Warum du unbedingt einen Roadtrip machen solltest, Teil 3

Warum du unbedingt einen Roadtrip machen solltest, Teil 3

Den ersten richtigen Roadtrip meines Lebens habe ich mit 38 Jahren in einem Mitsubishi Spacerunner gemacht. Dass ich später mal in einem Oldtimerbus wohnen werde, hätte ich mir damals noch nicht vorstellen können.

Diese erste Reise im Auto hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt. Sie war intensiv, ungezwungen und flexibel

Ich habe nicht nur Spanien von einer ganz anderen Seite kennengelernt, sondern auch mich. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ich nämlich noch gar nicht, dass mir Campen überhaupt liegt.

Parkplatz Siurana

Darum liebe ich Roadtrips

Für mich ist der wichtigste Punkt dieser hier: Das Gefühl frei zu sein!
Wir entscheiden, wo wir uns wie lange aufhalten. Und wenn wir weiterfahren, haben wir unser Zuhause dennoch immer dabei.

Dicht gefolgt ist die Freiheit von der unglaublichen Ruhe, die wir an vielen Orten erleben.

  • Wir hören den Wind, der durch die undichten Stellen im Horst pfeift.
  • Das Rufen des Käuzchens begleitet uns in den Schlaf.
  • Und manchmal werden wir vom prasselnden Regen auf Horsts Dach geweckt.

Aber eines hören wir selten: Zivilisationsgeräusche.

Ruhe und Freiheit sind für mich zwei wichtige Faktoren und deshalb liebe ich Roadtrips!

Horst bei Nacht

Darum solltest du einen Roadtrip machen

Wir sind Nele (36) und Jalil (34), ein deutsch-mexikanisches Paar und seit einigen Jahren – ganz altersuntypisch – im Wohnwagen unterwegs.
Auf CamperStyle.de bloggen wir über das mobile Leben und wollen zeigen, dass Camping auch ohne Parzellen, Adiletten und Gartenzwerge geht.

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Das Team von Camperstyle

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Warum sollte man unbedingt einen Road Trip machen?

Ein Road Trip ist – zunächst einmal ganz praktisch betrachtet – eine wunderbare Gelegenheit, flexibel, unabhängig und günstig viele Orte und Gegenden in relativ kurzer Zeit kennenzulernen. Dass dabei nicht das „Ankommen“ im Vordergrund steht, sondern jeder einzelne Kilometer bewusst als Teil der Reise wahrgenommen wird, macht das Ganze unheimlich spannend und entspannend.

Für uns ist ein Road Trip allerdings noch viel mehr: Wir lieben die Freiheit, jeden Tag aufs Neue zu entscheiden, wohin es uns als nächstes verschlagen wird. Wir lieben die Nähe zur Natur, den Regen, der nachts aufs Dach prasselt, die Sonnenstrahlen, die uns morgens durchs Camperfenster wärmen, das Rotkehlchen, das unsere Frühstückskrümel klaut und das abendliche Zirpen der Grillen, die uns nach einem Tag an der frischen Luft in den Schlaf begleitet.

Wir lieben und schätzen aber auch die Zeit, die wir bewusst und ohne Ablenkungen zusammen verbringen dürfen. Diese gemeinsamen Reiseerlebnisse auf engstem Raum – mit all ihren Freuden und auch Pannen – schweißen zusammen und sorgen dafür, dass man auch Monate später noch jede Menge zu erzählen und zu lachen hat.

Was macht das Reisen im Bus/Auto/Wohnmobil zu etwas Besonderem?

Das Reisen im eigenen Camper, ob nun Wohnwagen, Bus, Wohnmobil oder Lkw, besitzt – neben der bereits erwähnten Freiheit und Flexibilität – für uns einen ganz besonderen Reiz: Du hast dein eigenes Zuhause immer dabei. Für Menschen, die sich wie wir trotz oder gerade wegen der ständigen Ortswechsel eine gewisse Geborgenheit wünschen, ist das optimal!

Denn auch wenn man noch so minimalistisch unterwegs ist, hat man eigentlich immer alles dabei, was man zum Leben braucht – und es bleibt noch genügend Raum, den Camper liebevoll und mit einer ganz persönlichen Note zu gestalten. Dieses Gefühl, wenn du, egal wo auf der Welt du gerade bist, abends in deine eigenen kleinen vier Wände zurückkehrst, ist einfach großartig.

Welchen Tipp hast du…?

Da gibt es ziemlich viele, aber die wichtigsten sind aus unserer Sicht:

  1. Auf unnötigen Ballast verzichten: Nehmt nur das mit, was ihr wirklich braucht und zeigt Mut zur Lücke. Das befreit auch die Seele. Und wenn doch mal etwas Wichtiges fehlen sollte, kann man fast alles auch unterwegs besorgen.
  2. Nicht zu viel planen: Lasst euch treiben, begebt euch spontan auf Entdeckungstour und kostet den Moment aus, anstatt schon auf das nächste Etappenziel zu schielen.
  3. Dem täglichen Wahnsinn entfliehen: Nutzt den Road Trip, um herunterzukommen, euch von der Reizüberflutung des Alltags abzukoppeln und euch zurückzubesinnen auf die Dinge, die wirklich wichtig sind – Zeit für euch und den Partner oder die Familie, intensive Gespräche, gemeinsame Erlebnisse statt Konsum.

Hi, ich bin Doreen und blogge auf sheisontheroadagain.com.

Doreen von "She is on t he road again"

Doreen von “She is on t he road again”

Ich reise mit meinem Freund Carsten und unserem Hund im Wohnmobil durch Europa.

Immer wieder wurde ich gefragt, wie das so ist, das Reisen im Wohnmobil und irgendwie tauchten auch immer die gleichen Fragen auf. Lange Zeit habe ich brav die ewig wieder kehrenden Fragen beantwortet, bis ich irgendwann keine Lust mehr hatte und angefangen habe, die Antworten in Form meines Blogs aufzuschreiben.

Als Carsten und ich uns kennen lernten, hatten wir beide noch einen Hund.
Ich den kleinen Terrier und er das große Fienchen. Bis dato flog ich mit meinem Hund Stuart lustig durch die Gegend, Stui immer mit mir in der Kabine in der Hundetasche. Aber mit Fienchen war das nicht möglich und Carsten fuhr deshalb immer mit dem Auto in den Urlaub.

Da ich beruflich viel auf der Autobahn unterwegs bin, war das für mich keine Option. Mein Glück war, dass wir beide schon ganz lange davon träumten, mal mit so einem „richtigen“ Wohnmobil durch Europa zu cruisen.

Gesagt getan, ein altes Wohnmobil wurde gekauft und los ging es. Heute kann ich es mir gar nicht mehr vorstellen, anders zu reisen.

Es ist der Wahnsinn im Wohnmobil unterwegs zu sein.
Diese Freiheit, diese Ungezwungenheit, im Urlaub einfach nach unserer Geschwindigkeit leben zu können, das ist perfekt.

Wenn Du einen Roadtrip mit einem Wohnmobil machst lebst Du mit der Sonne. Deine Uhr kannst Du getrost zu Hause lassen.

Du isst wenn Du hungrig bist und zwar an den schönsten Orten dieser Erde.
Oft mit den Füßen im Sand und mit Blick aufs Meer. Möglich macht Dir das Dein Kühlschrank, den Du immer dabei hast.

Du träumst nicht nur vom Wellenrauschen, Du schläfst damit ein.
Ganz oft, denn es gibt ziemlich viele Plätze direkt am Wasser. Einer meiner liebsten Übernachtungsplätze befindet sich an Portugals Westküste und heißt Praia do CORDOAMA.

Dieser Platz ist so abgelegen, er hat den unglaublichsten Sternenhimmel überhaupt. Da wir über unserem Bett im Alkoven ein riesiges Fenster haben, sitzen wir, wenn wir am Praia do CORDOAMA übernachten, ganz oft auf dem Dach und schauen auf das vom Mondlicht erleuchtete Meer, genießen den Sternenhimmel und ein Glas Rotwein. Es gibt kaum schönere Stunden im Leben.

Wenn Du irgendwo direkt am Strand übernachtest, dann bist Du am nächsten Morgen schon da. An Deinem geliebten Surf Hot-Spot oder Deinem absoluten Lieblingsstrand.

Schnell ein Kleidchen über geschmissen, den Hund geschnappt und los geht sie, die erste Hunderunde barfuß im Sand. Kaum ein Mensch weit und breit. Nur salzige Luft, Sonne und das laut rauschende Meer.

Zurück am Wohnmobil gibt es den ersten Kaffee, wieder mit Blick aufs Meer. Kein „was ziehe ich an“, keine Schmink-Orgien, keine komischen Tischnachbarn – einfach nur Natur und Entspannung.

Ich kann es wirklich jedem nur empfehlen, mal einen Roadtrip mit dem Wohnmobil oder Camper zu machen.

Letzten Sommer war ich mit meiner besten Freundin in der Provence. Wir hatten einen kleinen Kastenwagen gemietet und sind los gedüst. Nachher sagte Franka, es war der schönste Urlaub ihres Lebens.

Und warum? Ganz klar.

  • Weil man so nah an der Natur ist.
  • Weil man mit der Sonne lebt.
  • Weil man bleibt, wo es schön ist und man weiter fährt, wenn es einem nicht so gut gefällt.
  • Weil man kaum „Equipment“ benötigt.

Wenn man, wie Franka und ich, aus der Modebranche ist, dann freut man sich über ein paar einfache Tage im Jahr. Keine Mode, keine Kosmetik, keine gezwungenen Gespräche.

Unser nächster Mädelstrip steht schon an. Ein langes Wochenende im Juni. Mit Handgepäck.

Einfach reisen und viel an Lebensqualität gewinnen. Das ist es, was Roadtrippin´mit dem Wohnmobil für mich ausmacht!

Doreen und Hund

Elisa von Takeanadvanture liebt Roadtrips, die Berge und die Natur. Am liebsten ist sie mit einer Matratze im Kofferraum und dem Rucksack auf der Rücksitzbank auf den Straßen dieser Welt unterwegs.
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Elisa - take an adVANture

Wieso sollte man unbedingt mal einen Roadtrip machen?

Eine Frage, die für mich ganz einfach zu beantworten ist – wegen der Freiheit!

  • Ich habe die Freiheit, an jeder Kreuzung neu zu entscheiden, wohin ich möchte. Rechts oder links? Spontan wird der Blinker nach links gesetzt und wieder liegen 100km endlose Weite vor mir.
  • Ich habe die Freiheit, einfach drauf loszufahren. Ohne Planung. Nur mit der Matratze im Kofferraum und dem Rucksack auf der Rücksitzbank.
  • Ich habe die Freiheit, mir den schönsten Stellplatz für die Nacht zu suchen.

Passt mir der eine nicht, suche ich halt den anderen. Unter den Sternen, weit weg von jeder lauten Zivilisation.

Welches Land ist dein Lieblingsland für einen Roadtrip?

Ich kann mich nicht für ein einziges Land entscheiden. In den letzten Jahren haben sich zwei Länder, zwei Roadtrips in mein Herz eingebrannt.

Zum einen ist das Australien mit seinen unfassbaren Weiten, mit der sich ständig wechselnden Natur und mit seiner einzigartigen Tierwelt. Das Land bietet Möglichkeiten und Eindrücke, die mit keinem anderen Land zu vergleichen sind.

Das raue Outback macht mir mal wieder klar, wie klein und hilflos wir doch im Angesicht der Natur sind. Und nur ein paar 100km weiter finde ich mich an der Küste und im Dschungel wieder.

Zum anderen bin ich vollkommen fasziniert von Portugal.
An Portugal habe ich mein Herz verloren. Die Küstenlandschaft der Algarve, eingetaucht in das schöne Licht der Spätsommersonne, lässt einen noch lange von dem Trip schwärmen.

Welchen Tipp hast du für jemanden, der noch nie einen Roadtrip gemacht hat?

Einen Roadtrip kann man mit jedem Auto machen, es muss nicht immer unbedingt ein Camper sein.

Einzig die Wahl der Übernachtungsmöglichkeiten unterscheidet sich. Und jetzt kommt’s: Der Weg ist das Ziel. Schon so oft habe ich die schönsten Ecken und Aussichten auf dem Weg zum vermeintlichen Highlight entdeckt.

Also: Vermeide die Autobahnen, benutze die Landstraßen, schalte das Navi aus und verwende nur Straßenkarten.

Welchen Tipp hast du für Roadtrip-Neulinge?

 

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Ich würde mich sehr freuen.

3 Kommentare

  1. Hi Nima,
    danke für diesen tollen Artikel mit den schönen Einblicken und Meinungen von vielen ‘alten Bekannten’! Roadtrippin’ ist einfach unvorstellbar cool. Vermutlich ist man der Freiheit nie näher. :)
    Viele Grüße,
    Mario

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