Leben on the road, Serie Teil 2: Rumtreiberin

Leben on the road, Serie Teil 2: Rumtreiberin

Im zweiten Teil der Reihe „Leben on the road“ stelle ich euch Julia und Max von Rumtreiberin vor.

Wir, Julia und Max, beide knapp 50 Jahre alt, haben, als wir uns vor 10 Jahren kennen lernten, sofort unsere Liebe zum Reisen entdeckt.

Wir wurden zu Digitalen Nomaden und verdienen auch heute so unseren Lebensunterhalt auf unseren Reisen.

Als reisewütige Rumtreiberin mit meinem Mann Max habe ich viel zu berichten über Abenteuer, Menschen und Länder.
Schöne Erlebnisse, aber auch einige Fehlschläge haben uns gelernt, was das Wirkliche Leben ist.

Eins zu sein mit der Natur, sie zu genießen, aber auch ihre stürmischen Seiten mitzuerleben. Wir leben, um zu reisen.

Julia

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, in einem Bus zu leben?

Auf die Idee dauerhaft im Bus zu leben, sind wir durch unsere nervigen Nachbarn gekommen.
Wir beschlossen aus unserer Wohnung auszuziehen, als uns die zündende Idee kam, in einen Bus umzuziehen, was wir schon lange überlegt hatten. Einen Traum wahr machen, es ist nie zu spät!

Den ganzen Sommer 2014 haben wir auf der Insel Rügen verbracht und wollten gar nicht mehr heim. Ein fester Wohnsitz ist nichts mehr für uns und so haben wir unser Projekt Selbstausbau Balu  gestartet.

Warum habt ihr euch für einen Oldtimer entschieden?

Der Motor der älteren Fahrzeuge hat viele Vorteile.
Max kann selber schrauben ohne Werkstattkosten. Er kann vieles selber gleich vor Ort reparieren. Das Flair des jetzigen US-Motorhomes oder unseres letzten Oldtimers, dem Hobby 600, hat es uns angetan.

Optisch plüschig und gemütlich, so ein älteres Fahrzeug. Eben einzigartig.

Rumtreiberin

Worin unterscheidet sich das Leben im Bus zum Leben in einer Wohnung oder einem Haus?

Das Leben im Haus oder einer Wohnung kann trist, nervig, aber auch langweilig sein.

Das Leben im Bus ist ein einziges Abenteuer mit vielen Erlebnissen, ob nun positiv oder negativ. Immer neue Umgebungen und neue Menschen, auf die wir zu gehen können oder die auf uns zukommen.

Gibt es etwas, das ihr vermisst?

Max fehlt oft ein 50Mbit Internetanschluss und mir ein Duftschaumbad mit meinem Quitsche-Entchen Emma.

Wo seid ihr überwiegend unterwegs?

Wir sind in ganz Europa unterwegs.
Besonders gut gefällt es uns aber in Spanien Andalusien, dort habe ich selber fünf Jahre in meiner Jugend an der Costa del sol gelebt.

Portugal, die Algarve mit schroffen Küsten und weiten Stränden. Es gibt immer irgendwo eine Bucht in der man frei stehen kann.

In Frankreich die Provence, wo Max in seiner Jugend viel unterwegs war. Zum Beispiel der Grand Canyon du Verdon, wo der kleine Fluss in den See mündet einfach atemberaubend.

Welchen Rat würdest du jemanden geben, der mit dem Gedanken spielt, für längere Zeit in einem Bus zu leben?

Ich würde ihm raten, ganz genau zu überlegen, ob er für dieses Nomadenleben gemacht ist. Er ist allein in der “ freien Wildbahn “ mit allem, was dazu gehört.

Worauf kommt es an – in Bezug auf das Leben auf Rädern, aber auch das Gefährt?

Bei unserem Leben auf Rädern kommt es auf die kleine Wohnung an, die man sich individuell im Bus gestalten kann und das harmonische Zusammenleben in einer Partnerschaft.

Beim Fahrzeug ist die Wartung des Fahrzeugs die oberste Priorität. Die Basis des Fahrzeugs sollte so solide wie bei einem Haus sein. Da ziehst du auch nicht ein, wenn es durch das Dach regnet oder das Fundament abbröckelt.

 

Vielen Dank an euch, Julia und Max!

7 Kommentare

  1. Liebe Nima und liebe Rumtreiber 😉
    Danke für das schöne Interview!
    Ich finde diese Serie einfach genial und auch für mich brandaktuell. Bei uns soll es (leider erst) 2017 losgehen, bis dahin müssen hier noch Ausbildung und Studium abgeschlossen werden.
    Danach wollen wir einen Bus kaufen und damit durch Lateinamerika fahren.
    Die Vorbereitungen laufen (langsam) an, und die größte Frage die sich mir im Moment stellt ist: Wie viel Geld muss ich wohl für einen Bus einplanen? Das hängt natürlich stark davon ab, was man will, wie groß, wie gut erhalten etc…
    So ganz sicher sind wir da auch noch nicht. Er soll eben Lateinamerika einigermaßen fahrtüchtig durchhalten und nicht mitten in der Wüste den Löffel abgeben… Ich denke es geht so Richtung VW T3- aufwärts oder so ähnlich. Vielleicht auch ein Mercedes? Ohje, die Qual der Wahl!
    Aber ich finde diese Interviews hier sehr ermutigend und freue mich über die Inspiration!
    Liebe Grüße
    Anne

    • Hallo Anne,
      Danke das dir das Interview gefällt.
      Lateinamerika da macht natürlich Allrad oder mindestens ein Sperrdifferential sinn damit man nicht in jeder Pfütze stecken bleibt. Den Bus wirst du wohl drüben kaufen müssen da so eine Verschiffung RORO ne Stange Geld kostet, oder einfach einen T3 in nen Container stecken.

      Sonnige Grüße
      Max

    • Hallo liebe Anne,
      ich freue mich echt total, dass die Serie gut ankommt!
      Da gibt es doch aktuell diesen Film Herr Lehmann goes around the world. Das Pärchen war 2 Jahre lang mit einem Mitsubishi L300 unterwegs – einmal um die ganze Welt!
      Geht also auch 😉
      Ich persönlich bevorzuge inzwischen die alten Mercedes Busse. Sie sind robust, geräumig und vor allem deutlich günstiger als VW Busse.
      Liebe Grüße
      Nima

  2. Hallo Nima und die Rumtreiber,
    Vielen Dank für das informative Interview. Das macht Lust ,es selber zu versuchen.
    Euch allen eine schöne Zeit!

  3. Das ist mal ein toller Artikel, hört sich nach einer jede Menge Spaß an.

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