Tierische Erlebnisse – Hunde in Spanien

Tierische Erlebnisse – Hunde in Spanien

„Was soll denn das?“
Überraschter könnte Jules Gesichtsausdruck vermutlich nicht sein, als sie ihre Nase in den Becher mit Wasser steckt. Obwohl es 15 Grad warm sind, hat es die Kellnerin besonders gut mit unseren Hunden gemeint und ihnen Eiswürfel ins Wasser getan.
Jule sitzt verwundert vor dem Becher und weigert sich standhaft, auch nur einen Schluck zu trinken. Für Experimente ist sie einfach nicht zu haben.
Luna interssiert das alles nicht – sie ist fokussiert auf unser Essen!

Einmal Eiswasser für Jule

Einmal Eiswasser für Jule

Sand, Strand und Löcher

Am ersten Tag erholen wir uns von den Fahrt-Strapazen am Strand von Sant Pere Pescador.
Weit und breit ist keine Menschenseele zu sehen, wir haben den ganzen Strand für uns alleine.

Nichts los am Strand

Nichts los am Strand

Kaum haben die Mädels Sand unter den Pfoten, geht die wilde Rennerei los und sie jagen sich, wie die Verrückten. Ich genieße es, ihnen beim Spielen zuzusehen – ihre gute Laune steckt mich immer wieder an!

Keine Leine, kein Stress. Luna und Jule können sich komplett frei bewegen und die Umgebung erkunden.
Dazu hat Jule aber wenig Lust, sie möchte lieber ihre berühmt, berüchtigten Löcher buddeln. Da, wo Jule war, ist am Ende immer ein Loch! Wir nennen sie – nicht nur deswegen – auch gerne liebevoll unseren kleinen Freak.

Ab auf die Burg

Da das Wetter sehr stürmisch ist und wir nicht klettern können, machen wir einen Spaziergang zum Castell Montgri bei L`Estartit. Oben angekommen, werden wir mit einem beeindruckenden Anblick belohnt: Vom Castell weht eine riesige katalanische Flagge!
Das interessiert Luna und Jule weniger, dafür aber der Dalmatiner, der kurz vor uns mit seiner Besitzerin eingetrudelt ist. Der Jungspund hat Hummeln im Hintern und schafft es, Jule zum Spielen zu überreden. Luna würde lieber etwas fressen, aber das Dalmatiner-Frauchen hat nur Wasser zu bieten. Besser als nichts, denkt sich Luna, und schlabbert erst einmal den ganzen Napf leer.

Der verhungernde Hund…

Wir fahren in unsere Lieblings-Tapas Bar, das Lizarran.
Luna und Jule bekommen umgehend – und unaufgefordert – eine große Schüssel Wasser hingestellt, zum Glück ohne Eiswürfel.
Egal, wo wir mit den Hunden hingehen, ihnen wurde bisher immer sofort Wasser gebracht. Ich finde das sehr aufmerksam und freue mich darüber.

Luna würde das Wasser gerne durch Nahrung ersetzen. Als wir unser Essen bekommen, setzt sie ihren jahrelang perfektionieren Blick des verhungernden Hundes auf. Ich weiß nicht, wie sie den so gut hinbekommt, aber wir bleiben standhaft.

Die Strafe folgt am gleichen Tag, als wir die beiden abends noch kurz im Appartement alleine lassen.
Da war doch noch Essen im Wanderrucksack? Als wir wiederkommen, ist es dort jedenfalls nicht mehr. Dafür Packungsreste vom Käse auf der Hundedecke und eine zerfledderte Brottüte auf dem Teppich.

Langohrige Vierbeiner und vierbeinige Fellnasen

Am letzten Tag machen wir noch eine ganz besondere Wanderung, nämlich mit Eseln. Sonst eher schüchtern, hat es Jule bei Eseln oder Pferden faustdick hinter ihren Schlappohren sitzen. Nichts ist für sie witziger, als von den großen „Spielgefährten“ gejagt zu werden. Die Esel finden das Spiel allerdings weniger lustig und schlagen kräftig mit den Vorderhufen nach ihr aus. Das findet selbst Jule dann ein wenig einschüchternd und hält bei der Wanderung brav einen Sicherheitsabstand ein. Zumindest meistens…zwischendurch bekommt sie ihr berühmtes „Grinsen“ im Gesicht und rennt haarscharf an meinem Esel Moskit vorbei. Der nimmt es gelassen und so verläuft die Wanderung rundum harmonisch.

Ob in Spanien oder Deutschland – Luna und Jule sind zwei tolle Weggefährten, mit denen es nicht langweilig wird!

Das Leben mit Hunden in Spanien empfinde ich jedes Mal aufs Neue sehr entspannt und unkompliziert.
Das geht auch meiner Freundin Natalia so, die mit ihren zwei Hunden in Figueres lebt.

Ihre Eindrücke von Hunden in Spanien hält sie in sehr schönen Bildern fest.

Welche tierischen Eindrücke kannst du aus Spanien berichten?

6 Kommentare

  1. Leider geht es den meisten Hunden in Spanien nicht mal ansatzweise so gut wie euren… sie fristen ihr Dasein eingesperrt auf winzigen Balkonen in der prallen Sonne oder sind den ganzen Tag irgendwo angehängt und alleine. Gassi gibt’s oft nur sonntags. Tierschutz ist ein Fremdwort in Spanien, wenn man dort länger leben will muss man sehr unempfindlich sein, was diese Dinge angeht….

    • Danke für deinen Kommentar.

      Ich habe längere Zeit in Spanien gelebt und kann deine Sichtweise nicht teilen. In Figueres wurden z.B. gerade zwei Freilaufparks mit Hundetränken eröffnet und besonders in Katalonien gehen die meisten Leute genauso liebevoll mit ihren Hunde um, wie in Deutschland.
      Wir haben hier in Deutschland genügend eigene Tierschutz-Probleme, um die wir uns kümmern können, bevor wir mit dem Finger auf die anderen zeigen. Verstehen wollen statt Anklage – das hilft mehr, als alle Spanier in einen Topf zu werfen und zu verurteilen.

      liebe Grüße
      Nima

  2. Von wann stammt dein Gereicht? Ich habe gelesen, dass ab 2014 Hunde am Strand von Sant Pede Pescador verboten sind. Oder wird das nicht so genau genommen?

    Liebe Grüße,
    Luka

    • Hallo,
      doch, dort wird es schon genau genommen, aber wir waren im November da. Zu dieser Zeit ist es absolut kein Problem.
      Grundsätzlich gilt für diesen Strand in der Hochsaison Hundeverbot zwischen 10.00 Uhr und 19.00 Uhr.

      Liebe Grüße
      Nima

  3. Hallo liebe Reisenden,

    eine tolle Idee habt ihr umgesetzt und ne`tolle Seite.
    Zwischen Ampuriabrava und Rosas befindet sich ein Hundestrand, ca.1,5km lang.
    Zufahrt: C260, kurz vor Rosas -Richtung Campingplatz fahren. Die evtl. Höhenbeschränkung
    läßt sich umfahren.

    Viel Spaß dort. Grüße wmd

    • Hey Wolfgang,
      das ist ein toller Tipp, Danke!
      Wir fahren mit den Hunden meistens nach Sant Pere Pescador. Da ist abends auch nichts mehr los und die Hunde haben den ganzen Strand für sich alleine 🙂
      Deinen Vorschlag schauen wir uns bestimmt auch mal an!

      Liebe Grüße
      Nima

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