Katalonien kann mehr als Meer

Katalonien kann mehr als Meer

Nachdem wir am ersten Tag der Bloggerreise* vormittags einen kleinen Klettersteig gegangen sind, geht’s nachmittags erholsam weiter.

Runterkommen und Entspannen

Jetzt steht etwas Entspannendes auf dem Plan – ein Spaziergang im Naturpark Montseny.
Nur 40 Kilometer entfernt habe ich damals gewohnt und bin absolut glücklich, wieder hier zu sein.

Unser Spaziergang führt uns vorbei an einem Stück Land, auf dem verschiedene Heilpflanzen angebaut werden. Sieht toll aus und riecht auch so!

Wir sind gerade mal eine Stunde vom Meer entfernt und stehen in einem riesigen, vielseitigen Naturpark.
Nichts zu spüren von der Hektik des touristischen Treibens, das wenige Kilometer weiter weg tobt.

Ich glaub‘, ich steh‘ im … Kletterwald

Am nächsten Vormittag ist unser erstes Ziel der Abenteuerpark Activnatura.
Hier kann mal Quadfahren, Mountainbiken, Bogenschießen und andere lustige Sachen machen.

Für uns steht der Kletterwald auf dem Plan, juchu!

Da dies nicht mein erster Besuch in einem Kletterwald ist, komme ich mit den Parcours sehr gut zurecht. Für Anfänger herausfordernd, für Geübte eher leicht.
An diesem Tag ist noch nicht viel los und so tummeln wir uns zu viert zwischen den Bäumen, während uns ein Mitarbeiter vom Boden aus begleitet.

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Am besten gefallen mir die Seilrutschen.
Es gibt 10 Flying Fox, bei denen man teilweise richtig Tempo drauf bekommt.
Und wenn man mal keine saubere Landung hinlegt, macht das nichts, denn die Stämme sind mit Matten ausgekleidet.

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Klettergurt aus – Quad an!

Mit einem Grinsen im Gesicht ziehe ich den Gurt aus und setze den Helm ab – das hat echt Spaß gemacht!
Und schon geht es weiter zur nächsten Attraktion: Wir fahren mit einem Quad.

Nach einer kurzen Einweisung begeben wir uns auf eine Proberunde.

  • Anfahren
  • Bremsen
  • Kurvenfahren

Klappt alles, deshalb brechen wir nun zu einer Runde durch das umliegende Gelände auf.

Die Strecke ist so gewählt, dass wir sie als Anfänger gut fahren können und trotzdem kleine Herausforderungen auf uns warten.

Vom Quad aufs Schiff

Das Programm, das uns geboten wird, hat es echt in sich.
Lluisa und ihre Kollegin vom Barcelona Province Tourism Board haben sich im Vorfeld alle Mühe gegeben, uns die breite Vielfalt Kataloniens zu präsentieren.

Und weil das Meer natürlich auch dazu gehört, geht es jetzt ab auf ein Segelschiff.

Mich zieht es ja eher in die Berge als aufs Meer, aber dieser zweistündige Segeltörn ist wirklich eine Entschleunigung.
Vorbei an ein paar Luxusyachten schippern wir auf das offene Meer.

Es ist für mich ungewohnt, den Blick so weit schweifen lassen zu können – überall nur Wasser.
Aber ich gebe zu, dass es mir gefällt und ich die Ruhe genieße.

Vom Meer in den Berg

Gut erholt und ausgeschlafen fahren wir am letzten Tag nach Montserrat.
Wieder ein Gebiet, das ich kenne und liebe. Montserrat ist als Klettergebiet über Spaniens Grenzen hinaus bekannt.

Heute sind wir allerdings nicht zum Klettern hier, sondern um uns die Höhle „Coves del Salnitre“ anzusehen.

Ausnahmsweise mal ohne Helm geht es in die Tiefen der Höhle.
Unser Guide erzählt uns einiges rund um die Geschichte und die Entdeckung der Höhle, aber ich kann mir harte Fakten selten merken.

Viel mehr fasziniert mich die Atmosphäre und die lasse ich bei unserem Rundgang auf mich wirken.

Noch mehr Meer

In ein paar Stunden reisen wir wieder ab, aber ein Punkt steht noch auf dem Programm: CRAM.

Das ist eine Stiftung, die sich für die Rettung und den Schutz von Meerestieren einsetzt.
Ihr Gebäude liegt direkt am Strand neben dem Flughafen von Barcelona. Noch verkehrsgünstiger geht es kaum!

Als ich im Vorfeld gelesen habe, dass wir uns diese Stiftung ansehen, war ich ein wenig skeptisch.

Ob mich das anspricht oder mir das Thema vielleicht zu trocken ist?

Haie

Schon nach wenigen Minuten war es vorbei mit trocken, denn ich hatte Tränen in den Augen stehen.

Blanca, die dort als Meeresbiologin arbeitet, berichtet uns von dem unermüdlichen Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer.
Ihre Geschichten gehen mir nahe, zum Beispiel die von den Delfinen.

Wenn ein Delfin bis in Strandnähe kommt, ist er in der Regel schwer krank bzw. verletzt.
Ein Transport in eine Auffangstation wäre für das Tier viel zu stressig und so heißt es für die Helfer, ihn bis zu seiner Genesung rund um die Uhr zu betreuen – vor Ort im Meer!

Die Helfer stehen in Neoprenanzügen im Meer, im Winter bei wirklich kalten Temperaturen, und wechseln sich ständig ab.
Wenn das Tier zu erschöpft ist, halten sie es. Ein körperlicher und psychischer Kraftakt ohnegleichen!

Der Behandlungsraum für die Schildkröten

Der Behandlungsraum für die Schildkröten

4×4 Schildkröte
Den Abschluss des Rundgangs bildet ein Besuch bei den Schildkröten.
Aktuell haben sie drei, die nicht mehr ausgewildert werden können. Eine davon trägt den Namen „4×4“, weil sie so unkaputtbar wie ein Geländewagen ist.

4×4 wurde komplett artwidrig gehalten und dennoch überlebt. Jetzt wird sie liebevoll von den CRAM Mitarbeitern umsorgt und kann es sich gutgehen lassen.

Und mit diesem beeindrucken Besuch geht mein kurzer Urlaub in Katalonien zu Ende.

Obwohl ich weiß, dass ich schon bald wieder hier sein werde, fällt mir der Abschied am Ende des Tages schwer.
Aber nach diesen Eindrücken weiß ich schon sehr sicher:

Das nächste Mal geht’s wieder in die Berge – Meer ist nicht drin!

*Die Einladung zu dieser Reise erfolgte durch das Barcelona Province Tourism Board und das Spanische Fremdenverkehrsamt.
Die beschriebenen Ansichten sind meine eigenen.

4 Kommentare

  1. Beate Graupner

    Hallo Nima , jetz hab ich nach längerer Zeit mal wieder im deinen Blog gesehen. Toll, was du seit unserer Andalusientour alles gemacht hast. Das Du jetzt wieder in deiner alten Heimat sein kannst und sie anderen nahe bringst . Ich würde Outdoorfans unbedingt Kaffee schenken, life begins after coffee! Bei mir gab es in diesem Jahr noch eine Studienreise, nach Kreta. Berge und Meer und viel Wein und viel zu Essen… Weil ich mir kurz vorher den Knöchel gebrochen hatte kam ich in den Hippiehöhlen von Mattala nicht weit. Aber wenn meine Tochter nächstes Jahr aus Japan zurück sein wird, will ich auch wieder nach Spanien, da gibt es noch so viel! Bis dahin lese ich deine Neuigkeiten . Machs gut Nima, knuddel Deine Hunde und Deinen Freund. VG Beate aus Lpz.

    • Hola liebe Beate,
      das ist aber schön, hier von dir zu lesen 🙂 Ich hoffe, deinem Knöchel geht es inzwischen wieder besser.
      Deinem Rat mit dem Kaffee kann ich nur zustimmen: Ohne einen Kaffee am Morgen geht gar nichts!

      Ich mache am besten unterwegs mal ein paar Fotos von unserer Espresso-Kanne on the road 😉
      Liebe Grüße von uns allen
      Nima

  2. Wer hat dir denn Aktiv Natura ans Herz gelegt? Abseits der Küste gibt es weitaus interessantere Kletterparks….. Und dass die dort per Quads durch den Park wummern und das auch noch durch einen offiziellen Naturpark (ParcNatural Montnegre i Corredor) ist – wenngleich hier geduldet – für mein Verständnis von Naturerlebnis eindeutig zu heftig. Weiss nicht ob man sowas promoten muss…

    • Hola Carlos,
      ans Herz gelegt hat mir das keiner, das war eine Pressereise und da stand das auf dem Programm.
      Und da ich daran teilgenommen habe, wollte ich über meine Eindrücke natürlich auch berichten.
      Sobald wir wieder vor Ort unterwegs sind, schaue ich mich aber auch andere Anbieter an und berichte über diese. Wenn du Tipps hast, immer gerne 🙂

      Liebe Grüße
      Nima

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