über zig Landstraßen bis nach Spanien.

Bisher finde ich das Leben im Horst wirklich praktisch:
Wenn wir eine Pause brauchen, stellen wir uns einfach irgendwo hin, kochen uns was und hauen uns danach eine Runde aufs Ohr.

Bloggertreffen der anderen Art

Während wir gerade auf dem Weg nach Spanien sind, befinden sich Silke und Dirk von Minimalisch auf dem Rückweg.

Per SMS stimmen wir unsere Positionen ab und schaffen es tatsächlich, ein Treffen in Frankreich zu arrangieren.

Wir bekommen von den beiden wertvolle Tipps und praktische Geschenke:
Eine SIM-Karte fürs Internet, mit der wir die ersten Tage bis zur Einrichtung unserer Sat-Anlage überbrücken können.
Außerdem tauschen wir unsere Gasflaschen aus: Sie bekommen unsere deutsche, wir ihre spanische.

An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön dafür!

Spanien

Hola Espana!

Abends gegen 21.00 Uhr kommen wir am 15.09. endlich in Spanien an und sind im Eimer. Das einzige, was wir in den nächsten Tagen machen wollen, ist: Nichts!

Die letzten Wochen waren intensiv. Viel Arbeit, viele Emotionen.
Jetzt brauchen Steve und ich Ruhe, um unseren Akku wieder aufzuladen.

Es gibt noch immer einiges am Horst zu tun, zum Beispiel die Sat-Anlage fürs Internet einzurichten und den Wasserschaden zu reparieren.

Meine Freelance-Jobs laufen ebenfalls weiter, so dass ich nicht einfach von der Bildfläche verschwinden kann.
Die Übergangsphase in unser mobiles Leben verläuft so, wie es zu erwarten war: Mal mehr, mal weniger holprig.

Aktuell stehen wir in Nordkatalonien komplett alleine auf einer Wiese, umgeben von einem kleinen Gebirgszug. Ganz selten mal ein paar Wanderer, ansonsten Einsamkeit und Stille.

Horst vor Berg

Während ich den Artikel schreibe, liegen die Hunde ohne Halsband oder Geschirr draußen in der Sonne und lassen sich das Fell wärmen.
Ich sehe ihnen an, dass sie glücklich sind und die neue Freiheit wieder genießen – genau wie wir!

Hunde

Im Schatten ist es auch schön

Kurz darauf sind wir umzingelt von einer Herde Pferde, die neugierig am Horst schnuppern und sich von Steve den Hals kraulen lassen.
Es sind Momente wie diese, die unerwartet passieren und mich berühren. Eine Nähe zur Natur, wie ich sie liebe.

Wie es weitergeht?
Dazu mache ich keine Pläne. Jetzt heißt es erst einmal ankommen und genießen!

13 Kommentare

  1. Hi 🙂 ,
    schön, dass Ihr gut angekommen seid. Wir (meine Tochter, meine Enkelin und ich) leben ab Donnerstag in unseren Wohnmobilen und planen Anfang Oktober dann Richtung Spanien zu starten. Wir können es kaum abwarten. Vielleicht sieht man sich ja mal irgendwo.
    Euch alles Gute und liebe Grüße
    Ute

  2. Wow, gleich von Pferden umzingelt 🙂 Wie schön! Bin auf weitere Erlebnisse gespannt!

  3. Hey ihr Lieben,

    ist das Projekt in der Schweiz sozusagen ins Wasser gefallen? Egal, der Brocken in Chironico rollt schon nicht davon. 🙂

    Horst mit leichtem Dachschaden passt ja zu euch. *haha*

    Bin gespannt, wie es euch weiter ergeht! Von uns 3’en die besten Wünsche, haltet uns auf dem Laufenden und passt gut auf euch auf. 🙂

    LG, Pete

    • Hola Pete,
      ja, Steves Boulder ist abgesoffen, war echt schade.
      Aber jetzt kann Steve ja im nächsten Jahr kräftig trainieren, ihn zu bezwingen!
      Das mit dem Dachschaden ist wie mit der Henne und dem Ei: Wer hatte ihn zuerst? 😉
      Sonnige Grüße (noch) aus Katalonien
      Nima

  4. Hola Nima
    Ich finde deine Seite absolut Toll !!!
    Vor Allem euren Mut alles aufzugeben und auf Rädern zu Leben.
    Wir Das sind Judith ( meine Freundin,unsere beiden Hunde Fussel,Nero und Ich ) planen ebenfalls auf Rädern zu Leben .

    Wir interessieren uns sehr für Spanien und Marokko und werden uns die Länder als erstes ansehen !
    Leider werden noch 2-3 Jahre ins Land gehen , bis wir ganz auf Rädern leben können, da wir erst mal
    Haus und Inventar los werden müssen .
    Bis dahin werden wir erst mal mit einem kleinern Wohnmobil Wochenweise
    verreisen.
    Später soll es eins auf LKW- Basis sein, mit Allrad !
    Wenn ich mir die Bilder und Berichte von Euch so ansehe würde ich am liebsten sofort alles hinwerfen und
    abhauen !
    Aber wir arbeiten daran .
    Wir wünschen euch auf jeden Fall alles Gute für euren Lebensweg und macht weiter so !!!

    Liebe Grüße aus dem Westerwald
    Uli & Judith

    • Hey Judith & Uli,
      da scheinen wir ja ein paar Dinge – inklusive der Hunde – gemeinsam zu haben 🙂
      Ihr werdet sehen, die 2-3 Jahre gehen fix rum und schon seid ihr auf der Straße unterwegs! Und wenn ihr zwischendurch mit dem kleinen WoMo Auszeiten nehmen könnt, ist das ja auch schön.
      Ein Allrad-LKW hört sich gut an, vor Allem für Marokko. Das hatten wir ursprünglich auch überlegt, aber dann kam ja der Horst …
      Genießt die Vorbereitungsphase und liebe Grüße an & in den Westerwald – in der Nähe habe ich lange Zeit gewohnt 🙂
      Hasta luego
      Nima

  5. Hola Nima
    Habe gelesen das es euch in eurem Horst immer noch gefällt .
    Ihr habt euch wohl schon eingelebt .
    Wir sind auch schon einen Schritt weiter ! Wir haben uns ein
    Wohnmobil gekauft ,es ist doch etwas grösser als geplant .
    Paul ,der kleine Bruder von Horst, ein MB 508 mit H-Kennzeichen aber nur 6 Meter lang.
    Das Dach ist eurem sehr ähnlich ,aber der Alkhoven ist kleiner.
    Am Innenausbau muss Ich noch einiges ändern . aber laufen tut er Top.
    So langsam wird es !
    Wünsche Euch noch weiter viel Spaß und bleibt gesund .
    Mfg. Uli

    • Hola Uli,
      das hört sich ja toll an, ein kleiner Horst-Bruder mit H-Kennzeichen 🙂
      Wenn du magst, schick uns gerne mal Fotos per Mail zu!

      Liebe Grüße auch an Paul 😉
      Nima

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