Mobil arbeiten – so klappt’s bei mir.

Mobil arbeiten – so klappt’s bei mir.

Wenn es um unser mobiles Leben geht, steht eine Frage ganz vorne an: Die nach unserer Arbeit!

  • Wovon lebt ihr denn?
  • Womit verdient ihr euer Geld?
  • Wie arbeitet ihr von unterwegs?

Kann ich verstehen, dass das ein interessantes Thema ist und deshalb gebe ich euch heute mal ein paar Einblicke.

Mobil arbeiten – Lust oder Frust?

Sieht man sich in den sozialen Medien um, entsteht gerne mal der Eindruck, dass mobiles Arbeiten ein Kinderspiel ist. Das Geld  liegt sozusagen auf der virtuellen Straße und man muss lediglich wissen, wie man es einsammelt.

Entweder mache ich was falsch oder dieses Bild ist einseitig.
Unterwegs zu sein und gleichzeitig über das Internet zu arbeiten, erfordert nämlich eine Menge an Disziplin und Fokussierung. Ich sitze jedenfalls nicht mit meinem Laptop am Strand und blicke über meine Tastatur hinweg verträumt aufs Meer.

Im Gegenteil:
Um zu arbeiten, brauche ich meine Ruhe und möglichst wenig Ablenkungen.

Und natürlich müssen die technischen Voraussetzungen stimmen. Ein Jahr lang haben wir Internet über Satellit genutzt, inzwischen greifen wir auf Sim-Karten und eine LTE Antenne zurück.

Unser Zugang zur digitalen Welt.

Internet über Satellit

Fangen wir aber mal vorne an.

Wovon lebt ihr denn?

Schon zwei Jahre vor unserer Abreise war klar, dass wir irgendwann wieder losziehen wollen.
In diesen zwei Jahren haben wir konsequent gespart und uns ein kleines Polster angelegt, auf das wir jetzt zurückgreifen. So haben wir nicht unter Druck gestanden, sofort etwas verdienen zu müssen.

Im Alltag gibt es übrigens einige Möglichkeiten, unnötige Ausgaben einzuschränken und Geld auf die Seite zu legen.
Auf minimalisch gibt es dazu einige gute Tipps.

Aber auch unterwegs schmeiße ich das Geld nicht einfach aus dem Fenster, sondern achte darauf, bewusst einzukaufen.
Hier gibt es zum Beispiel meine Einkaufstipps für Spanien.

Arbeitstag!

Arbeitstag!

Womit verdient ihr denn euer Geld?

Noch immer wissen viele Menschen gar nicht, auf welchem Weg man über das Internet arbeiten kann, dabei ist die Bandbreite an Möglichkeiten groß.

Ich habe mich in dieses Thema in den letzten Jahren nach und nach eingearbeitet. Vor vier Jahren hatte ich vom Arbeiten über das Internet noch gar keine Ahnung.
Früher habe ich als Trainerin in einem Großkonzern gearbeitet, später selbstständig als Coach und Entspannungpädagogin.

Heute sehen meine beruflichen Aktivitäten so aus:

Wieso ich drei verschiedene Sachen machen?
Weil ich die Abwechslung liebe!
Alle drei Tätigkeiten machen mir unglaublich viel Spaß und ich kann sie online ausüben. Somit ist die Kombination für mich ideal.

Steve kommt aus einer ganz anderen Richtung.
Er ist Informatiker und fertigt zurzeit ein Handheld für einen Kletterwald.

Die Klettertassen aus meinem Shop

Die Klettertassen aus meinem Shop

Arbeiten nach dem reinen Lustprinzip? Keine Chance!

Über das Internet von unterwes zu arbeiten, bedeutet, dass ich maximal zwei Tage offline sein kann bzw. wenigstens zwischendurch meine Mails checke.

Das kann natürlich manchmal nerven, wenn ich gerade lieber draußen in der Natur herumspringen würde als vor dem Rechner zu hocken. Aber ich weiß: Das ist Jammern auf sehr hohem Niveau.

Beim Klettern auf dem Peloponnes

Beim Klettern auf dem Peloponnes

Ein typischer Tagesablauf

Jeder Tag sieht bei uns vollkommen anders aus.
Stehen wir länger an einem Ort, dann sitze ich nach dem Frühstück zwei bis drei Stunden am PC.

Mittags brauche ich unbedingt eine Auszeit und gehe an die frische Luft, esse was, mache vielleicht Sport und entspanne mich.

Am späten Nachmittag geht es mit dem Arbeiten weiter.
Dabei spielt es keine Rolle, ob es mich nach draußen zieht: Hier kommt die Disziplin ins Spiel.

So zu arbeiten, ist eher die Ausnahme

So zu arbeiten, ist eher die Ausnahme

Fokussieren ist das A und O

Wie schnell verrennt man sich im Internet, obwohl man nur kurz etwas in Facebook nachsehen wollte?
Zeit, die an anderer Stelle wieder fehlt: für berufliche Dinge oder für Freizeit.

Während ich arbeite, erledigt Steve häufig Sachen am Bus.
Für mich bedeutet das, die Unruhe auszublenden und mich zu konzentrieren.

Ein eigenes Arbeitszimmer gibt es in einem Bus schließlich nicht.

Irgendwas gibt es immer zu tun.

Irgendwas gibt es immer zu tun.

Auch Freiheit hat ihren Preis

Einfach in den Tag reinleben, das lässt sich nicht mit dem Aufbau einer Selbstständigkeit vereinbaren.
Dabei ist es egal, ob diese mobil oder ortsgebunden ist.

Man zahlt halt immer einen Preis.

Aber ich genieße das Leben, wie wir es jetzt führen und weiß jede Sekunde zu schätzen.

  • Ich mache Dinge, die mir gefallen – beruflich und privat.
  • Ich fühle mich frei, kann reisen und habe meine Hunde immer um mich.

Das alleine ist schon ein Luxus, der unbezahlbar ist!

Du hast Fragen zum mobilen Arbeiten?
Dann rein damit in die Kommentare.

15 Kommentare

  1. Hallo Nima, ich kenne dich vom DNX im Frühjahr.
    Wie sind eure Erfahrungen mit dem Satelliten Internet? Ich plane derzeit auch ein größeres Mobil für eine Weltreise und will mein online Geschäft von unterwegs weiter führen.
    Dir wünsche ich viel Erfolg, wenn du mal Fragen zu Email Marketing oder eBooks vermarkten hast, melde dich.
    Gruß Mitch

    • Hey Mitch,
      wir können unsere Erfahrungen mit dem Sat-Internet natürlich bisher nur zu Spanien weitergeben, aber die sind durchweg positiv.
      Wie das außerhalb von Europa aussieht, weiß ich leider nicht.
      Jedenfalls ist die Sat-Variante für uns die zuverlässigere!
      Ganz lieben Dank für dein Angebot mit dem E-Mail Marketing :-)

      Sonnige Grüße
      Nima

  2. Kann ich im Moment voll nachvollziehen, Nima! Wir sind jetzt fast einen Monat in Chile, zuhause bei der Familie konnte ich nicht arbeiten. Wir haben uns für die Zeit in der Zentralzone in ein Co-Working-Space mit einem flexiblen Plan sehr günstig eingemietet. Dort kommen wir viel besser voran, weil wir 100% fokussiert arbeiten. Weil wir eben wissen, dass wir stundenweise bezahlen. Also wollen wir auch die Ergebnisse erreichen, die uns dafür Geld einbringen, anstatt in Social Media rum zu surfen.
    Seit 2 Wochen sind wir mit dem Jeep unterwegs. Da ist es oft tatsächlich eine stressige Herausforderung, Städte anzufahren, um in den Einkaufszentren in einem Café zu arbeiten. So kann man nicht fokussiert arbeiten.
    Da seid ihr mit eurem Internetempfang auf jeden Fall besser bedient, braucht man auf Dauer auch.

    • Hey Stefanie,
      in einem Einkaufszentrum einen vernünftigen Satz zu schreiben, ist wirklich schwer. Alleine die Geräusche auzublenden, kostet schon eine Menge Energie!
      Das empfinde ich bei meiner jetzigen Situation auch als absoluten Vorteil: Die Ruhe!

      Ich freue mich übrigens sehr, dass ihr trotz der Reise noch Zeit findet, hier einen Kommentar zu schreiben :-)
      Liebe Grüße
      Nima

  3. Hi Nima,

    schöner Artikel. Kann das gerade auch total nachvollziehen. Stehe ebenfalls in den Startlöchern meiner Online-Selbstständigkeit und manchmal fällt es mir ganz schön schwer mit der Tagesdisziplin. Aber ohne die geht eine Selbstständigkeit als Einzelunternehmer gar nicht, wie du richtig gesagt hast. Egal ob ortsgebunden oder mobil.

    Wie du möchte ich trotzdem nicht gegen mein altes Leben tauschen. Da brauche mich nur an die langweiligen und weisungsgebundenen Brötchenjobs der letzten Jahre erinnern, und schon stimmt es wieder mit der Motivation :)

    Weiterhin viel Erfolg mit der Disziplin und dem mobilen Arbeiten.
    Oliver

    • Hey Oliver,
      ja, das mit dem Erinnern an die vorherigen Jobs funktioniert bei mir auch super ;-)
      Für deine Selbstständigkeit wünsche ich dir viel Erfolg und mindestens genauso viel Spaß!

      Hasta luego
      Nima

  4. Hi Nima,

    Super Artikel! Endlich mal jemand der offen darüber schreibt. Das war seither ein von allen wohlbehütetes Geheimnis.
    Ich wünsch Euch weiter viel Erfolg damit!

    Grüße
    Dieter

    • Hallo Dieter,
      Danke :-)
      Keine Ahnung, wieso diese Seiten oft unter den Tisch fallen. Alles im Leben hat zwei Seiten und das mobile Arbeiten eben auch …
      Liebe Grüße
      Nima

  5. Danke für den Bericht, Nima.
    Ist ein Co-Working-Space keine Alternative? Zumindest ab und an.

    Ich habe sehr häufig den Eindruck, dass ausschließlich mobiles Arbeiten als Nomade genauso Schwierigkeiten machen kann wie ein stationärer Bürojob.
    Wenn immer mehr Menschen (häufig auch im Süden) das freie Nomadentum genießen möchten und gleichzeitig den Austausch, Infrastruktur etc. eines Bürojobs benötigen, dann müsste die Nachfrage nach mehr Co-Working-Space doch spürbar steigen. Oder liege ich falsch?

    • Hey Oli,
      das mit den Co-Working Spaces ist auf jeden Fall eine Möglichkeit. Da ich mich allerdings am liebsten komplett abseits in der Natur aufhalte, müsste ich dazu in irgendeine Statdt fahren.Das wäre für mich persönlich mehr Stress als das Arbeiten im Horst ;-)
      Grundstätzlich ist es aber wirklich eine gute Sache und das Angebot steigt bestimmt noch an!
      Liebe Grüße
      Nima

  6. wirklich gut geschrieben.
    danke dafür.

    zu dem sateliteninternet, wie schaut das mit den kosten aus?
    was braucht es dafür?

    hab ein wenig rumgeschaut aber irgendwie verstehe ich da mal gerade nichts :)

    • Hallo Sonja,
      wir zahlen für das Sat-Internet 40€ im Monat.
      Europa ist in verschiedene Zonen aufgeteilt. Wenn man eine Zone wechselt, fallen jedes Mal zusätzliche Kosten an (25€ für einen Spotwechsel).
      Bisher waren wir eigentlich immer mindestens 4 Wochen in einer Zone, also liegen die Kosten bei 65€ im Monat.

      Du brauchst dafür eine Sat-Schüssel, ein Modem und ein LNB (Triax). Entweder montiert man das irgendwie fest oder jedes Mal, wenn man es braucht. Die 2te Variante haben wir gerade und die ist natürlich etwas umständlich …

      Liebe Grüße
      Nima

  7. Hallo Nima,
    ich bin beeindruckt von Eurem Mut und Entschlossenheit, es mit Leben und Arbeit auf diese Weise zu versuchen.
    Wir selbst leben bereits seit 23 Jahren in Andalusien und haben in diesem Jahr ein BAWEMO 11m Wohnmobil aus Deutschland geholt und als “Historico” in Spanien zugelassen.
    Wir vermieten Ferienhäuser und haben im Winter die Freiheit herumzureisen und natürlich müssen wir auch von unterwegs arbeiten und unsere Webseiten verwalten.
    Unser WOMO, wir nennen ihn Bilbo-Bus, hat auch eine PKW Garage und eine separate Ecke für das Büro. Da Christa, meine Frau Malerin ist, gibt es für längere Aufenthalte noch ein Vorzelt, wo sie sich Ihr Studio einrichten kann. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es doch irgendwie wichtig ist, wenn jeder zum Arbeiten seinen eigenen Bereich hat.
    Das SAT Internet ist sicher eine gute Sache, wenn man es das ganze Jahr über nutzt. Ich habe einen Hotspot mit Aussenantenne und 2 SIM Karten (ca. 7 Euro/GB). Die kann man online bei Bedarf nachladen. Das funktioniert gerade mit den neueren Geräten (4G) recht gut.
    Anfang Januar wollen wir auf unsere erste größere Tour für 2 Monate auf die Kanaren. Die Fähre geht von Cadiz nach Teneriffa und dauert 48 Stunden.
    In meinem Leben habe ich immer die Erfahrung gemacht, dass (fast) nichts unmöglich ist, man muss nur den Mut haben, es anzugehen.
    Beste Grüße und alles Gute
    Thomas

    • Hola Thomas,
      ihr habt ja tolle Ferienhäuser auf eurer Seite!
      Das mit dem eigenen Arbeitsbereich ist wirklich eine gute Sache. Bei gutem Wetter können wir ja auch die Markise ausfahren und dann draußen arbeiten.
      Man muss sich auf so eingem Raum irgendwie organisieren!

      Das mit eurer Kanaren-Tour klingt spannend. Auf Teneriffa war ich schon ein paar Mal: eine echt schöne Insel, vor allem der Norden!
      Wir wünschen euch ganz viel Spaß dort :-)
      Liebe Grüße
      Nima

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