7 gute Gründe, Spanien zu lieben

7 gute Gründe, Spanien zu lieben

Wenn wir erzählen, dass wir in wenigen Wochen wieder nach Spanien ziehen, fragt man uns immer wieder:

Wieso nach Spanien?
Darauf antworte ich meistens: Weil ich mich in das Land verliebt habe!
Und wie das so mit der Liebe ist: Sie lässt sich schwer in Worte fassen.

Ich sage nicht, dass Spanien perfekt ist.
Natürlich gibt es dort – wie überall – auch negative Seiten.
Aber Spanien bietet eine enorme Lebensqualität und vor allem Lebenslust!

Straßenmusiker

Straßenmusiker in Palma de Mallorca

7 gute Gründe, Spanien zu lieben

1. Sonne, Sonne, Sonne
Der vielleicht trivialste Grund, aber ich liebe die Sonne!

Sie ist für mich ein Lebenselixier und ohne sie fühle ich mich schlecht.
Einen Tag oder auch zwei kann ich es ohne sie aushalten, aber dann schlägt mir die Wolkendecke aufs Gemüt.

Mit durchschnittlich 7,1 Sonnenstunden am Tag und dem mediterranen Klima fühle ich mich in Spanien pudelwohl – seelisch und körperlich.
Deutschland hat im Vergleich dazu gerade mal 4,5 Sonnenstunden am Tag.

Bei so gutem Wetter findet das Leben in Spanien überwiegend im Freien statt und dadurch fühle ich mich auch freier. Logisch, oder?

2. Freundlich lebt es sich besser
Als ich neulich in einer Facebook Gruppe danach gefragt habe, was die Mitglieder an Spanien lieben, kam ganz oft diese Antwort: Die Freundlichkeit und Herzlichkeit der Menschen.

In Spanien hat das Zwischenmenschliche einen hohen Stellenwert.

  • Man grüßt sich auf der Straße, auch wenn man sich nicht kennt.
  • Man wird herzlich mit “Hola guapa” (Hallo Hübsche) angesprochen, ohne irgendwelche Hintergedanken.
  • Beim Kontakteknüpfen geht es darum, Verbindungen zu schaffen und nicht darum, ob einem die Person nützlich sein könnte.
Ein gut gelaunter Fischverkäufer

Ein gut gelaunter Fischverkäufer

Fragt man in Spanien nach dem Weg, kann es schnell passieren, dass daraus eine Telefonkonferenz mit zig Beteiligten entsteht.

  • Der Befragte kennt den Weg nicht, aber vielleicht seine Freundin, die er prompt anruft.
  • Sie kennt ihn auch nicht, fragt aber bei einem Bekannten nach.
    Und so geht es weiter und weiter, bis man am Ende eine Wegbeschreibung in den Händen hält.

Hilfsbereitschaft vom Feinsten!
Nur ein Beispiel von vielen, die wir vor Ort erlebt haben.

Die Spanier sind nicht verkopft, sondern verherzt.
Und genau damit haben sie mich um den Finger gewickelt: Charme, Hilfsbereitschaft und ganz viel Herz!

Gemütliches Zusammensitzen in einer Tapas-Bar

Gemütliches Zusammensitzen in einer Tapas-Bar

3. Mach mal langsam
Das kann uns Deutsche schon wahnsinnig machen: Diese unerträgliche Gelassenheit!
Geht das nicht ein bisschen schneller?

Obwohl es regionale Unterschiede gibt, sind die Spanier tendenziell eher gelassen.
Natürlich geht es in Großstädten hektischer zu als auf dem Land, aber Zeit für ein Schwätzchen oder einen Café con leche findet sich immer.

Eine entspannte Katze auf Mallorca

Eine entspannte Katze auf Mallorca

Vor allem in Südspanien ist es im Sommer derart heiß, dass an Hektik gar nicht zu denken ist.
Bei solchen Temperaturen ticken die Uhren und die Menschen einfach anders.

Vielleicht ist es am Anfang noch ungewohnt, sich im Nichtstun oder Wenigertun oder Langsamertun zu üben.
Da es aber gar nichts bringt, sich über diese Mentalität aufzuregen, nimmt man sie am besten an – entspannt lebt es sich glücklicher!

Zwei Senioren unter sich

Zwei Senioren unter sich

4. Man versteht sich
Englisch? Franzözisch? Oder sogar Deutsch?
Eher nicht. In Spanien spricht man Spanisch oder eine regionale Sprache wie z.B. Katalanisch, Baskisch, etc.

Dass man keine gemeinsame Sprache spricht, hindert die Spanier aber nicht daran, sich mit dir zu unterhalten.
Sprachbarrieren sind dazu da, ignoriert und überwunden zu werden, basta.

Und so verbringen Steve und ich in Andalusien einmal einen lustigen Abend mit zwei alten Herren, die uns in einer Bar auf einen Drink einladen.
Ich verstehe nur ein paar Brocken, Steve gar nichts und die beiden Senioren uns auch nicht, aber der Abend ist für alle Beteiligten ein schönes Erlebnis.

So ist es: Jeder lächelt in der gleichen Sprache!

So ist es: Jeder lächelt in der gleichen Sprache!

5. Hmmm, lecker!
Vielen ist gar nicht bekannt, was für eine vielseitige Küche Spanien zu bieten hat – von der einfachen bis hin zur gehobenen.
Sehr von Vorteil sind dabei natürlich die hervorragenden frischen Produkte wie Oliven, Avocado, der Knoblauch und das Obst.

Obst und Gemüse

Daraus lassen sich dann so leckere Sachen zaubern wie Tortilla, Aioli, Salmorejo, Pan con Tomate.
Wer wissen möchte, was das ist und wie man es ganz einfach zubereitet, bekommt auf Spanisch kochen die Rezepte inklusive Videoanleitung.

Die Salmorejo ist übrigens eine kalte Suppe, ähnlich der Gazpacho.
Allerdings kommt in die Salmorejo mehr trockenes Brot, so dass sie wesentlich dickflüssiger ist.
Ihren Ursprung hat die Suppe in Cordoba und wird meistens als Vorspeise gegessen. Ich habe sie dieses Jahr zum ersten Mal probiert, als ich in Málaga war und war begeistert!

Nicht zu vergessen sind auch die spanischen Weine.
Obwohl ich eigentlich kein großer Weintrinker bin, schmecken mir diese gut.

In Spanien kaufe ich sie am liebsten direkt bei der Kelterei.
Hier habe ich einen Onlineshop für spanische Weine direkt vor der Haustüre.
Die beiden Inhaber kennen sich bestens aus und können dazu noch sehr gut beraten. Ihretwegen bin ich sogar meinem ursprünglichen Lieblingswein untreu geworden …

Weinprobe in Andalusien

Weinprobe in Andalusien

6. Berge, Meer und mehr
Dass dieser Punkt nicht fehlen darf, ist klar.
Spanien ist das Land der Vielseitigkeit, wenn es um die Landschaft und die Natur geht.

Einfach schön.

Einfach schön.

Ob in Katalonien oder Andalusien:
In vielen Regionen Spaniens hat man die Berge und das Meer direkt beeinander.
Morgens Skifahren und nachmittags noch an den Strand gehen, muss hier kein Wunschtraum bleiben.

Aufgewühltes Meer an Mallorcas Westküste

Aufgewühltes Meer an Mallorcas Westküste

Die Sierra Nevada, die Pyrenäen – große Namen mit einer eindrucksvollen Landschaft.
Aber neben diesen bekannten Gebirgszügen gibt es noch zahlreiche mehr, die Spanien zu einem Mekka für Bergsportler machen.
Noch immer ist vielen gar nicht bekannt, was Spanien in diesem Bereich alles zu bieten hat, aber ich gebe mir alle Mühe, Abhilfe zu schaffen.

Berge

7. Ist das groß hier
Endlich mal keine Menschen. Ruhe. Durchatmen. Natur.
Spanien hat mit über 500.000 km² Fläche ungefähr 150.000 km² mehr als Deutschland.
Dafür leben dort aber nur halb so viele Menschen. Verständlich, dass man sich dort weniger auf den Geist geht als in Deutschland.

Ein Ort zum Abschalten

Ein Ort zum Abschalten

Es gibt so viel unberührte Natur, dass man sich wirklich komplett zurückziehen kann, wenn man das möchte.
Abseits von Städten, touristischem Trubel und Konsum kommt man auf dem Land wieder zur Ruhe und kann für sich sein – genauso mag ich es!

Ein Weinfeld in Katalonien

Ein Weinfeld in Katalonien

8. Hier ist Platz für deinen Grund
Was ist für dich ein unschlagbarer Grund, Spanien zu lieben?

Gefällt dir der Artikel? Das freut mich sehr.
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13 Kommentare

  1. Oh ja, Spanien habe ich auch für mich entdeckt (ist noch gar nicht soooo lange her). Das gilt aber für die gesamte iberische Halbinsel, also auch für Portugal! ;)

    Salmorejo habe ich kürzlich auch in Andalusien probiert. Mehrfach sogar. Lecker! Und Tapas liebe ich ich. Und neben dem Wein ist auch kaltes Bier nicht zu verachten. Das einzige Problem dabei: Wenn ich mittags Bier (oder Wein) trinke, kriege ich das mit der Siesta nicht hin. Die wird dann einfach zu lang… ;)

    LG, Wolfgang

    • Hola Wolfgang,
      das mit der Siesta kann ich nachvollziehen – in diese “Falle” bin ich auch schon getappt ;-)
      Portugal werden wir uns auf jeden Fall auch ansehen und sin schon total gespannt darauf!
      Falls du Tipps hast, lass sie uns gerne wissen :-)
      Liebe Grüße
      Nima

      • Tipps? Also ganz Portugal kenne ich noch nicht. Was mir aber sehr gefallen hat, war der Alentejo. Mértola und Castelo de Vide sind da u.a. meine “Geheimtipps”. ;) Ich will da unbedingt bald mal wieder hin. Und natürlich auch andere Gegenden des Landes besuchen… Ärgerlicherweise habe ich von meinem letzten Trip so gut wie alle Fotos zerschrotet… :( Nach Lissabon “muss” ich auch noch einmal. Das hat eine zweite Chance verdient. Beim letzten Mal gab´s einen richtiggehenden Kulturschock, als ich nach einigen Wochen aus dem eher beschaulichen Alentejo dorthin kam… ;)

        • Danke :-)
          In Lissabon waren wir einmal und uns hat es dort echt gut gefallen. Eine sehr lebendige Stadt – der Wahnsinn!
          Ansonsten trifft man mich ja eher in ländlichen Gegenden an, da klettert es sich besser ;-)
          Liebe Grüße
          Nima

          • … an “Ländlichkeit” mangelt es im Alentejo nicht. Deswegen ja gerade dieser dem Kontrast geschuldete “Schock” bei mir. Auch wenn ich nicht der große Kletterer vor dem Herrn bin (Hihihi… ;) ), bevorzuge ich ebenfalls ländliche Gegenden. Aber Lissabon hat schon was (auch Höhenunterschied ;) ). Deswegen will ich ja auch nochmal hin… ;)

            LG, Wolfgang

            PS. Wie der Zufall so will, überarbeite ich gerade einen Artikel über Tavira (Algarveküste). Zwar nicht das absolute Highlight meines letzten Trips, aber der einzige Ort, von dem ich noch rechtzeitig Fotos “konserviert” hatte, bevor es den Rest zerschossen hat … ;)

  2. ein ganz wichtiger grund nach andalusien zu fahren oder dort zu leben, ist das Klima. gerade ältere menschen merken sehr schnell, das die knochen nicht mehr schmerzen. der ewige wind, das meer und die geringe Luftfeuchtigkeit, machen an der küste das leben lebenswert.
    es leben dort auch die ältesten menschen.

    • Hallo Brigitte,
      stimmt, daran habe ich so noch gar nicht gedacht. Das Klima ist auf jeden Fall für die Gesundheit ein wichtiger Faktor!
      Liebe Grüße :-)
      Nima

  3. Ich finde den menschlichen Aspekt sehr wichtig um sich in einem Land wohl zu fühlen. Die Spanier sind in der Regel sehr angenehm und in ihrer Art ruhig und freundlich. So etwas ist halt sehr wichtig um sich dort heimisch und aufgenommen zu fühlen. Dies hängt wie immer stark von der jeweiligen Region ab, aber in der Regel fällt dieses Erlebnis recht positiv aus, wenn man selbst nicht jemand ist, der sich von anderen ausgrenzt.

    • Absolut!
      Natürlich kommt es immer auch darauf an, wie ich auf die Leute zugehe und ob ich versuche, mich zu integrieren. Leider habe ich schon genügend Auswanderer getroffen, die selbst nach Jahren noch kein Wort Spanisch gesprochen haben. Gleichzeitig haben sie sich beschwert, die Spanier seien verschlossen …

      Ich sehe das genau wie du und mag “the spanish way of life” :-)

  4. Insbesondere die Hilfsbereitschaft der Menschen fällt mir hier besonders auf. Auch wenn die Frage nach dem Weg manchmal ein wenig chaotisch enden kann, weil zu viele Leute gleichzeitig reden und helfen wollen, ist es doch beeindruckend wie viele wildfremde Menschen sich dazu bereit erklären einem zu helfen.
    Die Auflistung ist Klasse und spricht mir aus der Seele. Ich bin nun schon 7 Jahre hier unten in Andalusien und denke gar nicht daran zurückzukehren.
    Viele Grüße
    Max

    • Hola Max,
      freut mich, dass dir die Auflistung gefällt :-)
      Und ja, die Frage nach einem Weg kann seine Tücken haben, das haben wir auch schon erlebt. Fünf Taxifahrer, die sich alle nicht einig waren und wir mittendrin ;-)
      Am Ende hatten wir aber wieder was zum Lachen und das finde ich genial.
      Eure Seite schaue ich mir übrigens direkt mal an,
      liebe Grüße nach Andalusien
      Nima

  5. ein ganz wichtiger Grund in Andalusien zu leben, ist der Lebense-Qualität und das Günstigste Leben dort.

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