Wandern und Rafting im Epirus

Wandern und Rafting im Epirus

Der Sommer in Griechenland läuft auf Hochtouren. Seit über einer Woche liegen die Temperaturen täglich bei über 30 Grad, da ist uns jede Abkühlung recht. Ohne Wasser ist es aktuell kaum auszuhalten, weder für die Hunde noch für uns.

Vor wenigen Wochen waren wir schon einmal am Voidomatis-Fluss und entscheiden uns dazu, hierhin zurückzukehren.
In meinem Beitrag „Das Beste aus 9 Monaten Griechenland“ stelle ich bereits ein paar Highlights aus dieser Region vor und heute verrate ich noch zwei weitere.

Die Steinbrücke in Kleidonia aus dem Jahr 1853

Die Steinbrücke in Kleidonia aus dem Jahr 1853

Wandern am Voidomatis Fluss

Die Wanderung beginnt an der bezaubernden alten Steinbrücke in Kleidonia. Immer entlang des Voidomatis verläuft ein schmaler Weg bis zur Brücke von Aristi.

Während es im ersten Teil überwiegend flach entlang des Flusses entlang geht, führt der Pfad später etwas bergauf und bergab.

Ein kraftvoller Ort mit alten Bäumen

Ein kraftvoller Ort mit alten Bäumen

Die gesamte Strecke beträgt hin und zurück ca. 8 Kilometer.
Zwischendurch sind Hinweistafeln aufgestellt, die etwas über die Natur und die Geschichte der Landschaft erzählen.

Ich fühle mich zwischen den riesigen Platanen wie in einem Märchenwald. Die einzigen Geräusche sind das laute Zirpen der Grillen und das Rauschen des Flusses.

Mit seinem glasklaren, tief türkisfarbenen Wasser zieht der Voidomatis Steve und mich komplett in seinen Bann. Auch die Hunde sind nicht zu bremsen und springen an jeder möglichen Stelle rein.

Dieser Fluss zählt zu den saubersten Flüssen in Europa, aber auch seine erfrischende Temperatur ist erwähnenswert. Aktuell liegt sie bei ungefähr 9 Grad. Längere Zeit zu schwimmen, ist kaum möglich. Wir springen während der Wanderung aber immer wieder rein, tauchen unter und rennen schnell wieder raus.

Auf halber Strecke legen wir am Ufer einen Stopp ein.
Es gibt genügend Gelegenheiten, sich ein schattiges Plätzchen direkt am Fluss zu suchen und sich auszuruhen.

Nach knapp 2,5 Stunden – inklusive der Schwimm- und Esspausen – kommen wir am Ende des Weges an. Jetzt geht es die gleiche Strecke wieder zurück und obwohl wir sie schon kennen, ist sie nicht weniger schön.

Das Besondere an dieser Wanderung:

  • Sie eignet sich ideal für heiße Tage, denn die Strecke verläuft überwiegend durch den schattigen Wald.
  • Zwischendurch kann man jederzeit ins Wasser springen.
  • Der Weg ist nicht überlaufen.
    Wir haben unterwegs gerade mal vier Personen getroffen.

Koordinaten Steinbrücke Kleidonia (Startpunkt): 39.968027, 20.663219
Koordinaten Brücke Aristi (Ziel): 39.946956, 20.687603

Hinweis:
Kurz vor der Steinbrücke wurde ein Stück Acker zu einem offiziellen Wohnmobil-Stellplatz umfunktioniert. Hier könnt ihr Wasser tanken und Müll entsorgen. Eine Entsorgung für Toiletten und Grauwasser gibt es keine.

Steinturm Voidomatis

Rafting im Epirus

Nicht nur zum Wandern ist der Epirus ein Traum, sondern auch zum Raften. Wir beide haben Rafting bisher noch nicht gemacht. Klar, dass wir das auszuprobieren.

Letztes Jahr habe ich in Kantabrien eine wilde Flussfahrt in einem Zweierkajak hingelegt. Wie wird es heute sein, wenn sich noch mehr Personen koordinieren müssen?

Pünktlich um 10.30 Uhr trifft die Crew von Papigo Rafting am vereinbarten Treffpunkt ein. Wir alle werden mit Neoprenanzügen, Schwimmwesten und Helmen ausgerüstet und sehen danach zum Schießen aus.

Schick, oder?

Schick, oder?

Dann gibt es durch einen Guide eine Einführung.

  • Wie müssen wir die Paddel halten?
  • Welche Anweisungen gelten für unterwegs?
  • Wie sehen die Sicherheitsvorkehrungen aus?

Es hört sich alles machbar an und so freuen wir uns, kurz darauf im Boot zu sitzen und das Ganze praktisch ausprobieren. Selbst wenn wir rausfallen sollten, kann uns durch die Schwimmwesten nichts passieren. Das ist beruhigend zu wissen.

Alle mal zuhören!

Alle mal zuhören!

Und schon geht’s los!
Sieben Kilometer liegen vor uns. Mal ist das Wasser seicht und flach, mal geht es etwas flotter zu. Da der Fluss zurzeit niedrig ist, bleibt es auch nicht aus, dass eines der Boote mal an einem Stein aufläuft. Dann heißt es kräftig zu paddeln, ein wenig zu schaukeln und zu hoffen, dass es reicht.

Alle Guides sind so gut drauf wie unserer

Alle Guides sind so gut drauf wie unserer

Wenn nicht, steigt der Guide aus und bringt das Teil wieder in Fahrt.
Jedes Boot hat übrigens einen eigenen Guide dabei. Er gibt die Kommandos zum Paddeln oder dazu, damit zu pausieren.

Nach der Hälfte der Strecke ist es Zeit für einen Zwischenstopp.
Wir dürfen von einem Felsvorsprung in den Fluss springen, der an dieser Stelle ausreichend tief ist. Während Steve sofort Ja schreit, entscheide ich mich für die zweite Option und lasse mich entspannt vom Boot ins kalte Wasser gleiten. Jedem steht es frei zu springen, zu schwimmen oder direkt vom Boot ans Ufer zu gehen.

Hier könnt ihr Steve bei seinem Sprung sehen.

Als Gegenmaßnahme zur Abkühlung versorgt uns das Papigo-Team mit kleinen griechischen Spezialitäten: leckere Kekse, Bergtee und heißer Tsipouro mit Honig und Zimt – Weihnachten im Juli.

Frisch gestärkt springen alle Teams wieder in ihre Boote.
Auch im zweiten Teil wechseln sich ruhige und lebendige Abschnitte ab. Schwierig oder gefährlich ist es jedoch an keiner Stelle. Aufregend und lustig ist es dafür umso mehr.

Schaut euch mal dieses Wasser an, der Wahnsinn

Schaut euch mal dieses Wasser an, der Wahnsinn

Am Ende erwartet und noch ein Mini-Wasserfall, juchu.
Kurz darauf stehen alle Teams mit glücklichen Gesichtern an Land. Niemand ist aus dem Boot gefallen, allen hat es Spaß gemacht – ein toller Ausflug!

Mein Fazit

Es war super!
Die Landschaft vom Wasser aus zu betrachten, ist etwas ganz anderes, als sie zu Fuß zu erkunden. Der Voidomatis ist zu dieser Jahreszeit gut befahrbar und trotzdem nicht langweilig. Im Winter braucht man für die gleiche Strecke nur die Hälfte der Zeit. Das ist dann schon eine andere Nummer …

Auch wer sich selbst als unsportlich bezeichnen würde, kann das Rafting bedenkenlos machen.

Eine rundum tolle Aktivität

Eine rundum tolle Aktivität

Mein herzlicher Dank geht an das gesamte Team von Papigo Rafting.
Die Guides sind hervorragend ausgebildet und die Sicherheitsvorkehrungen perfekt. So konnte ich die Tour von der ersten bis zur letzten Sekunden genießen – efcharisto poli!

Buchtipps für den Epirus:

Warst du schon einmal beim Raften?

*hierbei handelt es sich um werbliche Links

6 Kommentare

  1. Wow, das sieht wunderschön aus! Hab ich mir direkt gespeichert – ihr macht mir immer mehr Lust auf Griechenland! Bin schon sehr gespannt! Danke für die tollen Tipps! 🙂

    • Oh, sehr gerne 🙂
      Wir haben uns wirklich total in dieses Land verliebt. Wer sich solche Orte wie diesen hier entgehen lässt, verpasst echt was …
      Liebe Grüße 🙂
      Nima

  2. Das sieht ja toll aus! Wir wollten das mit dem Raften auch schon so lange ausprobieren, aber irgendwas kam immer dazwischen. Ich seh allerdings: Es wird Zeit, dass wir es jetzt doch endlich mal anpacken 🙂 Vielen Dank für den tollen Beitrag!

  3. Wow, das sieht wirklich klasse aus. Toller Beitrag und geniales Video. Hat richtig Spaß gemacht euch zuzuschauen. Ja, auch wir haben Griechenland dank euch auf unserer Liste, auch wenn es noch ein bisschen warten muss.
    Viele Grüße aus Portugal 🙂

    • Wenn wir es schaffen, euch für Griechenland zu interessieren, dann freut uns/mich das sehr 🙂
      Sonnige Grüße an euch

      Nima

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