Große Gefühle und kleines Gepäck

Große Gefühle und kleines Gepäck

Es ist Dienstagabend, der 27. August, und wir haben die letzten beiden Tage nochmal richtig geschuftet:

  • gestrichen
  • den Horst gepackt
  • Sachen zum Müll gefahren
  • geputzt und geschrubbt.

Jetzt sind die Fliesen blank, unsere Nerven zum Glück (noch) nicht.
Vor uns steht ein Termin, dem wir gespannt entgegensehen: Die Wohnungsübergabe!

Sobald wir den hinter uns gebracht haben, beginnt unser mobiles Leben.
Der Abschied von Augsburg fällt mir leicht, denn der Funke zwischen der Stadt und mir ist nicht übergesprungen.

Aber wir haben hier tolle Menschen kennengelernt, von denen einige zu Freunden geworden sind.
Wen wir von ihnen in Spanien wiedersehen werden, wissen wir selber nicht. Die Einladungen stehen, aber wer sie annimmt, das liegt nicht in unserer Hand.

Auf solche Ausblicke beim Frühstück freue ich mich

Auf solche Ausblicke beim Frühstück freue ich mich

So viel Gepäck

Wir stehen vor unserem Gepäck und damit vor der Frage: Ob wir das alles in den Horst bekommen?

Bevor wir mit dem Streichen der Wohnung beginnen, muss das Zeug jedenfalls aus den Füßen geräumt werden.
Mir wird die Aufgabe zuteil, den Horst einzuräumen und nun stehe ich vor Kisten mit Lebensmitteln, Kleidung und sonstigem Zeug, das man halt so braucht.

Jetzt bloß den Überblick behalten. Und das mit meinem gewissen Hang zum organisierten Chaos …

Wohnlich ist anders

Wohnlich ist anders

Fertig
Eine Stunde später ist der Horst gepackt.
Nicht schön und nicht praktisch, aber das können wir ja noch optimieren. Hauptsache, das Zeug ist erst einmal verstaut.
Von Gemütlichkeit sind wir aber noch weit entfernt.

Auf der Fahrt ins Allgäu macht auf einmal das Fernlicht Probleme und brennt glatt durch. Beide Lampen gleichzeitig – dunkel!
So was Blödes. Wieder ein Punkt mehr auf der ToDo Liste.

Immerhin ist die reparierte Wand schon sehr ansehnlich

Immerhin ist die reparierte Wand schon sehr ansehnlich

Traut euch!

Mit einem halbfertigen Horst geht es am letzten Augustwochenende zu Steves Familie.
Einer seiner Brüder feiert ganz groß Hochzeit – die ideale Gelegenheit, uns von allen Bekannten und Verwandten zu verabschieden. Eine geballte Ladung Emotionen!

Sehr praktisch ist es auf jeden Fall, wenn man mit seinem rollenden Bett direkt an der Festhalle parken und sich irgendwann einfach reinfallen lassen kann!

Steve werkelt, ich fotografiere

Steve werkelt, ich fotografiere

Der Tag danach

Ein kleines bisschen verkatert lassen wir es am Tag danach mal ruhig angehen. Ein bisschen Wäsche waschen, ein wenig joggen, das soll reichen.

Am Montag geht es dann schon wieder munter weiter:

  • Uns und den Horst ummelden
  • wieder zur Werkstatt von Steves Brüdern fahren
  • eine Lösung für das Lichtmaschinen-Problem finden
  • zwischendurch irgendwie noch arbeiten – zumindest ich.

Inzwischen ist der 01. September verstrichen und wir sind noch immer hier. So war das nicht geplant, aber zu erwarten.
Das Fernlicht-Problem scheint mit der Lichtmaschine zusammenzuhängen.

Ohne funktionierende Lichtmaschine kein TÜV. Ohne TÜV keine Abfahrt.

Auch die Solarpanels liegen noch immer neben statt auf dem Horst, da uns noch ein Bauteil zum Befestigen fehlt.
Am Wochenende wollen eigentlich in der Schweiz sein, denn dort sind wir mit Freunden zum Bouldern verabredet.

Ob wir wirklich rechtzeitig loskommen?
Wir werden es sehen …

14 Kommentare

  1. Oh man, da wird es ja auf den letzten Drücker nochmal richtig spannend und knifflig bei Euch. Ich drücke die Daumen, dass ihr rechtzeitig in die Schweiz kommt und das Horst sich brav reparieren lässt 🙂 🙂

  2. Go Horsti, Go!

    Dat wird schon. Und was hättet ihr sonst zu erzählen, wenn alles glatt laufen würde? 😉

    Liebe Grüße

  3. Aus so komplikationen lernt man auch sehr viel! Wie meldet Ihr euch den auf den Horst um? Wie soll den dann die Adresse lauten? 😉 😀 Ich wohne im Horst 1^^

    Viel erfolg und passt auf euch auf!

    Liebe grüße

    Chris

    • „Ihr Wohnsitz?“
      „Horst“ 😉

      Wir sind jetzt bei unseren Eltern gemeldet, die freuen sich … 😉
      Liebe Grüße zurück
      Nima

  4. Super ! Ich freu mich so für Euch Fanta5 😉
    Go for it !

  5. Hi Nima!
    So muss das sein! Die Pannen sollen euch schon einmal auf die kommende Zeit vorbereiten und euch abhärten 😉
    Ich freue mich schon so auf den Tag, an dem ich lese, dass du einfach nur happy und „angekommen“ bist. Angekommen im richtigen Leben.
    Pannen wird es aber immer wieder geben. Das haben wir erst heute wieder gesehen. Ein Ventil vom Reifen ist kaputt. Also Reifen wechseln. Nicht so schlimm. Schnell noch Hände waschen und weiter geht’s. Und weil das nicht genug Arbeit war, wurde der Wasserhahn einfach mal nicht richtig zugedreht und hat unseren Gasherd geflutet 😉 Sachen gibt’s…
    Ich wünsche euch noch eine tolle Reise mit vielen Abenteuern, die möglichst selten etwas mit Reparaturen zu tun haben.
    Liebe Grüße aus Tarifa
    Silke

    • Hey ihr Lieben,
      aus dieser Sichtweise laufen die Vorbereitungen perfekt 😉 Und zwischendurch haue ich mir noch ’ne Tür vor das Schienbein, damit boß keine Langeweile aufkommt!
      Ein gefluteter Gasherd ist allerdings auch was Besonderes 😉

      Euch auch noch eine tolle Zeit,
      liebe Grüße
      Nima

  6. Woow, ich bin ja so gespannt auf die ersten Tage! Habt ihr schon einen Plan, was das erste Ziel ist?

    • Wir wollen weiterhin als erstes nach Chironico, weil Steve dort noch ein offenes Projekt hat. Mal sehen, wann wir da (endlich) eintrudeln 😉

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