Das Beste aus 9 Monaten Griechenland

Das Beste aus 9 Monaten Griechenland

“Kannst du glauben, dass wir schon neun Monate in Griechenland sind?”
Steve und ich haben irgendwie jegliches Zeitgefühl verloren. War es tatsächlich im letzten September, dass wir mit der Fähre auf dem Peloponnes angekommen sind?

Was haben wir seitdem alles erlebt!

Schauen wir mal, welche Erlebnisse und Eindrücke und wir noch aus dieser Zeit mitnehmen werden.

Auch ein gebrochener Arm kann uns in Griechenland nicht aufhalten!

Auch ein gebrochener Arm kann uns in Griechenland nicht aufhalten!

Das Beste aus unserer Zeit in Griechenland

Ja, unser Start war von einigen Schwierigkeiten geprägt, das gebe ich zu. Bis wir eine Orientierung und zu einem Alltag gefunden haben, hat es ein wenig gedauert.

Los ging unsere Reise auf dem Peloponnes mit einer herzlichen Begrüßung auf dem Camping Palouki. Schon hier haben wir einen Vorgeschmack auf die griechische Gastfreundschaft bekommen. Drei Tage haben wir uns dort akklimatisiert, dann ging der Trip über den Peloponnes richtig los.

Erstes Mal Strandfeeling am Camping Palouki

Erstes Mal Strandfeeling am Camping Palouki

Zu unseren Highlights zählen auf jeden Fall die beeindruckende Mani-Region, aber auch die Ostküste. Mir Favoriten herauszupicken, ist allerdings echt schwer, denn der Peloponnes ist unglaublich vielseitig.

Einen festen Platz in unserem Herzen hat Leonidio gefunden.
Ganze vier Monate waren wir hier und haben Weihnachten, Silvester und Karneval gefeiert. Und wenn wir nicht gefeiert haben, waren wir dort klettern.

Natürlich gibt es auf dem Peloponnes zahlreiche tolle Strände. Zwei absolut gegensätzliche sind diese hier: Die Ochsenbauchbucht im Westen und Vlychada im Osten. Einmal Sand-, einmal Kiesstrand, ganz wie man es mag!

Das griechische Festland und Chalkidiki

Nach fast sechs Monaten haben wir den Peloponnes verlassen, um nun das Festland zu erkunden. Dabei habe ich mich schon die ganze Zeit auf die berühmten Meteora-Felsen gefreut. Für mich gehört ein Besuch dieser besonderen Gegend unbedingt dazu!

Nur 20 Kilometer entfernt liegt der kleine Ort Rizoma. Wer gerne bouldert, sollte einen Abstecher hierhin einplanen.

Koordinaten: 39°40’29.2″N 21°43’42.2″E

Bouldern in Rizoma

Bouldern in Rizoma

Weiter ging es von dort nach Chalkidiki auf den mittleren Finger Sithonia.
Anfang April ist hier noch nichts los und wir haben einen Traumstrand nach dem nächsten ganz für uns alleine. Um diese Jahreszeit ist das Wasser noch recht frisch. Zum kurzen Untertauchen war es o.k., aber schwimmen wollte ich noch nicht.

Von Chalkidiki ging es in den Norden, genau gesagt nach Serres.
Die kleine Stadt liegt knapp 50 km vor der bulgarischen Grenze und hat uns supergut gefallen. Sie ist sehr lebendig und verbreitet typisch griechisches Flair. Kaum fährt man 15 km raus, ist man in einer anderen Welt. Natur pur, so weit das Auge reicht! Nachts haben wir sogar Wölfe heulen gehört.

Das Klettern war auch nach unserem Geschmack und so wurden aus ein paar geplanten Tagen prompt zwei Wochen. Auch ein Besuch des Klosters Prodomou war dabei.

Koordinaten: 41.136783, 23.618277

Kloster Prodomou

Der Epirus

Den Abschluss unserer Reise bildet die atemberaubende Epirus-Region.
Hier sind wir aus dem Staunen wirklich nicht mehr herausgekommen. Spätestens bei der Vikos-Schlucht ist uns der Atem weggeblieben. Sie steht als tiefste der Welt im Guiness Buch der Rekorde und ist einfach der Hammer.

In der Nähe von Prámanta liegt das Kloster Kipina.
Den Schlüssel dazu holt man sich ungefähr einen Kilometer vorher in einem Café ab, das direkt an der Straße liegt. Ein Ausflug hierhin lässt sich ideal mit der Wanderung zwischen Kalarites und Sirako verbinden.

Koordinaten: 39.567241, 21.130518

Unvergesslich wird für uns auch die Flusswanderung bleiben, die wir in Gliki am Acheron gemacht haben. Kalt war’s, aber wunderschön!

Koordinaten: 39.327060, 20.608095

Strände in Nordgriechenland

Natürlich haben wir es uns auch im Norden des Landes nicht nehmen lassen, Strandtage einzulegen. Am besten haben uns diese drei gefallen, die direkt nebeneinander liegen: Anolaki, Skala Beach und Ormos Odyssea.
Wenn man zum letzten Strand fährt, kommt man automatisch an den beiden anderen vorbei bzw. an den Abbiegungen dorthin.

Koordinaten Ormos Odyssea: 39.214241, 20.486645

Mit dem Wohnmobil nach Lefkada

Durch einen Tipp sind wir mit Horst dann noch auf eine Insel gefahren, nämlich nach Lefkada.
Die Anreise ist denkbar einfach, denn die Insel und das Festland sind mit einer Brücke verbunden. Die Westküste war uns persönlich schon fast zu touristisch, dafür hatte die Ostküste solche Strände zu bieten.

Tipp: Wenn ihr im Frühjahr nach Lefkada fahrt, besucht den Nidri-Wasserfall. Am frühen Vormittag oder späten Nachmittag besteht eine gute Chance, dass ihr ihn für euch alleine habt. Wir haben uns direkt nach dem Aufstehen ein erfrischendes Bad gegönnt.

Koordinaten: 38.726081, 20.684467

Was wäre Griechenland ohne das leckere Essen?
In Spanien sind wir selten Essen gegangen, da ich es dort als Vegetarier nicht einfach finde. Obwohl es in Griechenland viele Fleischgerichte gibt, bin ich hier immer fündig geworden. Überbackene Auberginen, gefüllte Paprika oder Tomaten, Zucchini-Bratlinge, Tzatziki, Bohnengerichte, gebackener Schafskäse – schon beim Aufzählen läuft mir das Wasser im Mund zusammen!
Als kleiner Snack zwischendurch geht immer eine Spinat-Pita oder eine vegetarische, die mit Pommes, Salat und Tzatziki gefüllt ist.

Essen Taverne

Buchtipps für eine Reise nach Griechenland

Griechische Produkte, die wir schätzengelernt haben

Griechische Musik

  • Locomondo, eine Band aus Athen, die gekonnt Reggae und Ska mit griechischer Musik mixt.

Mein Fazit

Was war nun das Beste an unserer Reise durch Griechenland? Die Landschaft? Das Essen? Die alten Dörfer und Klöster?
Nein, das Beste waren die Griechen selber. Kein Tag, an dem wir uns nicht willkommen gefühlt haben.

  • Wir halten mit unserem langsamen Horst den Verkehr auf? Niemand regt sich auf.
  • Wir stehen orientierungslos in einer Stadt, weil wir etwas suchen? Direkt bietet irgendwer seine Hilfe an.
  • Wir winken den Leuten im Vorbeifahren zu? Sie lachen und winken herzlich zurück – Männer und Frauen.

Wir haben unvergessliche Eindrücke gesammelt und das Land sehr zu schätzen gelernt. Dass wir Griechenland als Überwinterungsziel gewählt haben, war daher die beste Entscheidung überhaupt. Neun Monate hatten wir Zeit, das Land auf uns wirken zu lassen. Keinen einzigen Tag möchte ich davon missen!

Ich weiß nicht wann ich zurückkommen werde, aber dass ich zurückkommen werde, das steht fest!

Was hat dir an Griechenland am besten gefallen?

8 Kommentare

  1. Hallo Ihr beiden, bzw. Ihr 5 :)

    Es hat mich sehr gefreut, Euch kennen gelernt zu haben und dass Ihr in meiner Wahlheimat eine so gute Zeit verbracht habt. Auch freut mich natürlich, dass ich durch den einen oder anderen Tipp dazu beitragen konnte, dass die Zeit hier eine schöne war.

    Ich verfolge Eure ‘Abenteuer’ natürlich weiterhin und bin gespannt, wie es Euch auf den weiteren Reisen geht.

    Passt auf Euch auf und allzeit gute Reise
    David

    • Ja, es war wirklich toll, dass das Treffen geklappt hat! Und deine Tipps waren klasse, sowohl was die Orte betrifft als auch die Tsipouro-Brennerei ;-)
      Ganz liebe Grüße an dich
      Nima & Steve

  2. Hach, als ich das gelesen habe, musste ich ein wenig weinen…
    Wir mussten unser Wohnmobil verkaufen, weil wir Mietnomaden im Haus hatten…
    Ich vermisse es so sehr!
    Dafür ist es umso schöner, dass ihr uns an euren Abenteuern teilhaben lasst, danke dafür! <3

  3. Können Eure Aussagen nur bestätigen! Kommen gerade vom Peleponnes zurück, wo wir ca 6 Wochen uns rumgetrieben haben. Haben auch den Froschcamping Palouki genossen, trotz nächtlichem Konzert. Das Inland mit der grandiosen Berglandschaft und Leonidio waren Klasse. Nicht zu vergessen die Sauriereierbucht und die Höhle. Aber das Beste waren. Die Griechen, stets freundlich und hilfsbereit. Einmal steckten wir mit unserem Womo in einem Dorf fest,da der Fahrer eines Jeeps die Durchfahr verhinderte. Er kam dann und meinte wir sollten aussteigen und erst mal einen Kaffe zusammen trinken. Haben wir auch gemacht und die Durchfahrt weiter blockiert.
    Wünsche Euch noch tolle Reisen.

    • Hey Peter,
      Froschcamping Palouki? ;-)
      Das ist ja ein nettes Erlebnis mit der blockierten Durchfahrt. Aber genau diese Gelassenheit kennzeichnet die Griechen, super!
      Liebe Grüße und Danke für deinen Kommentar :-)
      Nima

  4. Hallo Nima,
    wow, das klingt wirklich toll und die Landschaften sehen auf den Fotos wunderschön aus! Wie schön, dass noch ein dritter Hund bei Euch ein Zuhause gefunden hat. Ich lese Deinen Blog sehr gern und bin schon gespannt, wo es als nächstes bei Euch hingehen wird!
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Hallo liebe Miriam,
      ja, unsere Merle ist wirklich das schönste Andenken aus Griechenland, auch wenn uns ihre schrille Stimme manchmal an unsere akkustische Belastungsgrenze führt ;-)
      Liebe Grüße
      Nima

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